Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
Large header gesundheitscheck fuer yoga anfaenger
Bildquelle: Shutterstock.com

Gesundheitscheck für Yoga-Anfänger

Von Anna Trökes

1. Grundsätzlich gilt:
Wer wegen schwerer körperlicher oder psychischer Erkrankungen (Bandscheibenvorfall, Bluthochdruck, Schizophrenie, Depression etc.) in Behandlung ist oder unter einer chronischen Krankheit leidet bzw. starke Medikamente einnehmen muss, sollte zunächst mit seinem Arzt abklären, inwieweit Yoga für ihn gut ist. Sollte Dein Arzt Informationen über Yoga brauchen, kann er sich gerne an YogaEasy.de wenden unter support@yogaeasy.de.

2. Rücken:
Viele Menschen fangen Yoga an, weil sie Rückenbeschwerden haben. Grundsätzlich ist das eine sehr gute Idee – Yoga bekämpft nämlich eine Vielzahl der Ursachen von Rückenschmerzen! Allerdings ist bei ernsten Problemen wie einem Bandscheibenvorfall oder nach einem Unfall Vorsicht geboten. Bitte sprich mit Deinem Arzt ab, welche Übungen Dir gut tun und welche Du vermeiden solltest. Zusätzlich solltest Du unseren Artikel über Rückenschonendes Yoga lesen.

3. Gelenke:
Ähnliches gilt für Knieprobleme. Grundsätzlich verbessert Yoga die Beweglichkeit aller Gelenke und verhindert durch die Stärkung der umliegenden Muskulatur Verletzungen. Gerade bei Anfängern besteht aber die Gefahr, dass durch einen erzwungenen Lotussitz und unkontrollierte Sprünge, wie sie etwa im Ashtanga Yoga vorkommen, die Knie zu Schaden kommen können. Bei bestehenden Problemen hilft ein klärendes Gespräch mit dem Arzt. Außerdem solltest Du unseren Artikel über Kniefreundliches Yoga lesen.

4. Umkehrhaltungen:
Bei Augenerkrankungen wie dem Glaukom ("Grüner Star") oder nach einer Netzhautablösung sollten "Umkehrhaltungen" (Übungen, bei denen das Herz über dem Kopf positioniert ist, z.B. Handstand, Kopfstand, Schulterstand, eventuell aber auch schon der nach unten schauende Hund etc.) vermieden werden, weil sie den Augeninnendruck erhöhen. Im Zweifelsfall bitte mit dem Augenarzt abklären! Einige Yoga-Richtungen sind übrigens der Meinung, dass Frauen während der Menstruation keine Umkehrhaltungen machen sollten. Hintergrund: Während es im Yoga Ziel ist, den Energiefluss umzudrehen und Energie nach oben zu bewegen, fließt die Energie während der Menstruation nach unten. Ein natürliches Gesetz, das, folgt man den alten Yogaschriften, respektiert werden sollte. Schulmedizinisch spricht allerdings nichts dagegen, so dass diese Entscheidung jeder Frau selbst überlassen bleibt.

5. Kopf- und Schulterstand:
Sind für Menschen mit Halswirbelsäulenproblemen verboten – Anfänger belasten aufgrund fehlender Balance und Kraft bei diesen "Asanas" (Yoga-Positionen) Hals und Nacken oftmals falsch.

6. Schulterstand:
Der Schulterstand reguliert dien Hormonhaushalt der Schilddrüse und regt die Produktion bestimmter Hormone an, so dass er eine optimale Position für Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion ist – bei krankhaft vergrößerter Schilddrüse sollte allerdings die Meinung eines erfahrenes Mediziners eingeholt werden.

7. Herz- und Blutkreislauf:
Bei bestehendem Bluthochdruck, Herzbeschwerden und Stoffwechselstörungen sollte zunächst ein Arzt konsultiert werden. Während es bereits viele Studien darüber gibt, die den positiven Einfluss von Yoga auf Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen belegen, und sanftes Yoga medikamentöse Behandlungen nicht nur unterstützen, sondern sogar ersetzen kann: die endgültige Entscheidung darüber, ob Yoga gut für Dich ist, solltest Du allerdings mit dem Mediziner Deines Vertrauens treffen.

8. Baby?
Und zuletzt eine Frage nur an "Yoginis" (weibliche Yoga-Fans): Könntest Du schwanger sein? Dann lies bitte unseren Artikel zum Thema Yoga in der Schwangerschaft!

Und hier noch ein paar allgemeine Hinweise:
Wann sollte ich eine Übungsstunde mit YogaEasy.de abbrechen oder mit den Yogaübungen aufhören? Wann ist Vorsicht geboten?

  • Wenn Du weißt, dass Du eigentlich keine Zeit hast, einen Anruf erwartest oder klar ist, dass Du gestört werden wirst: Du riskierst, dass oberflächlich und hastig üben wirst und erhöhst damit Deine Verletzungsgefahr. •
  • Wenn Du krank bist, also eine Erkältung, Grippe oder Entzündung hast: Nach einer schweren Erkrankung schone Dich ausreichend lange – besonders nach der Einnahme von Antibiotika.
  • Wenn Du Dich »irgendwie« krank fühlst, da manche Übungen eine beginnende Erkrankung noch verstärken können, z.B. Entzündungen, migräneartige Kopfschmerzen oder Nervenreizungen.
  • Übe keine Haltungen und Bewegungsabläufe bei akuten Erkrankungen im Bewegungsapparat wie Hexenschuss, Bandscheibenprobleme, Ischias und sonstige starke Schmerzen. In diesen Fällen braucht Dein Körper zuerst Ruhe und Schmerzmittel. Sobald die Schmerzen etwas abgeklungen sind, mach gleich wieder kleine Bewegungen, die Dir wohl tun.

Anna Trökes/Katharina Klofat-Goßmann