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Die Chakren im Überblick: Sieben auf einen Streich

Von Petra Orzech

Jedes der sieben großen Chakren schwingt in einer Grundfarbe und steht mit bestimmten Organen und Körperbereichen in Verbindung. Die sieben Chakren entsprechen außerdem den sieben Hauptdrüsen des endokrinen Systems (unser Hormonsystem) und steuern spezifische Aspekte des menschlichen Verhaltens und der Entwicklung.

Die unteren Chakren, deren Energien langsamer schwingen, sind den Grundbedürfnissen und Emotionen des Menschen zugeordnet. Die feineren Energien der oberen Chakren entsprechen den höheren geistigen und spirituellen Fähigkeiten des Menschen.

WURZEL-CHAKRA

Sanskrit: Muladhara – Bedeutung: Mula = Wurzel, adhara = Stütze
Lage: Es befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule, dem Steißbein.
Farbe: Feuerrot
Element: Erde
Drüsen: Nebennieren
Sinn: Geruch
Wort: ich habe

Eigenschaften: Das erste Chakra steht für Lebenskraft, Verbundenheit mit der Erde (Standfestigkeit) und zu sich selbst (Selbstvertrauen). Unser Verhältnis zu materiellen Dingen ist hier verortet.

Körperlicher Bezug: Die festen Bestandteile des Körpers wie Knochen, Wirbelsäule, Zähne und Nägel – aber auch Blut, Beckenboden und Darm.

Störungen: Zeigen sich in Existenzängsten, Misstrauen, Antriebslosigkeit und Materialismus. Körperlich kommt es zu Darm- und Knochenerkrankungen, Gewichtsproblemen, Krampfadern sowie Blutdruckschwankungen.

Bei Aktivierung: Starke Lebensenergie, Selbstvertrauen, Erdverbundenheit (mit beiden Beinen auf dem Boden), Durchsetzungsvermögen und eine gute Verdauung sind der Lohn.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Viel Bewegung an der frischen Luft, Barfußgehen, rhythmische Musik mit Trommeln, rote Kleidung und Blumen.

Mit Yoga: Alles, was auf Füße, Knie, Beine, Becken und Kreuz-Steißbein-Bereich wirkt. Standhaltungen und Vorwärtsbeugen.
Beispiel: Paschimottanasana

Durch Ernährung: Eiweiß erdet. Fühlt man sich schwach und orientierungslos, kann eine Fleischmahlzeit helfen. Vegetarier greifen zu Tofu, Bohnen, Nüssen und Milchprodukten. Achtung: zu viel Fleisch kann träge machen.

Mit Düften: Nelke, Rosmarin, Ingwer, Vetiver, Zypresse, Zeder.

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SAKRAL-CHAKRA

Sanskrit: Svadhisthana – Bedeutung: Süße
Lage: etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel
Farbe: Orange
Element: Wasser
Drüsen: Eierstöcke, Hoden
Sinn: Geschmack
Wort: ich fühle

Eigenschaften: Im zweiten Chakra geht es um Kreativität, Beziehungen, Fortpflanzung, tiefe Freude, Lust und Genuss – einfach Loslassen und mit dem Leben fließen.

Körperlicher Bezug: Alle Körpersäfte werden von hier aus beeinflusst: Blut, Lymphe, Schweiß, Verdauungssäfte, Sperma und Urin, sowie die Tränen. Hormonelle Steuerung von Eierstöcken, Keimdrüsen und Hoden.

Störungen: Frigidität und Impotenz, aber auch Sexsüchte können Zeichen eines beeinträchtigten Sakralchakras sein. Körperlich zeigt sich die Störung als Fettsucht (alles be-halten wollen) oder Magersucht (nichts nehmen wollen). Auf emotionaler Ebene sind Einsamkeit, Neid, Eifersucht und Trauer Symptome.

Bei Aktivierung: Menschen mit aktivem zweiten Chakra können sich auf andere Menschen und Meinungen einlassen, haben ein vitales Sexualleben, sind begeisterungsfähig, kreativ und lebensbejahend.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Den Kontakt zu Wasser suchen: viel baden, schwimmen, reichlich trinken und am Meer spazieren gehen. Kreative Tätigkeiten wie Malen und orangefarbene Einrichtungsgegenstände wirken unterstützend.

Mit Yoga: Alle Asanas, die auf den Beckenraum und die untere Wirbelsäule wirken.
Beispiel: die Taube – Eka Pada Kapotasna

Durch Ernährung: Flüssigkeiten in Form von Wasser, Kräutertees und Säften unterstützen den Reinigungsprozess. Daher mindestens täglich zwei Liter trinken.

Mit Düften: Ylang-Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Pfeffer, Vanille, Bitterorange und Orange.

