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Bild: iStockphoto.com

Warm-up für Yogis!

Von Anna Trökes

Die meisten Asanas (Yogaübungen) sind – auch wenn sie manchmal nicht danach aussehen – sehr komplex. Sie stellen hohe Anforderungen an unsere Eigenwahrnehmung, unsere Koordinationsfähigkeit und teilweise auch an unseren Gleichgewichtssinn.

Unsere heutige Arbeitswelt bedingt in der Regel, dass wir uns unserem Körper immer wieder über viele Stunden hinweg entfremden. Aus diesem Grund sind wir vielfach nicht in der Lage, gleich mit einem komplexen Üben zu beginnen. Wir brauchen Vorbereitung. Da, wo wir eng geworden sind, z. B. durch lange Phasen der Konzentration, brauchen wir wieder Weite. Wo wir uns verspannt haben, z. B. durch Stunden vor dem Computer, müssen wir unsere Muskulatur unterstützen, überflüssige Spannung zu lösen.

Für viele Asanas müssen wir den Körper vorher erwärmen und die Durchblutung anregen, um sie korrekt ausüben zu können und uns nicht zu überdehnen. Gerade die starken Dehnungen in den Vorbeugen oder Standhaltungen brauchen viel Weichheit und Durchlässigkeit in allen Geweben (Muskeln, Sehnen, Bändern und anderen Bindegeweben), die sonst einfach nur Halt geben.

Wir brauchen im modernen Yoga erwärmende und hinführende Übungen, damit wir uns nicht verletzen. In gutem Yogaunterricht nimmt diese Vorbereitung einen bedeutenden Teil der Übungspraxis ein, denn es ist der Teil der Yogastunde, in der wir die Einschränkungen, die uns der Alltag auferlegt, immer wieder zu kompensieren versuchen. Sollten wir gleich komplex und dazu noch korrekt üben, würden wir nur weiterhin dem Anforderungsprofil des Alltags folgen. Unsere Yogapraxis würde dann keinen Beitrag dazu leisten können, dass wir uns regenerieren und Fehlhaltungen kompensieren.

Nimm dir deswegen immer ausreichend Zeit für die vorbereitenden Übungen und achte auf einen guten Stundenaufbau, der dich Schritt für Schritt in eine komplexe Haltung hinein leitet.

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