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Buchvorstellung: "Zu den Quellen des Yoga"
Bilder: Coni Hörler

„Zu den Quellen des Yoga”: Eine Reise durch Indien

Von Kristin Rübesamen

Yoga in Indien ist anders. Wie anders, zeigt dieses Buch von Otto Stricker, Coni Hörler und Isabell Lütkehaus. Nur indische Yogis kommen zu Wort, Yogameister, indische Ärzte und Historiker, aber auch Yogis, die wie Swami Sundaranand in Gangotri den achtgliedrigen Pfad zu Ende gegangen sind. Der fast 90jährige übt jeden Tag drei Stunden und behauptet:  „Yoga ist etwas Heiliges, kein Business.”

Wenn es neben der Vielfalt des Yoga so etwas wie einen Tenor in diesem Buch gibt, dann formuliert ihn Prashant S. Iyengar, der Sohn von BKS Iyengar, und vermutlich die wichtigste lebende Autorität, die man in der Welt des Yoga finden kann. Dass es den Machern des Buches gelungen ist, von diesem Mann ein Grußwort zu bekommen, sagt einiges über ihre Beharrlichkeit und den guten Stern, unter dem das gesamte Vorhaben stand, aus.

Prashants „Grußwort” liest sich allerdings ein bisschen wie eine Warnung: „In unserer heutigen Welt hat die Erwartungshaltung durch Yoga das eigene Wohlbefinden zu steigern eine wahre Fülle von Kunden, Konsumenten und Nutzern hervorgebracht. Yoga ist sogar zum Thema der eigenen Karriere geworden. Dies ist eine folgenschwere Entwicklung... Yoga muss als philosophisches und... als spirituelle Lehre mit spiritueller Ethik verstanden und ausgeübt werden.”

Ähem, das macht uns etwas nachdenklich. Deswegen bekommt das „Schlusswort” jetzt Dr. Otto Stricker, Yoga-Entrepreneur und Abenteurer und so bescheiden, dass er nicht dazu zu bringen ist, einen Satz in der ersten Person Singular zu schreiben:

„Beeindruckendes findet man auf solch einer Reise in vielerlei Hinsicht: die indischen Himalayas, die Quellen des Ganges, die langen Zugreisen durch Indien, die Abenteuer, die zu einer solchen Reise immer dazu gehören. Aber die wirklich tiefen Spuren hinterlassen die Meister des Yoga selber. Ein Buch mit dem Titel ,Zu den Quellen des Yoga' herauszugeben und zahlreichen Yogis auf sehr persönliche Weise zu begegnen, ist eine große Ehre. Es macht Freude, die vielen, unterschiedlichen Praktiken auszuprobieren, die uns jene Meister zeigten. Die vier populärsten indischen Yogaschulen (Yoga in der Tradition von Krishnamacharya, Iyengar Yoga, Ashtanga Yoga im Mysore Stil und Sivananda Yoga) sind mit jeweils einer eigenen Übungsserie im Buch vertreten. Unsere Gespräche mit den Yoga-Meistern waren offen, freundlich und so bunt wie das Land selber. Medizinische Aspekte des Yoga erklärte uns beispielsweise ein ausgebildeter Arzt, Historiker befragten wir zur Geschichte des Yoga und Philosophen deuteten uns den Horizont, wo Yoga wirklich ist. Das Buch gibt uns westlichen Yogis einen lebendigen und bilderreichen Einblick in die indische (Hatha-)Yoga-Tradition. Die Vielfalt von Yoga in Indien hat uns tief und nachhaltig. ”

 

„Zu den Quellen des Yoga” von Otto Stricker und Dr. Isabell Lütkehaus mit Fotos von Coni Hörler ist erschienen im Irisiana Verlag. 208 Seiten, ca. 100 Fotos, ca. 30 Euro.

Das macht Otto Stricker sonst so: www.yoga.in | www.yoga.info

Isabell Lütkehaus arbeitet vor allem als Meditatorin und berät in Berlin Trennungspaare in der Konsenskanzlei („für mich gelebtes Yoga in Höchstform”).

Hier findet Ihr den tollen Fotographen Coni Hörler: www.chphotography.ch

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