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Warum es toll ist, ein Anfänger zu sein
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Warum es toll ist, ein Anfänger zu sein

Von Kristin Rübesamen

Nichts macht so viel Angst wie das Unbekannte. Ein leeres Blatt Papier, eine Turnhalle, die man zum ersten Mal betritt, ein Podiumsdiskussion, bei der man gerne glänzen möchte. Manchmal genügt die Vorstellung, sich auf einem Elternabend vorstellen zu müssen, dass wir weiche Knie bekommen. Und doch.

Warum uns ein Neustart so guttut

Wenn unser Computer streikt, empfehlen selbst die größten Experten ganz banal einen Neustart. Und tatsächlich, der Großteil aller Probleme lässt sich so lösen. Ein Neustart ist sicher nicht die einzige Problemlösung, aber um aus alten Verhaltensmustern, Sackgassen, toxischen Beziehungen ausbrechen, ist ein radikaler Reset ein guter Start. Denn ist der erste winzige Schritt ins Unbekannte gemeistert, stellt sich prompt ein Hochgefühl ein. Man muss dazu nicht das Matterhorn erklimmen. Schon ein Gespräch mit Fremden im Zug zum Beispiel, zeigt eine amerikanische Studie, macht glücklich.

Ein ähnlicher Effekt stellt sich ein, wenn wir mit Yoga beginnen. Wir begegnen uns als fremder Person. Zum ersten Mal beim „Sport“ die Schuhe ausziehen, zum ersten Mal eine Matte ausrollen, zum ersten Mal bewusst atmen, zum ersten Mal seine Atmung regulieren (huch, das geht wirklich), sich zum ersten Mal nach vorne beugen und mit Schrecken feststellen, wie weit der Fußboden entfernt ist. Feststellen, dass die Arme zu kurz sind, der Po zu dick, der Bauch im Weg, der Kopf in Gedanken überall, nur nicht bei der Atmung. Zum ersten Mal... meditieren und sich selbst beim Denken zusehen müssen. Oh je.


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Diese entsetzlichen Schweißausbrüche

Die Verunsicherung, die Angst, sich lächerlich zu machen, die Panik, auf den Kopf zu fallen, diese entsetzlichen Schweißausbrüche, all das ist großartig. Denn es sind mächtige Reaktionen auf allen Ebenen, körperlich, emotional und mental, die uns zeigen, dass wir lebendig sind. Dass wir ein Herz haben, das schlägt, einen Puls, der sich beschleunigt und beruhigt, einen Geist, der durchdreht und zur Ruhe kommt. Nie fühlen wir uns so lebendig wie im Streit, beim Sex und beim Yoga. Deshalb ist es toll, mit Yoga anzufangen. Aus der Begegnung mit dieser fremden Person entwickelt sich eine Beziehung, die von großer Wichtigkeit ist: die Beziehung zu dir selbst. Das heißt nicht, dass sich fortan alles nur noch um dich drehen wird. Das kann aber heißen, dass du dich selbst besser kennenlernen wirst. Du siehst dir dabei zu, wie du Herausforderungen begegnest, in dem Moment, indem du versucht, sie zu meistern. Wo, bitte, gibt es das sonst? Du siehst dich straucheln, du siehst, wie du wieder auf die Beine kommst, du spürst, wie du mit jedem Mal auf der Matte stärker wirst. Bald wirst du jemanden auf den Armen balancieren und das bist: du.

Jeder, der atmen kann, kann Yoga üben

Der berühmte Zauber des Anfangs, von dem Hermann Hesse sprach, ist für uns Yogis tatsächlich magisch. Wir begegnen uns auf der Matte wieder. Und vergiss nicht: Jeder, der atmen kann, kann Yoga üben, sagte der große Meister T.K.S. Krichnamacharya. Aller Anfang ist Yeah, singen die Fantastischen Vier.

Worauf wartest du noch?

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