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SOLARPLEXUS-CHAKRA

Sanskrit: Manipura – Bedeutung: strahlender Juwel
Lage: Bauchnabel bis Solarplexus (Sonnengeflecht), etwa auf Höhe des Magens
Farbe: Gelb – goldgelb
Element: Feuer
Drüsen: Bauchspeicheldrüse, Nebennieren
Sinn: Sehen
Wort: ich kann

Eigenschaften: Das Solarplexus-Chakra ist der Sitz unserer Persönlichkeit. Von hier werden die bewussten Ziele und Veränderungen durch Gefühle und Bedürfnisse hervorgerufen. Das dritte Chakra wird als Energiereserve des Körpers angesehen und vom Feuer des Sonnengeflechts genährt.

Körperlicher Bezug: Es nährt Bauch(organe), Leber, Magen, Galle und vegetatives Nervensystem.

Störungen: Eine Blockade äußert sich einerseits in Minderwertigkeitsgefühlen und Kraftlosigkeit, anderseits in Aggressivität, Wutausbrüchen und Machtbesessenheit. Körperlich kann es sich in Form von Übergewicht und Diabetes Mellitus äußern.

Bei Aktivierung: Willenskraft, starke Nerven, Entscheidungen aus dem Bauch heraus, ein inneres Glücksgefühl entsteht sowie die Lust an der eigenen Macht (im positiven Sinne).

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Neben gelben Blumen helfen tiefe Bauchatmung, gefühlvolle Musik, Kerzenlicht, Kaminfeuer und kurze Sonnenbäder.

Mit Yoga: Drehübungen und Haltungen, die auf die Bauchorgane wirken.
Beispiel: der Drehsitz – Ardha Matsyendrasana

Durch Ernährung: Kohlenhydrate (Kartoffeln, Brot, Reis, Nudeln) dienen als Energienahrung. Am besten zu Vollkornprodukten greifen, da der Körper diese langsam aufnimmt. Zucker wirkt als Aufputschmittel und schädigt langfristig das dritte Chakra. Eine Sucht nach Süßem deutet auf ein Ungleichgewicht im Solarplexuschakra hin – die gleichzeitig auch die Ursache sein kann.

Mit Düften: Lavendel, Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel.

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HERZ-CHAKRA

Sanskrit: Anahata – Bedeutung: nicht angeschlagen, unbeschädigt
Lage: Herz
Farben: Grün und rosa
Element: Luft
Drüsen: Thymusdrüse
Sinn: Haptik
Wort: ich liebe

Eigenschaften: Hier sitzt das Zentrum der Liebe. Hingabe, Selbstlosigkeit, Mitgefühl, Toleranz und Heilung sind nur einige der zugewiesenen Eigenschaften. Das vierte Chakra nimmt auch die Schönheit in Natur und Kunst wahr.

Körperlicher Bezug: Versorgt Herz, Lunge und Kreislauf. Über die Thymusdrüse wird das Immunsystem gestärkt.

Störungen: Eine Blockade führt zu Lieb- und Gefühllosigkeit – auch Coolness. Diese innerliche Leere mündet häufig in Suchtverhalten, ob Alkohol, Geld oder Drogen. Körperlich äußern sich Störungen in Herzerkrankungen, Asthma und Allergien.

Bei Aktivierung: Mit entwickeltem vierten Chakra nimmt man die Menschen so, wie sie sind – man liebt einfach und kann mit viel Herzenswärme Verantwortung für andere übernehmen.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Grüne und rosa Kleidung tragen, oft in der grünen Natur aufhalten, Selbst-Verwöhnugsprogramme machen, sich aber auch um andere Lebewesen kümmern.

Mit Yoga: Rückbeugen und Übungen für das Herzkreislaufsystem.
Beispiel: Sonnengruß oder Kobra – Bhujangasana

Durch Ernährung: Man sagt, im Gemüse stecken sowohl die Lebensenergie der Sonne (Feuer) als auch das Beste aus Erde, Luft und Wasser. Da das Herzchakra die Farbe Grün hat, helfen reichlich Spinat, Erbsen, Gurke und Salat.

Mit Düften: Rose, Jasmin, Estragon, Kardamom.

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HALS- ODER KEHLKOPF-CHAKRA

Sanskrit: Vishuddha – Bedeutung: Reinigung
Lage: Hals / Kehlkopf
Farbe: Hellblau
Element: Klang
Drüsen: Schilddrüse, Nebenschilddrüsen
Sinn: Gehör
Wort: ich spreche

Eigenschaften: Das Vishuddha wird als Chakra der Kommunikation bezeichnet und gilt als Sitz der Wahrheit. Dazu drückt es unsere Gedanken und Gefühle aus, hilft bei der Wahrnehmung der inneren Stimme und ist das Tor zu höheren Bewusstseinsebenen.

