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Bildquelle: Istockphoto.com

7 Tipps: Wie du es schaffst, täglich Yoga zu üben

Von Katharina Goßmann

Die strengen Ashtanga-Yogis setzen höchstens mal bei Vollmond aus, im Sivananda Ashram gelten alle als Loser, die ihre Matte erst um 7 Uhr (aber selbstverständlich täglich) ausrollen, und sogar Anna Trökes, die für ihre sanfte Heransgehensweise bekannt ist, rät, lieber täglich 15 Minuten zu üben als einmal pro Woche bis zur Erschöpfung. Und du gibst dir zur Feier des Tages ein Eis aus, wenn du es alle zwei Wochen ins Yoga-Studio schaffst...

Aber das wird jetzt anders: Wir haben 7 Tipps für dich, die dich dabei unterstützen werden, ab heute täglich Yoga zu üben!

1. Was willst du wirklich?

Wenn du ab heute täglich Yoga übst, wirst du sehr schnell und sehr deutlich die Wirkung deiner konsequenten Praxis sehen. Die Frage ist nur: Welche Wirkung strebst du eigentlich an? Geht es dir darum, (wenigstens erst mal) die Rückenschmerzen loszuwerden? Dein Stresslevel zu senken? Um einen knackigen, fitten Körper?

Denn nur wenn du genau weißt, warum du täglich Yoga üben willst, wirst du dein Vorhaben umsetzen können. Gehe also in dich und finde heraus, welche Motivation hinter deinem Wunsch täglich Yoga zu üben steht. Sobald du ganz klar vor Augen hast, warum du unbedingt täglich Yoga üben möchtest, schreib' es auf! Versuche so klar und kurz wie möglich den Kern deiner Motivation in Worten festzuhalten, am besten in einem Satz. Diesen Satz stickst du dann bitte auf ein hübsches Tüchlein, rahmst es und hängst es in deine Yoga-Ecke (s. Punkt 3). Oder so was in die Richtung.

2. Feste Zeit

Wenn du ab morgen täglich Yoga üben möchtest, musst du in deinem Alltag eine feste Zeitspanne dafür einplanen. Und zwar eine, die nicht jeden zweiten Tag durch Kino-Pläne oder einen verspäteten Bus aufgefressen wird. Traditionell haben sich die Morgenstunden als optimal erwiesen. Während der Rest der Welt (d.h. die Kinder) noch schläft bzw. gerade aufwacht, während der Verkehrslärm nur aus einzelnen Frühaufstehern besteht, hast du die Ruhe, auf deine Matte zu treten und dir genau das zu geben, was du brauchst, um optimal in den Tag zu starten.

Wenn du so gar nicht als Morgenmensch geboren wurdest, musst du versuchen abends eine Zeit zu finden, die dir (wenigstens so gut wie täglich) ganz alleine gehört. Vielleicht nachdem die Kinder im Bett sind, aber vor der Tagesschau? Oder direkt vor dem Ins-Bett-gehen? Wenn du abends übst, solltest du deine Praxis natürlich entsprechend anpassen und Haltungen wählen, die dem Einschlafen förderlich sind: Lang gehaltene Vorbeugen eignen sich, sinnvoll ist auch, mehr Fokus auf Meditationen und Shavasana zu legen. 

Wie lang diese Zeitspanne sein soll, entscheidest du. 15 Minuten reichen aber für den Anfang völlig aus, und länger als eine halbe Stunde sollte es wirklich nicht sein. Denn jetzt geht es erst einmal darum, eine tägliche Übungspraxis in deinem Leben zu etablieren.

Tipp: Stelle dir doch anfangs deinen Handywecker oder eine Erinnerung ein!

3. Fester Ort

Wenn du täglich üben willst, solltest du es dir so einfach wie möglich machen. Wenn du also jeden Tag erst mal die schwere Kommode zur Seite schieben musst, um Platz für deine Yoga-Matte zu machen (die du aus dem Keller holen musst), ist das nicht förderlich. Am besten richtest du also noch heute eine Yoga-Ecke in deinem Heim ein – die so schön dekoriert ist, dass du nichts lieber möchtest, als sofort auf deine Matte zu springen!


