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Sivananda Yoga: Alles über den Yogastil
Bild: iStockphoto.com

Yogastil-Lexikon: Alles über Sivananda Yoga

Von Katharina Goßmann

Sivananda Yoga: Ganzheitliches Yoga aus Indien

Sivananda Yoga vereint die Lehren des Hatha YogaRaja YogaJnana Yoga, Karma-Yoga und Bhakti Yoga. Im Gegensatz zu vielen modernen Yoga-Stilen bestehen Sivananda Yoga-Stunden neben Asanas daher immer aus Meditation, Mantren, Atemübungen und einer besonders gründlichen Schlussentspannung. Manche westliche Yogis sind deshalb bei ihrer ersten Sivananda-Stunde irritiert, finden es zu esoterisch oder spirituell. Andere dagegen schätzen den ganzheitlichen Ansatz der Tradition. 


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Sivananda Yoga ruht auf folgenden fünf Grundpfeilern:

  • Asanas (Yogahaltungen): Die Asanas werden meist in Form der traditionellen „Rishikesh-Reihe“ unterrichtet (bzw. in Variationen, je nach Fortgeschrittenheit der Schüler).
  • Pranayama (Atemübungen)
  • Tiefenentspannung
  • Meditation (mit oder ohne Mantren)
  • „sattvige“ Ernährung. Mit „sattvig“ ist „reines“ Essen gemeint, also vegetarische, frische, vollwertige, unbehandelte Naturprodukte. Wer die Chance bekommt, in einem Sivananda Ashram zu essen, sollte das unbedingt tun: das Essen dort ist ungemein lecker!

Der Gründer des Sivananda Yoga

Sivananda Yoga ist nach dem Begründer Swami Sivananda Saraswati  (8. September 1887 bis 14. Juli 1963) benannt. Sivananda war Sohn einer Brahmanenfamilie und arbeitete jahrelang als Arzt, traf aber nach einer Pilgerreise in Rishikesh auf seinen Guru Swami Vishwananda Saraswati. Schon gut zehn Jahre (1936) später gründete er seinen ersten Ashram in Rishikesh. In den folgenden dreißig Jahren prägte er etliche große Yogis – zu seinen Schülern zählen Swami Krishnananda, Swami Chidananda, Swami Omkarananda und Swami Satyananda. Swami Sivananda schrieb mehr als 200 Bücher. 

Die Geschichte des Sivananda Yoga

Einer von Sivanandas engagiertesten Schülern war Swami Vishnudevananda. Vishnudevananda war ein geschäftstüchtiger und ziemlich temperamentvoller Yogi, der täglich stundenlang Pranayama praktizierte, während er um die Welt jettete und die Verbreitung von Yoga – vor allem im Westen – voranbrachte. Swami Vishnudevananda hatte übrigens als Erster die Idee, vierwöchige Intensiv-YogalehrerInnen-Ausbildungen anzubieten. Heute ist dieser Art der Ausbildung wohl die beliebteste.

Vor über 50 Jahren gründete Vishnudevananda die Sivananda Yoga Vedanta Organisation. Heute ist die Organisation ein weltweites Netzwerk von Ashrams und Zentren, das sich der Verbreitung von Yoga und der Ausbildung  von Sivananda-Yoga-Lehrern widmet. Die Organisation ist gemeinnützig: Das Geld, das durch die Ausbildungen etc. verdient wird, wird wieder in die Organisation gesteckt. Möglich wird das durch den engagierten Einsatz von (quasi) ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die vielfältigen Angebote in den Ashrams und Zentren erst ermöglichen.

Sukadev Bretz, der Gründer des in Deutschland sehr aktiven Yoga Vidya e.V., war übrigens ein enger Mitarbeiter von Swami Vishnudevananda. Später gründete er Yoga Vidya, das eine leicht abgewandelte Form des Sivananda Yoga lehrt. 

Besonderheiten im Sivananda Yoga

Sivananda Yoga funktioniert nach dem Gurukula-System: Die Schüler lernen durch das „Zusammenleben” mit ihrem Guru alles, was sie wissen müssen. Konkret bedeutet das, dass Sivananda Yoga über das Leben im Sivananda-Ashram vermittelt wird. Angehende Sivananda-Yoga-Lehrer verbringen mehrere Wochen, manchmal auch Monate oder Jahre, im Ashram. Dort leben sie von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends das Ashram-Leben mit Pranayama, Asanas, Meditation und sattviges Essen. Das erlaubt in Kombination mit Theoriestunden, Karma Yoga (dem unbezahlten Dienst im Ashram: Kochen, Putzen etc.), Reinigungsritualen, Satsang und vielem mehr ein intensives Eintauchen in die Essenz des Sivananda Yoga. 

Wer sich Sivananda-YogaLehrer nennt, darf dann auch nur das weitergeben, was er gelernt hat. So gibt es im Sivananda Yoga eine einheitliche Linie und klare Regeln, die vielen anderen, meist modernen Yogastilen fehlt.

Sivananda Yoga bei YogaEasy

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, sieh dir doch unser „Sivananda Yoga für Anfänger”-Video von Daniela „Dhanya” Meggers an:

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Die Sivananda-Farben: Weiß-gelbe Einheit

Zuletzt klären wir nun noch das Mysterium der weiß-gelben Outfits der Sivananda-Yogis:

  • Das Weiß steht für das Einssein mit der Quelle, mit dem wahren Selbst (im Yoga auch „Atman“ genannt). 
  • Gelb ist die Farbe des offenen und lernbegierigen Einssein von Körper-Geist-Seele.
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