Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

Starter-Angebot: 2 Monate Yoga üben - 1 Monat zahlen

Large yoga mantra heilung
Shutterstock

Alles über Mantras: Das magische Wort

Von Anna Trökes

Mantras gibt es schon so lange, wie Menschen ahnen, dass Worte und Klänge starke Wirkungen auf unseren Geist und unsere Seele haben. In Indien wurde über etwa 3.500 Jahre ein reichhaltiges, tiefgründiges Wissen darüber angesammelt, die Wissenschaft der Mantras. Auf dem riesigen Subkontinent entwickelten sich die Mantras innerhalb der unterschiedlichen Traditionen des Hinduis­mus und Buddhismus. Als sich die beiden Glaubenssysteme schließlich in ganz Asien ausbreiteten und viele spezielle Ausformungen annahmen, entstand eine entsprechend große Vielfalt an Mantraformen und -melodien, sodass jeder Mensch die Mantras finden konnte, die ihn auf seinem spirituellen Weg beson­ders ansprachen. In Indien entfalteten sich mehrere Mantrawege parallel, von denen wir hier die beiden bedeutsamsten vorstellen werden: den hinduistischen Weg des Mantra-Yoga und den buddhistischen Weg des Mantrayana.

Im Yoga wie in der buddhistischen Praxis haben die Mantras die Funktion, den Geist zu sammeln, das Herz der Übenden zu öffnen und die innere Balance zu fördern. Das sind Wirkungen, die wir uns heute im Westen ebenfalls wünschen. Deshalb erfreuen sich Mantras auch zunehmend großer Beliebtheit in Yogakursen und buddhistischen Retreats.

Die Mantras sind bis heute in ihren spirituellen und kulturellen Zusammenhang eingebunden. Manche Mantras sind nur in der einen Tradition verbreitet, andere finden wir sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus, zum Beispiel das Mantra OM. Über die Jahrhunderte hinweg haben sich die Schreibweise und die Aussprache verschieden ausgeformt, bei einigen Mantras hat sich sogar die inhaltliche Ausrichtung gewandelt. Alle jedoch sind nur innerhalb ihrer jeweili­gen Tradition wirklich zu verstehen, und nur mit dem entsprechenden Ver­ständnis können wir sie in sinnvoller Weise anwenden. Sonst werden sie schnell zu „spirituellen Schlagern“, die wir vor uns hin trällern, ohne ihre heilende Wirkung zu erfahren. Deshalb stellen wir dir die hinduistischen und buddhistischen Mantras gesondert und in ihrer jeweils eigenen uralten, gewachsenen Tradition vor. Dazu geben wir dir Anregungen, wie du sie in deinem Leben hier und heute einsetzen kannst.

Fill 873 491 petros meditation 0006 m1 t6Play

Mantras: Werkzeuge für den Geist

Der Begriff Mantra setzt sich zusammen aus man von manas („Geist, Verstand“) und tra („Werkzeug für“). Ein Mantra ist demnach ein „Werkzeug für den Geist“, was heißen soll: Es ist eine praktische Methode, um den Geist zu sammeln, zu stabilisieren und ihn zu beruhigen. Dass Klang – vor allem, wenn er ständig wiederholt wird – in dieser Weise auf unseren Geist wirkt und ihm hilft, sein ewiges inneres Geschwätz versiegen zu lassen, ist eine sehr alte Erfahrung und zieht sich als Thema durch fast alle spirituellen Erkenntniswege. Noch ein anderer Gedanke der indischen Kultur ist wichtig, um die Bedeutung des Wortes Mantra ganz zu verstehen. Bereits in den frühesten Texten Indiens wird darauf hingewiesen, dass nur jenes für uns Menschen eine Bedeutung bekommt, was wir mit einem Begriff bezeichnen können. Die Inder sagen, dass wir mittels nama, dem Benennen, überhaupt erst unsere Welt erschaffen – das heißt, dass jede Bezeichnung und damit jedes Wort Ausdruck einer bestimmten Vorstellung und Weltsicht ist. Demnach stellen wir also mit unseren Worten die ganze Welt unserer Erfahrungen dar, aber auch die Art und Weise, wie wir mit unseren Erfahrungen umgehen.

