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Bild: shutterstock.com

Fünf Mantras, die jeder Yogi kennen sollte

Von Christiane Eitle

Wörtlich übersetzt bedeutet Mantra: „das, was denjenigen beschützt, der es erhalten hat“. Traditionellerweise wird ein Mantra von einem Lehrer an einen Schüler gegeben. Wiederholt dieser „sein” Mantra und in sich seiner tiefen Bedeutung bewusst, kann die Wirkung von Mantra tief und erfüllend sein. 

Die magischen Worte wurden vor Jahrtausenden von tief meditierenden Rishis, den indischen Weisen, empfangen. Um Mantras zu singen oder zu rezitieren, muss man kein Sanskrit studiert haben. Das Nachdenken über die Bedeutung der Silben ist eigentlich nur zweitrangig, denn Mantras wirken nicht auf der „Denk-Ebene”. Um die energetischen Wirkungen der Mantras zu aktivieren, ist vor allen Dingen bewusste Hingabe wichtig. Durch die ständige Wiederholung in einem bestimmten Rhythmus enstehen Klang-Schwingungen, die auf die gesamte Atmosphäre wirken. Diese kraftspendenden und heilsamen Energien durchdringen unseren gesamten Körper, bis in unsere Seele, wo wir sie einfach nur erfahren dürfen. Es gibt viele verschiedene Mantras mit unterschiedlichen Wirkungen, sie machen uns sehr feinfühling für Empfindungen und eigenen sich hervorragend um Gedanken zu fokussieren und in meditative Zustände zu gelangen. Wie bei allem im Yoga gilt: Probieren geht über studieren!

1. OM ॐ

Om ist das bekannteste und wichtigste Mantra im Yoga und wird schon seit Jahrtausenden von Buddhisten und Hinduisten als Symbol für das Göttliche verwendet. Die heilige Silbe setzt sich aus den drei Buchstaben AUM zusammen und repräsentiert so die Dreieinigkeit universeller Prinzipe wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder die drei Hauptgötter im Hinduismus, Vishnu, Shiva und Brahma. Der Klang des Om beschreibt den Urklang des Universums und bewirkt eine harmonische Schwingung, die den Körper spürbar vom Bauch bis zum Scheitel durchdringt. In fast allen Yoga-Stilen wird das Om am Anfang und Ende der Yogastunde gesungen, um sich zu zentrieren und innere Ruhe und Harmonie herzustellen.


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2. Lokah Samastah Sukhino Bhavantu  

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu ist ein Mangala Mantra und Mantra für Frieden, Harmonie und Glück, das aus der jahrtausende alten Rig Veda stammt. Übersetzt bedeutet der Segensspruch so viel wie „ Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein “. Es soll uns daran erinnern, dass wir alle verbunden sind und selbst nur Glück erfahren können, wenn wir unser Herz öffnen und gegenüber anderen Menschen Wohlwollen und Liebe zeigen. Traditionell wird das Mantra zum Ende der Yogastunde rezitiert um positive Schwingungen und harmonische Energien für den Weltfrieden freizusetzen.

Gesungen von David Lurey: 

 

3. Ashtanga Yoga Mantra

Das Ashtanga Yoga Mantra ist eine Invokation bzw. Anrufung Gottes, die zu Beginn jeder Ashtanga-Yogastunde rezitiert wird, um sich voller Dankbarkeit an die jahrtausende alte Tradition zu erinnern. Vor allem gilt die Ehrerweisung dem indischen Gelehrten Patanjali, Verfasser des Yoga Sutra und ausschlaggebender Wegbereiter vieler Yoga Traditionen. Durch die Rezitation wird auch die Verehrung der großen Lehrer vergangener Generationen wie Pattabhi Jois und Krishnamacharya zum Ausdruck gebracht.

aum vande gurūṇāṁ caraṇāravinde
sandarśita svātma sukhāva bodhe
niḥ-śreyase jaṅgali-kāyamāne
saṁsāra hālāhala mohaśāṁtyai
ābāhu puruṣākāraṁ
śaṁkhacakrāsi dhāriṇam
sahasra śirasaṁ śvetaṁ
praṇamāmi patañjalim aum

om Ich verneige mich vor den Lotusfüßen der Lehrmeister,
die das freudvolle Wissen über das eigene Selbst enthüllen.
ein völliges Wohlergehen bringender Dschungel-Schamane.
Er heilt das schrecklichste Gift von Samsara.
Der Oberkörper von menschlicher Gestalt,
ein Muschelhorn (Urklang), einen Diskus (Unendlichkeit) 
und ein Schwert (Unterscheidungskraft) tragend,
1000 strahlende Köpfe habend,
vor Patanjali verneige ich mich. Om

(Übersetzung von Dr. Ronald Steiner)

Die tolle Interpretation "Shanti-Ashtangi" von Madonna: 

 

 

4. Anusara Invokation

Der Gründer des Anusara Yoga Stils John Friend hat nach eigenen Angaben das Mantra von der Meisterin Gurumayi Chidvilasananda empfangen. Es wird zu Beginn jeder Anusara-Yogastunde drei Mal rezitiert, um die göttliche Energie und den universellen Geist anzuerkennen.

Om Namah Shivaya Gurave
Saccidananda Murtaye
Nischprapanchaya Shantaya
Niralambaya Tejase

Ich verneige mich vor dem Licht, dem Guten in mir, dem Wahren Lehrer
Diese innere Essenz ist Wahrheit, Bewusstsein und Glück zugleich
Immer da und erfüllt von Frieden
Ist von Natur aus frei und strahlt in einem überirdischen Glanz - unfassbar.

Gesungen von Ty Burhoe: 

 

 

5. Kundalini Mantra: Long Time Sun

Jede Kundalini-Yogastunde endet mit dem englischsprachigen Mantra „Long Time Sun”. Ursprünglich stammt das Lied von der Incredible String Band, einer schottischen Hippie-Folk-Band der Sechziger und Siebziger Jahre. Als Yogi Bhajan, der Gründer des Kundalini Yogas, seinen Schülern beim Spielen des Lieds zuhörte, entwickelte sich bald eine weltweite Tradition, jede Stunde damit zu beenden. 

May The Long Time Sun Shine Upon You
And All Love Surround You
And The Pure Light Within You
Guide Your Way On

Lass die ewige Sonne auf dich scheinen
Liebe dich umhüllen
und das reine Licht in deinem Innern
dir den Weg weisen.

Von Snatam Kaur: 

 

 

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