Körperlicher Bezug: Es besteht eine Verbindung zum Rückenmark, zur Schilddrüse und zur oberen Lunge, zu Bronchien und Speiseröhre. Das Chakra lädt auch die Stimmbänder energetisch auf.

Störungen: Schwierigkeiten, Ideen, Meinungen und Vorstellungen in Worte zu fassen. Sprachlosigkeit, Schüchternheit und Angst, aus sich herauszugehen. Mandelentzündungen, Heiserkeit und Probleme mit der Schilddrüse sind mögliche Folgen.

Bei Aktivierung: Starke Kommunikationsfähigkeit – nicht in Form von oberflächlichem Schwätzen, sondern als Fähigkeit, sich anderen verständlich zu machen und Worten bewusst zu wählen (Wahrhaftigkeit). Ebenso eine schöne Stimme und Musikalität.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Regelmäßiges Singen und Schreiben, Musik hören. Die Farbe hellblau ins Leben integrieren.

Mit Yoga: Rückbeugen und Umkehrhaltungen.
Beispiel: Schulterstand – Sarvangasana

Durch Ernährung: Reifes Obst enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und natürlichen Fruchtzucker. Es passiert von allen festen Nahrungsmitteln am schnellsten das Verdauungssystem und verursacht dem Körper wenig Arbeit, so dass viel Energie in die oberen Chakren aufsteigen kann.

Mit Düften: Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Minze, Manuka

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STIRN-CHAKRA – DRITTES AUGE

Sanskrit: Ajna – Bedeutung: wahrnehmen, befehlen
Lage: Kopfmitte, zwischen den Augenbrauen
Farbe: Indigoblau
Element: Licht
Drüsen: Hypophyse
Sinn: Sehen, Intuition
Wort: ich sehe

Eigenschaften: Das dritte Auge gilt als Ort der Intuition und ist Sitz des Geistes und Verstandes. Dem Chakra werden die Visualisierungskraft zugeschrieben sowie und außersinnliche Wahrnehmung, Intuition, Einsicht, Entwicklung der inneren Sinne, Geisteskraft.

Körperlicher Bezug: Das Gesicht mit Augen, Nase und Ohren plus Kleinhirn.

Störungen: Ist das dritte Auge blockiert, machen sich oft Sorgen, Ängste, Alpträume und Stress breit – man ist nicht in der Lage, für die Zukunft zu planen. Folge: Kopfschmerzen, Ohrensausen und Stimmungstiefs.

Bei Aktivierung: Gutes Gedächtnis, viel Fantasie, geistige Klarheit und intuitives Wissen. Entwicklung des sogenannten sechsten Sinns.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Träume aufschreiben, zur Abwechslung Märchen und Fabeln lesen. Statt schwarz mal komplett in blauer Kleidung aus dem Haus gehen.

Mit Yoga: Augenübungen und Meditation auf das dritte Auge.

Mit Ernährung: Für dieses und auch für das siebte Chakra lassen sich nicht wirklich Ernährungsempfehlungen aussprechen, da sie nicht mit körperlichen, sondern mit geistigen Zuständen zu tun haben. So entspricht das Fasten den beiden oberen Chakren am ehesten.

Mit Düften: Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum.

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KRONEN-CHAKRA

Sanskrit: Sahasrara – Bedeutung: tausendblättrig, tausendfach
Lage: höchster Punkt des Kopfes
Farbe: Violett bis weiß
Element: Denken
Drüsen: Epiphyse (Zwirbeldrüse des Gehirns)
Sinn: Einfühlung
Wort: wissen

Eigenschaften: Es ist das Tor zum Universum und das Chakra des höchsten Wissens: Gottvertrauen, Spiritualität, Freiheit, Vollendung und – nicht zu vergessen – die Demut vor dem universellem Größeren.

Körperlicher Bezug: Bis auf die Zwirbeldrüse ist es keinem einzelnen Organ zugeordnet, sondern hat eine schützende Wirkung auf den ganzen Körper. Das Chakra hat großen Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Störungen: Innere Leere, Unzufriedenheit und geistige Erschöpfung als Vorboten einer Lebenskrise, Mangelgefühle. Körperlich äußert sich eine Blockade durch eine Immunschwäche sowie in Ein- und Durchschlafstörungen.

Bei Aktivierung: Selbstverwirklichung, spirituelles Verständnis. Tiefer innerer Frieden – im Einklang mit sich und der Welt. Heilsein bis hin zur Erleuchtung.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Weite Ausblicke suchen, etwa auf einem Berg steigen und sich verneigen: vor dem Selbst und vor anderen Lebewesen.

Mit Yoga: Singen des Mantras „Om“, dem kosmischen Klang.

Durch Ernährung: Fasten – siehe 6. Chakra.

Mit Düften: Weihrauch, Rosenholz, Neroli.

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