In diesen Konzepten gründet die Vorstellung, dass jedem Wort eine große Kraft (shakti) innewohnt. Wenn wir die Worte bewusst und angemessen zu nutzen wissen, können wir uns mittels ihrer Bedeutung, aber auch mittels ihrer Schwingung genau die Welt erschaffen, in der wir uns wohlfühlen und die es uns erlaubt, uns zu entfalten und uns als Teil eines großen Ganzen zu verstehen.


Das große Mantra-Programm
Du möchtest alles über Mantras erfahren und dich mit der Schwingung des Klangs in Balance bringen? Dann mach' mit beim viertägigen Mantra-Programm von Anna Trökes und lerne die wichtigsten Mantras aus Hinduismus & Buddhismus kennen.

Mantras als Brücke zu den Göttern

Eine Übungspraxis mit Mantras wird bereits in den ältesten Yogatexten, den Veden und den Upanishaden beschrieben. In den Veden wird den Mantras die Wirkkraft zugeschrieben, mit der Schwingung der Götter in Ver­bindung zu treten – zum Beispiel mit Surya, dem Gott der Sonne und des Lichts. In dieser Frühzeit des Yoga vor etwa 3.000 Jahren dienten die Mantras noch als eine Brücke zwischen der Welt der Götter und der Welt der Menschen. Damit die „Verbindung klappt“, galt es als außerordentlich wichtig, dass die Übenden genau in den Gebrauch eines Mantras initiiert wurden. Man nahm an, dass nur die richtige Aussprache und die richtige Melodie den Kontakt zum Göttlichen ermöglichten, sodass der Gott sich dem Menschen offenbaren konnte.

In den Upanishaden (ab etwa 800 v. Chr.) wurde der Gebrauch von Mantras eher eine innere Angelegenheit. Mantras, vor allem auch das OM sollten den Menschen helfen, sich ganz zu verinnerlichen. Zu dieser Zeit wur­den Mantras vor allem dazu benutzt, den Geist zu beruhigen und durch die Art des Klangs bestimmte Bewusstseinszustände einzuleiten und zu etablieren.

Eines der bekanntesten Mantras der upanishadischen Zeit ist „so ham“. Das Mantra wird mit dem Atem verbunden und erinnert den übenden ständig an einen der Kernsätze des indischen Wissens: „Du bist das (Eine). Du warst und bist nie getrennt vom großen Ganzen!“

Das Mantra Om

Der immer wieder auftauchende Hinweis, dass man über das OM meditieren soll, macht deutlich, dass es nicht darum geht, die ganze Zeit das OM zu tönen. Es wird lediglich benutzt, um den Geist zuerst still und dann frei werden zu las­sen. „Ebenso wie eine Spinne an ihrem Faden aufsteigt und in den freien Raum gelangt, ebenso steigt der Meditierende mit der Silbe OM auf und erlangt die vollkommene Freiheit“, heißt es in der Maitri Upanishad (VI,22), denn „durch das Wort wird das Schweigen geoffenbart. Dieses Wort ist OM. Durch dieses Wort steigt (der Meditierende) auf und findet im Schweigen Ruhe.“

„Wenn ich das OM töne, dann ist Gott mit mir“

Auch der Weise Patanjali bezieht sich in seinem bedeutenden Lehrwerk, dem Yoga-Sutra (um Christi Geburt), vor allem auf das Mantra OM. Dieses Mantra ist für ihn der uranfängliche Ton (pranava), der es uns erlaubt, direkt mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten (ähnlich wie mit unserem christli­chen Amen). Es heißt im Yoga-Sutra, dass das Mantra OM die Qualitäten Got­tes am besten widerspiegelt, denn es ist der Ausdruck der Quelle reinen Seins. Patanjali stellt dieses Tönen in einen besonderen Zusammenhang, und zwar sagt er, dass wir mittels der steten Wiederholung des OM eine Beziehung mit dem Göttlichen begründen, die uns zu einer verlässlichen Heimat und zur Quelle unseres Vertrauens werden kann. Oder kurz gesagt: „Wenn ich das OM töne, dann ist Gott mit mir!“

Im Buddhismus hingegen kennt man keinen äußeren Gott – hier steht das OM für die ursprüngliche Vollkommenheit alles Lebendigen, besonders für die Energie dieses uns innewohnenden Potenzials.