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4. Notfallplan

So, jetzt hast du also eine fixe Zeit und einen festen Ort, hast es auch schon drei Tage hintereinander auf die Matte geschafft – und dann wird deine Mutter krank, du musst sie pflegen, und dein Alltag samt Yoga-Slot läuft völlig aus dem Ruder. Na gut, dann setzt du halt kurz mal aus, ist ja nicht so schlimm, oder? STOP! Gerade in belastenden, anstrengenden Situationen, gerade, wenn der Alltag nicht glatt läuft, brauchst du Yoga.

Deshalb bereitest du am besten für solche Situationen einen Notfallplan vor. Der könnte so aussehen: Egal, ob ich heute mit vier Zwischenstopps nach Thailand fliege oder eine dicke Erkältung habe, ich meditiere 5 Minuten sitzend (in der Flughafen-Kapelle oder im Bett) und mache dann fünf sehr achtsame, langsame Sonnengrüße mit Fokus auf eine tiefe, ruhige Atmung (notfalls im Flugzeug). Oder: Egal, ob mein Ex-Freund heute heiratet oder mir gekündigt wird, ich mache noch ein paar Aufwärmübungen, eine Drehhaltung, eine Rückbeuge, eine Vorbeuge und eine Entspannungsübung.

5. (Minimal-)Programm festlegen

Wenn du erst mal in deine Home practice reingewachsen bist (oder wenn du schon sehr lange Yoga übst oder Yogalehrer bist), wirst du jeden Tag auf deine aktuellen Bedürfnisse abgestimmt üben können. Falls du aber noch kein erfahrener Yogi bist, der mal eben spontan eine runde Yoga-Praxis zusammenstellen kann, ist es sinnvoll, erst mal ein Programm für dich festzulegen. Das kannst du so individuell gestalten, wie du möchtest. Wenn du unsicher bist, ob du selbst ein rundes Programm für dich zusammenstellen kannst, frage doch deinen Yogalehrer, ob er ein passendes Programm für dich entwickeln kann. Oder du nutzt einfach dein Lieblings-YogaEasy-Video!

6. „Ruhetag“

Wir alle haben Tage, an denen wir so ausgelaugt sind, dass – wenigstens gefühlt – gar nichts mehr geht. Vielleicht weißt du sogar, dass du etwa am Freitagabend fast immer in eine Art Wachkoma verfällst (so eine moderne Arbeitswoche ist nichts für Schwächlinge!). Bevor du dir jetzt eine Pizza bestellst und sinnlos auf Netflix rumklickst, nenne solche Tage doch Ruhetage – und dann gönne dir auch (yogische) Ruhe. Yoga Nidra eignet sich perfekt, angeleitete Meditationen ebenfalls. Oder vielleicht willst du einfach nur deine Lieblings-Klangschalen-CD auflegen und ausführlich Shavasana genießen? Verabschiede dich von der Idee, dass Yoga nur dann effektiv ist, wenn du aktiv etwas tust. Entspannung ist ein grundlegender und äußerst wirkungsvoller Bestandteil von Yoga. Nur, wenn du dich bei Bedarf aktiv entspannst, kannst du in der restlichen Zeit energetisch aus den Vollen schöpfen.

7. Der stete Tropfen höhlt den Stein

Wenn du in der ersten Woche so unglaublich begeistert bist von deiner täglichen Yoga-Praxis, dass du es übertreibst und deshalb a) in der zweiten Woche zum Orthopäden musst oder b) vor Muskelkater nicht mehr aufstehen kannst, ist nichts gewonnen. Halte dir immer vor Augen, dass du mit einer sanften, achtsamen, energieschonenden TÄGLICHEN Praxis unendlich viel mehr erreichen kannst, als wenn du über kurze Strecken mit viel Energieeinsatz übst. Sei ganz unaufgeregt in deiner Praxis und betrachte sie einfach als eine Art Zähneputzen: nämlich als einen essenziellen Baustein deiner täglichen Selbstfürsorge.

 

So, und jetzt an die Tat: Bereite alles vor, damit du morgen mit dem Rest deines Yogi-Lebens anfangen kannst!