Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
waihnact baum
Die wichtigsten Yogastile im Überblick
Bildquelle: Shutterstock.com, Istockphoto.com

Die wichtigsten Yogastile im Überblick

Von Anna Trökes

„Yoga ist nichts für mich.” Den Satz hat jeder schon mal gehört –oder nach einer Probestunde sogar selbstgesagt. Dazu gibt es einen sehr guten Vergleich: Stell dir vor, du ziehst das erste Mal in deinem Leben eine Hose an, in der du dich eingeengt und unattraktiv findest. Du sagst zu deinem Spiegelbild: Hosen stehen mir nicht, ich werde keine weitere anprobieren und nur noch Röcke tragen. Nicht jeder findet nämlich sofort den Yogastil, der ihm entspricht und der es ihm erlaubt, sein Potenzial voll zu entfalten.

Wichtig beim Yoga: Chemie mit dem Lehrer

Wichtiger noch als der Stil ist allerdings, dass die Chemie mit dem Yogalehrer stimmt. Du solltest das Gefühl haben, ihm völlig vertrauen zu können. Du musst sein Wohlwollen und seine Kompetenz spüren, um dich sicher zu fühlen, wenn du dich mit ihm auf die Yogareise begibst. Man wandert ja auch nicht mit einem Bergführer, dem man nicht vertraut.

Ob ein Lehrer oder ein Stil zu dir passen, zeigt erst die Zeit. Du solltest dich mindestens drei- bis viermal auf den Unterricht einlassen, denn möglicherweise ist das Angebot eigentlich perfekt für dich, entspricht aber beim ersten Versuch vielleicht nicht deiner Tagesform. Yoga braucht auch immer ein paar Stunden, um seine Wirkungen voll zu entfalten. Was dir guttut, weißt du also nicht direkt nach dem Kurs.

Dein Yogastil sollte dein persönliches Temperament ergänzen

Bedenke bei deiner Yogastil-Wahl: Gut tut, was fordert. Wer sich gern viel und schnell bewegt, wird sein Potenzial nicht entfalten können, indem er einen besonders dynamischen Yogastil auswählt. Geeignet ist eher die energetische Ergänzung zum eigenen Temperament, etwa Yin Yoga oder Long, Slow, Deep-Stunden, in denen die Positionen lang gehalten werden. Das Schnelle, Dynamische kennt dein Gehirn schon – hier aber gibt es etwas zu lernen, hier liegt die Herausforderung. Um deine Fähigkeiten voll auszuschöpfen, solltest du im Laufe deines Lebens deine unbekannten Facetten entdecken und entwickeln. Wage das Neue, das Ungewohnte –und lass dich überraschen!

Alles, was du hier liest, kann nur meine –äußerst subjektive Meinung sein. Die Übersicht der Yogastile gibt nur Anhaltspunkte. Du musst selbst ausprobieren, was für dich das Richtige ist.

Die verschiedenen Yogastile

1. Der Klassiker: Hatha Yoga

Die im Westen bekannteste Form des Yoga, die schon seit über 50 Jahren angeboten wird. Aus den Lehren des Hatha Yoga haben sich alle nachfolgend beschriebenen Stile, Traditionen und Schulen entwickelt. So gedeihen unter seinem Dach sanfte und kraftvolle Techniken, einfache Körper-Wahrnehmungsübungen und hochkomplexe Körperhaltungen, Atemübungen oder Konzentrationen.

Hatha Yoga umfasst Asanas sowie Bewegungsabläufe (Vinyasa oder Flow), Atemübungen (Pranayama), mentale Entspannungstechniken und Meditation. Alle Techniken des Hatha Yoga setzen am Körper an und führen weiter über den Atem zum Geist. Hier geht's zu unseren Hatha-Yoga-Videos!

2. Spiritualität und Energie: Kundalini Yoga

Yogi Bhajan machte Kundalini Yoga Ende der 60er-Jahre in den USA bekannt. Die Übungsreihen sind eine Kombination aus dynamischen Körperübungen, bewusster Atmung, geistiger Ausrichtung und Mantra-Meditation. Kundalini Yoga ist oft sehr dynamisch, um unsere Lebensenergie (Prana) zu wecken. Dieser Übungsweg zieht die Spiritualität und die Hingabe an den Guru ganz offen und bewusst mit ein.

Du liebst einen kraftvollen und fordernden Übungsstil, suchst Spiritualität und singst sehr gern? Dann auf zum Kundalini Yoga.
Probier doch unsere Kundalini-Videos aus!

Hier erklärt dir André Sat Ravi Singh Danke, worum es beim Kundalini-Yoga geht:

Fill 873 491 still interview andre danke kundaliniPlay

3. Kraftvoll und fordernd: Ashtanga Yoga

Eine sehr kraftvolle, dynamische Richtung. In Fitnessstudios findest du diese Form gelegentlich unter dem Namen „Power Yoga. Das Übungssystem besteht aus einer festgelegten Reihenfolge, die jeweils mit Bewegungselementen verbunden ist. Dieser Bewegungsfluss wird mit einem gleichmäßigen Atem begleitet, wodurch das Üben einen sehr meditativen Akzent bekommt. Die Reihenfolge ist so aufeinander abgestimmt, dass nacheinander alle Körperteile aktiviert und gedehnt werden. Man kann sehr gut abschalten und kommt ordentlich ins Schwitzen.

Sportlich ambitionierte Menschen mit guter Kondition, die eine klar strukturierte Praxis suchen, finden oft im Ashtanga ihr Yoga-Glück. Diese Richtung erlaubt es auch schnell, selbstständig zu üben. Sieh dir einfach mal unsere Ashtanga-Videos an!