Im Hatha Yoga (ab dem 6. Jahrhundert n. Chr.) wird eine ganz eigene Wissen­schaft des Klangs entwickelt, die das „Lauschen auf den inneren Klang“ (nada anusandana oder Nada Yoga) genannt wird. Dabei geht es darum, immer ge­nauer und feiner nach innen zu lauschen, wodurch der Geist so stabil und ruhig werden kann, dass er schließlich still und leer wird. Es ist also der Klang (nada), der uns in die vollkommene Stille führen soll, denn „dieser Nada ist der Eisenstachel, der in der Lage ist, den betrunkenen Elefanten zu kontrollieren, dem der Geist (normalerweise) gleicht, wenn er frei durch den Garten der Sinnesobjekte schweift“ (Hatha-Yoga-Pradipika, IV,91).

Kirtan: Spirituelle Wechselgesänge im Yoga

Heutzutage werden in fast allen indischen Yogaschulen Mantras gemeinsam ge­sungen (Kirtan), meist in Form eines längeren Wechselgesangs, bei dem der Lehrer oder die Lehrerin eine Zeile eines Mantras oder Yogatextes vorsingt und die Gruppe sie nachsingt. Kirtan wird eingesetzt, um den Geist zu sammeln, ihn zu beruhigen und auf heilsame, aufbauende und spirituelle Botschaften auszu­richten. Die Melodien sind oft sehr einfach, sodass sie sich leicht – einem Ohr­wurm gleich – im Geist festsetzen. Dies lädt dazu ein, mit den Botschaften der Mantras immer mehr auch durch den Alltag zu gehen.

Fill 873 491 still wanda badwal yoga mantra govindaPlay

Die innere Buddha-Natur im Ritual entfalten

Im Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus werden Mantras zusam­men mit Textrezitationen und Visualisierungen genutzt. Sie haben einen wichtigen Stellenwert in Ritualen und verbinden uns mit der Weisheit und dem Mitgefühl der Buddhas. Ein Buddha repräsentiert die innere Vollkommenheit, ist Ausdruck der eigenen Buddha-Natur und der Buddha-Natur von allem. Mantras sind Mittel zur Entfaltung dieses Potenzials.

Tibetische Buddhisten praktizieren spezielle Rituale, in denen über Tage oder Wochen hinweg viele Gläubige ein oder mehrere Mantras rezitieren, die einen Buddha repräsentieren, und dabei ein Mandala schaffen. Sie glauben, dass sich die Kraft der Rezitation in Form von Schwingungen in einem heiligen Nektar sammelt, der während der Zeremonie in einem Mandala-Häuschen auf­bewahrt und später an die spirituelle Gemeinschaft verteilt wird.

Im tibetischen Buddhismus gibt es auch große, tonnenförmige Gebetsmühlen mit Holzgriffen, in denen Tausende auf Papierrollen geschriebene Mantras sind. Jeder, der die Gebetsmühle dreht, erhält den Segen, den die Mantras verströmen, ebenso wie alle fühlenden Wesen. Das dient der Entfaltung von Weisheit und Mitgefühl im Einzelnen und in der Welt. Dies gilt auch für kleine Handgebetsmühlen auf einem Stab, die man wie einen Kreisel drehen kann.

Wie das Wiederholen und Tönen von Mantras wirkt

Mantras werden also im Buddhismus und im Hinduismus individuell oder in einer Gemeinschaft in vielfachen Wiederholungen rezitiert, wobei eine Million Wiederholungen keine Seltenheit sind. Das dient der Läuterung und Reinigung des Geistes. Eine häufige Wiederholung des Mantras fegt den alltäglichen Wahnsinn aus dem Bewusstsein heraus, macht es weit und öffnet das Herz. Der Effekt ist Heilung und innere Stärkung.

