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Yoga zu Hause: 3 Tipps für Anfänger
Bildquelle: Istockphoto.com

3 Tipps für Anfänger: Yoga zu Hause

Von Kristin Rübesamen

Yoga ist eine Technik für Körper und Seele, die der Entschleunigung dient. Yoga ist deshalb so erfolgreich, weil wir Zeit brauchen, in der unser parasympathisches Nervensystem stimuliert wird. Als Teil des „vegetativen Nervensystems“ ist es dafür verantwortlich, dass Körper und Geist regenerieren können. Stellt euch einfach vor, ihr wäret ständig auf dem Sprung, stets in Panik, immer in Alarmbereitschaft! Yoga dagegen wirft die Gegenmaschinerie an im Körper an und stimuliert jene Prozesse, die unser Herz stärken, die Verdauung auf Trab bringen und den Geist beruhigen. Das ist viel einfacher als du denkst. Gerade Anfänger werden schnell merken, wie gut schon ein paar Minuten tun.

Und hier geben wir dir drei Tipps, wie du loslegen kannst:

1. Werde dir klar darüber, warum du zu Hause Yoga üben willst

Dazu stelle dir die folgenden Fragen (mehrere Antworten sind möglich):
Du fühlst dich schnell überfordert, schläfst schlecht und reagierst oft überreizt?
Du bist antriebslos, hast einen matten Teint und hast zu nichts Lust?
Du bist unkonzentriert, fahrig und fühlst dich nicht „geerdet“ (Yoga Slang für ängstlich und nervös)?
Du hast davon gehört, wie gut Yoga sein soll, traust dich aber nicht so recht in ein Studio und willst erst mal alleine probieren?
Du findest keinen Babysitter, hast verrückte Arbeitszeiten und möchtest in öffentlichen Räumen nicht die Schuhe ausziehen?
Du bist topfit, gesund und immer guter Laune und möchtest einfach nur irgendwann den Kopfstand machen?
Spaß beiseite: Du fühlst dich wirklich leer und vielleicht sogar traurig und deprimiert. Was du brauchst, ist Zeit, um dir darüber klar zu werden, worum es in deinem Leben gehen soll.
Was auch immer es ist: Werde dir klar, weshalb du Yoga versuchen willst. Denn je klarer deine Ansprüche an deine Yoga-Praxis sind, desto besser stehen die Chancen, dass du deine Ziele erreichst.


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2. Lege fest, wann und wo du Yoga üben willst

Vielleicht besitzt du einen lichtdurchfluteten Pavillon mit Fußbodenheizung, federndem Holzparkett und Blick aufs Meer. Dann gratulieren wir sehr herzlich. Alle anderen (uns eingeschlossen) tun gut daran, eine kleine Ecke in der Wohnung als Übungsecke zu deklarieren. Ein winziger „Marker”, ein Signal in Form eines Teelichts, ein paar Blümchen, einer Postkarte aus Rosenheim, egal, was es für dich ist und diese zwei Quadratmeter zu einem besonderen Raum macht, und fertig ist dein kleines Studio.

Nun lege fest, wann du üben wirst. Lüge dir nicht in die Tasche. Wenn du morgens in letzter Sekunde mit einer Coladose zum Bus rennst, übe lieber abends. Wenn du abends gerne zur Cocktailstunde mit Kollegen gehst, übe morgens. Es gibt gute Gründe für jeden Zeitpunkt am Tag und wir haben eine Menge Angebote für morgens und abends (und auch zwischendurch).

Yoga Video Interview: wie komme ich morgens auf die Yogamatte?YogaEasy-Video abspielen

3. Übe einfache Asanas

Bleibe eisern bei den Haltungen und Sequenzen, die du so üben kannst, dass sie dir Freude bereiten. Es sind nur drei Haltungen, in denen du gut atmen kannst? Dann machst du diese drei und lässt die anderen bleiben. Wiederholung ist völlig unterschätzt, gerade in einem hektischen Leben. Du wirst sehen, der Moment, in dem du dich sicher und gut fühlst, wird schneller kommen als du denkst, und dann, erst dann, ist der Zeitpunkt da, eine weitere Haltung oder Asana (wie wir sagen) in Angriff zu nehmen.

Beispiele für Basic-Haltungen sind Plank (auch „schiefe Ebene“ oder „Brettstellung” genannt), Katze-Kuh im Vierfüßlerstand, ein Ausfallschritt mit dem hinteren Knie am Boden und vor allem unsere geliebte Haltung des Kindes (Balasana). Der herabschauende Hund dagegen ist weniger einfach als gedacht. Warte ein bisschen, bis Arme und Beine kräftiger sind, bevor du damit anfängst.

In jedem Fall, ganz egal, was oder warum du übst, wirst du folgendes trainieren: Geduld, Kraft und die Fähigkeit, dich selbst zu akzeptieren, wie du bist. Nicht schlecht, oder?

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