4. Präzision und klare Ansagen: Iyengar Yoga

Kraftvolles Üben, das sich durch äußerst genaue Ansagen auszeichnet und so einen hohen Grad an Präzision ermöglicht. Es wird teilweise mit Hilfsmitteln (Props) wie Holzblöcken, Decken und Gurten gearbeitet, um die Ausführung komplexer Asanas auch für Anfänger und Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu ermöglichen. Da die exakte Ausführung der Übungen im Vordergrund steht, sind spirituelle Ansätze eher indirekt während der Praxis zu finden und spielen bei manchen Lehrern eine manchmal untergeordnete Rolle.

Iyengar Yoga ist für diejenigen eine gute Wahl, die sich körperlich fit fühlen und die auch entspannen können, wenn man ihnen ganz klar sagt, wo es langgeht. Hier ein Überblick über unsere Iyengar-Videos und dem Iyengar-Aufbaukurs.

5. Spirituelle Flows und Ahimsa im Vordergrund: Jivamukti Yoga

Kraftvoll dynamischer, schweißtreibender Stil, der 1984 in den USA von Sharon Gannon und David Life entwickelt wurde. Die Übungen werden fließend geübt und von Musik begleitet. Typisch ist, dass der Lehrer die Schüler mit Körpereinsatz korrigiert. Nichts für Kontaktscheue, aber stark im Trend. Darüber hinaus rezitiert der Yogalehrer aus altindischen Schriften, spricht über Philosophien oder Lebensweisheiten. Mantren und Meditation gehören zur Übungspraxis dazu, außerdem wird Wert auf einen gewaltfreien und veganen Lebensstil gelegt.

Interessant für Menschen, die neben einer intensiven, fließenden Yogapraxis mehr über die Yoga-Philosophie lernen möchten und eine Yoga-Gemeinschaft suchen. Sieh dir unsere Jivamukti-Videos an!

5. Klare Strukturen und Yoga-Philosophie: Sivananda Yoga

Der Fokus ist eher meditativ und spirituell. Im Mittelpunkt der Übungspraxis stehen die zwölf Asanas der „Rishikesh-Reihe, die immer in der gleichen Reihenfolge ausgeführt werden. Die Asanas dieser Reihe sind teilweise sehr anspruchsvoll. Durch die Konzentration auf die Atmung und die Energiezentren kommen die Gedanken zur Ruhe. Mantren und Gebete sind fester Bestandteil der Praxis.

Wer nach einer ganz klar strukturierten Yoga-Praxis üben möchte und bereit ist, sich auch auf weltanschauliche Aspekte des Yoga einzulassen, kann im Sivananda seinen Platz finden. Hier findest du unsere Sivananda-Yoga-Videos!

6. Freude am Üben: Anusara Yoga

Kraftvolle Hatha-Variante, die 1997 von dem US-Amerikaner John Friend entwickelt wurde. Sie stützt sich - basierend auf der Tantra-Philosophie - auf eine lebensbejahende Philosophie, die das Gute in allen Menschen und Dingen sieht. Bei der Ausführung der Asanas steht zum einen die exakte Ausrichtung im Mittelpunkt - John Friend arbeitet viel mit modernen bio-mechanischen Prinzipien - zum anderen liegt der Fokus auf die Herzöffnung. Ideal für gesunde, bewegungsgeübte Anfänger und Fortgeschrittene.

Sieh dir unsere Anusara-Yoga-Videos und den neuen Anfänger-Kurs an!


Der Anusara-Yoga-Anfängerkurs
Lerne in 5 Wochen die Grundlagen des Anusara Yoga. Christina Lobe vermittelt dir in ihren Yoga-Videos die behutsame und korrekte Ausführung der Asanas.
JETZT ANMELDEN

7. Schweißtreibend im Fluss: Vinyasa Flow und Power Yoga

Hier werden klassische Asanas zu immer wieder neuen, kreativen Bewegungsabfolgen zusammengestellt, sodass sich ein anstrengender, fließender Übungsstil (Flow) entwickelt. Es wird mit einer intensiven Atemführung und mit Musik geübt. Ein wichtiges Ziel ist es, die eigene Kraft und Lebendigkeit zu erfahren.

Bereichernd für alle, die ein intensives, schweißtreibendes Üben suchen, bei dem man besonders gut abschalten kann. Hier kannst du in unseren Vinyasa-Flow- und Power-Yoga-Videos stöbern!

8. Beruhigende Praxis: Yin Yoga

Beim Yin Yoga kannst du so richtig entspannen. Die Asanas werden in der Praxis sehr lange gehalten, meistens zwei bis drei Minuten. So kann dein Körper sich so richtig in die Haltungen hinein entspannen, du kannst loslassen und so tiefe Entspannung erfahren. Yin Yoga dehnt besonders deine Faszien bzw. dein Bindegewebe. Ins Schwitzen kommst du bei diesem ruhigen Yogastil also eher nicht, die Dehnungen können aber durchaus intensiv sein. Im Gegensatz zum Hatha oder etwa Iyengar Yoga kommt es hier nicht auf eine exakte Ausführung der Asanas an, sondern darauf, dass es sich für dich gut anfühlt und du die Pose ohne Anstrengung halten kannst. 

Besonders für sehr aktive Typen, denen es schwerfällt, sich zu entspannen, kann dieser meditative Yogastil perfekt sein – auch wenn es zunächst herausfordernd ist. Hier findest du unsere Yin-Yoga-Videos.

In diesem Video erklärt die Yin-Yogalehrerin Wanda Badwal alles Wichtige über den Yogastil:

Fill 873 491 still wanda badwal interview yin yogaPlay

Du bist dir immer noch nicht sicher, welcher Yogastil zu dir passt? Dann mach doch unseren Yogastil-Test!

Diese Videos passen zum Thema
zurück nach oben