Du kannst deine Mantrarezitation mit Wünschen oder mit einer Bitte um Hilfe verbinden, die du vorher oder währenddessen formulierst. Am Ende der meditativen Rezitation erlebst du innere Ruhe, stilles Glück und Geistesfrieden. Wer mit einem Mantra einschläft und am Morgen wieder aufwacht, erfährt, wie sich innere Knoten lösen und neue Blickwinkel auf Probleme entstehen.

Das Mantra öffnet auch die Wahrnehmung für die schönen Dinge. Rezitiere einmal während eines Spaziergangs ein Mantra und bleibe dabei ganz wach und präsent. Vielleicht erlebst du die Natur oder Gewohntes neu. Dies gilt auch für alltägliche Verrichtungen wie die Fahrt zur Arbeit. In der Not kann das Mantra als Hilfe dienen, indem wir seine Energie als Kraftquelle zum Ort des Geschehens holen. Dinge entwickeln sich dann anders. Du bist geschützt. Dein Geist wird ruhig, und du handelst angemessen.

Was sagt die Hirnforschung?

Die Wirkung von Mantras wurde in den vergangenen Jahren wissenschaftlich gut erforscht. Dabei stellten verschiedene Hirnforscher fest, dass sich beim Tönen von Mantras die Aktivität im Gehirn beruhigt. Der Rhythmus und die Wiederholung der Mantras bewirken, dass die üblichen unruhigen und unregelmäßigen Gehirnwellenmuster gleichmäßiger werden und nicht mehr so stark ausschla­gen. Wenn wir lange (ab 15 Minuten) Mantras tönen oder singen, dann schwingt sich das Gehirn auf den Rhythmus und den Klang ein und produziert ganz ähn­liche Aktivitätsmuster wie im „Flow“, also dann, wenn wir ganz begeistert bei einer Sache sind und uns vollkommen im Einklang mit uns selbst erleben.

Wenn wir im Tönen oder Singen unsere Stimme entspannen, kann unser gesamter Körper zum Klangkörper werden. Die Schwingung des Klangs erreicht dann direkt unser vegetatives Nervensystem, bringt es in Balance und lässt uns eine wache Ruhe erfahren. Nach dem Tönen oder Singen nehmen wir unseren Geist oft als wach und klar wahr, weil unser Gehirn während des Tönens überflüssige Spannung abbauen und sich in der wachen Ruhe regenerieren konnte. Das ist ein Grund, warum es sinnvoll ist, Mantras auch gezielt im Alltag anzuwenden, besonders dann, wenn man geistig stark gefordert ist.

Traditionell gehören das Tönen von Mantras und die Visualisierung der damit angerufenen Kraft zusammen. So werden zum Beispiel beim Gayatri-Mantra das äußere Licht der Sonne und sein Widerschein im unserem inneren Licht visualisiert. Die moderne Hirnforschung bestätigt, was schon die alten spirituellen Lehrer wussten: Innere Bilder haben einen großen Einfluss auf unsere geistige und emotionale Verfassung und damit auch auf unser körperliches Wohlbefinden. Es gibt Bilder, die den Geist weit, frei und ruhig werden lassen, und andere, die ihn eher eng machen und belasten. Jedes innere Bild, jede Vorstellung verbindet sich in der Tiefe des Gehirns (genau gesagt im limbischen System) mit bestimmten Erinnerungen und diese wiederum mit einer ganz bestimmten Mischung an Gefühlen, die unser Handeln bestimmen. Mantras versuchen, in die Verknüpfung „den Fuß zu setzen“, um uns zu ermöglichen, die gespeicherten Eindrücke durch positive Verknüpfungen zu ersetzen.


Erlebe Anna Trökes beim Allstars Retreat auf Korfu vom 29.09. bis 06.10.2018

Reise mit uns nach Korfu für eine unvergessliche Yoga-Woche: 12 Top-Lehrer, bis zu 15 Yogastunden täglich  in einem 5-Sterne-Hotel. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Beim YogaEasy Allstars Retreat 2018 ist für jeden etwas dabei!

JETZT ANMELDEN

Buddhistische Meditation mit allen Sinnen

Im tantrischen Buddhismus Tibets sind Mantras meist klanglicher Ausdruck von unterschiedlichen Buddhas, die jeweils friedlich oder zornvoll sein können, oder von Kerninhalten der Lehre. Mantras und die Abbilder der Buddhas verkörpern besondere Aspekte der reinen, allem zugrunde liegenden Buddha-Natur. Das Mantra „Om mani padme hum“ zum Beispiel vermittelt die Schwingung von Avalokiteshvara, dem Buddha des Mitgefühls. Wer es rezitiert, erlebt Wärme und Liebe im eigenen Herzen und erfährt so die erleuchtete Qualität des Buddhas in sich. Dies ist möglich, weil die Buddha-Natur nicht nur den Buddhas, sondern allen fühlenden Wesen innewohnt.

Die Mantrarezitation ebenso wie die Visualisierung des dazugehörigen Buddhas bewegen feinstoffliche Energien in uns. Im tantrischen Buddhismus hat man herausgefunden, dass dies besonders gut gelingt, wenn wir mehrere Sinneserfahrungen miteinander verknüpfen, zum Beispiel den Hörsinn mit dem Sehsinn. Zwei Dinge kommen dabei zusammen: die inneren Bilder und die Mantrarezitation – beide sind Ausdrucksformen des angerufenen Buddhas. Nehmen wir für die Mantrarezitation noch eine Mala (tibetischer Rosenkranz) in die Hand, deren Perlen durch unsere Finger gleiten, unterstützen wir die Meditation mit der Erfahrung von Berührung. Den Geruchssinn integrieren wir, indem wir duftendes Räucherwerk entzünden.

So koordinieren wir Bewegung, Gedanken, Seh-, Hör- und Geruchssinn und erleben ein Durchströmtsein von heilsamen Bewusstseinserfahrungen. Die Energie des Buddhas wird zum persönlichen Erlebnis. Das ist reine Freude.

Das Herzensmantra finden

Wenn du ein oder mehrere Mantras gefunden hast, die dich inspirieren, dann probiere einfach aus, welche Gefühle in dir aktiviert werden, wenn du mit diesen Mantras übst. Vielleicht geht dir bei einem Mantra das Herz auf, und es wird zu deiner persönlichen Kraftquelle, die dich überallhin begleitet und jederzeit für dich da ist. Du solltest bei diesem Mantra eine Weile bleiben, mit ihm üben und es in formellen Sitzungen mit Visualisierungen verbinden. Nimm es als Japa (lautloses Murmeln) mit in deinen Alltag. Je nach Ausgangssituation, Stimmung und persönlicher Entwicklung kann dasselbe Mantra unterschiedlich wirken. Lass' dich auf diese Erfahrungen ein.

Nimm zum Beispiel das Mantra von Buddha Padmasambhava. Formuliere Fragen und Wünsche an Padmasambhava, rezitiere sein Mantra und erlebe dessen Wirkung. Im tantrischen Buddhismus geht man davon aus, dass ein Buddha, dem wir bedingungslose Liebe entgegenbringen, uns im Leben und im Sterben führen wird. Er wird uns helfen, Hindernisse, die sich auftürmen, zu überwinden und Geistesfrieden und Schutz – auch in großen Notlagen – zu finden.

Mit Mantras Ängste und Negativität transformieren

Es gibt spezielle Mantras für spezielle Bedürfnisse. Wenn du um gutes Gelingen eines Projekts bitten willst, wende dich an die Energie Ganeshas. Wenn du deine inneren Dämonen entmachten willst, wähle das Durga­-Mantra. Vielleicht hast du eine innere Reinigung (Vajrasattva) oder die Erfüllung eines Herzenswunsches im Auge (Ratnasambhava). Wenn du um ein langes Leben bitten möchtest, rufe Buddha Amitayus an, Tatkraft fördert Amoghasiddhi, bei der Heilung von Krankheiten hilft der Medizin-Buddha, bei großen Ängsten die Taras. Wähle ein Mantra aus, das dir entspricht, und üben damit. In jedem Fall dienen die Mantras der Transformation des Geistes. Sie helfen, unheilsame Energien in Heilsames zu verwandeln. Probiere es aus!

Diese Videos passen zum Thema
zurück nach oben