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Detox: Wie Yoga dich beim Entgiften unterstützt

Detox: Wie Yoga dich beim Entgiften unterstützt

Von Katharina Goßmann

Laut dem weisen Yogi Patanjali ist innere und äußere Reinheit, in der heiligen Sprache Sanskrit „Saucha” genannt, ein essenzieller Teil des yogischen Weges. Aber nicht nur aus yogischer Sicht hat ein „sauberer” Körper viele Vorteile: mehr Energie, ein besseres Immunsystem, bessere Haut, weniger Cellulite und und und... In der heutigen Zeit sind wir allerdings etlichen toxischen Einflüssen ausgesetzt – von Umweltgiften über industriell hergestellten Lebensmitteln bis zum Dauerstress des modernen Daseins.

Auch wenn du gesund lebst, kann es also sein, dass dein Körper Unterstützung beim Entgiften braucht. Sowieso gilt: Je schneller und effektiver der Körper Giftstoffe auslösen und ausscheiden kann, umso weniger Schäden richten sie auf ihrem Weg durch den Körper an. Und hier kommt Yoga ins Spiel. Denn Yoga hilft deinem Körper auf vielfältige Weise beim Entgiften. 

1. Drehungen

Zum einen fördern einige Asana-Arten die Entgiftung. Besonders Drehhaltungen wie der Drehsitz und der gedrehte Stuhl (auch die Gebetshaltung genannt) etc. beleben die Verdauung, da sie die Bauchorgane stimulieren: Leber, Niere, Milz, Magen und Darm werden zuerst „ausgequetscht” und danach mit neuem, nährstoffreichem Blut versorgt. Und wenn die Verdauung aktiver wird, bedeutet das nicht nur, dass die Nährstoffe aus deiner Nahrung schneller extrahiert und dem Körper zugeführt werden können und der damit seinen (Entgiftungs-)Aufgaben besser nachkommen kann, sondern auch, dass sich nicht die toxischen Stoffe entwickeln können, die mit einer trägen Verdauung einhergehen.

Achtung: Du solltest unbedingt zuerst nach rechts und dann nach links drehen, damit der Darm (und sein Inhalt) in die richtige Richtung aktiviert werden.


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2. Asanas, die den Bauch massieren

Hilfreich sind auch alle Asanas, die den Bauch massieren, da sie ebenfalls die Verdauung anregen und so den Körper dabei unterstützen, keine neuen Schlacken zu bilden und zu entgiften. Dazu gehören manche Drehhaltungen wie der gedrehte seitliche Winkel (Parivritta Parsvakonasana), aber auch Übungen aus der Bauchlage wie der Bogen (Dhanurasana) und das Kind (bei dem die Oberschenkel den Bauch massieren) gehören dazu.

3. Entgiften über die Atmung

Leider führt unsere hektische Zeit bei vielen zu Schnappatmung. Eine tiefe, entspannte Atmung ist aber essenziell für die Entgiftung des Körpers. Yoga hilft hier auf unterschiedlichen Ebenen. Zum einen wirkt es entspannend (s.u.) und sorgt so ganz automatisch für eine tiefere Atmung. Zudem liegt bei allen Yogastunden ein deutlicher Fokus auf einer harmonischen, enstpannten Atmung, bei vielen Vinyasa-Flow-Stunden wird durchgängig in Ujjayi geatmet. Und natürlich werden in fast jeder Yogastunde Atemübungen angeleitet, die alle auf ihre Weise entgiftend wirken. Besonders wirksam ist Kapalabhati. Wenn du mehr über die entgiftende Wirkung von Pranayama wissen willst, lies unseren Artikel „Entgiften über die Atmung“.

4. Stress abbauen

Meistens wird ein übersäuerter Körper mit schlechter Ernährung, Alkohol, Nikotin, zu wenig Bewegung in Verbindung gebracht. Die toxische Wirkung von Stress allerdings wird oft vergessen. Deshalb ist ein essenzieller Aspekt von Entgiftung der Abbau von Stress, oder besser gesagt: Entspannen, Relaxen, Chillen. Dabei kann Yoga dich optimal unterstützen: Die Bewegung beim Yoga baut Stresshormone ab, die langsame, entspannte Atmung aktiviert den Parasympathikus, einen Teil des Nervensystems der für Entspannung zuständig ist, die meditativen Elemente beim Yoga beruhigen deinen Geist – und dann gibt es ja noch explizite Entspannungsphasen beim Yoga, etwa in Balasana, dem Kind, oder in der Schlussentspannung, Shavasana, in denen du total loslassen kannst.

5. Stoffwechsel anregend

Toll ist natürlich auch, dass jede körperliche Yogapraxis die Durchblutung und den Stoffwechsel anregt und so alle körpereigenen Prozesse aktiviert. Vor allem entgiftende Prozesse, die der Körper nicht als lebenswichtig erachtet, kommen nämlich beim gestressten Großstadtmenschen manchmal zu kurz. Sobald der Körper aber das Signal erhält, dass alle Systeme auf Full Power laufen, laufen auch alle Entgiftungsprozesse wieder verstärkt an.

Eine besonders tolle Asana, um den kompletten Körper in Schwung zu bringen, ist übrigens der Adler Garudasana, bei dem große Teile des Körpers verdreht und ausgequetscht werden und danach alle Gefäße und Gelenke mit frischen Flüssigkeiten aufgefüllwerden.

6. Die 6 Shat Kriyas

Und dann gibt es dann noch die so genannten Shat Kriyas. Das sind spezielle Reinigungsmethoden aus der Hatha Yoga Pradipika, einer alten yogischen Schrift.  Einige werden auch von modernen Yogis rege angewendet, andere sind dagegen etwas, nun ja, speziell.

Die Pranayama-Übung Kapalabhati (s.o.) etwa gehört zu jeder anständigen Yogastunde, die Nasenspülung mit Neti-Kännchen ist sehr beliebt, und die Augen-reinigende Kerzenmeditation Trataka eignet sich perfekt für die dunkle Jahreszeit. Nauli dagegen, eine verdauungsfördernde Bauch-Übung, beherrschen nicht allzu viele Yogis, der yogische Einlauf Basti ist auch nicht jedermanns Geschmack, und wer schon mal eine angefeuchtete Mullbinde stückchenweise geschluckt und danach erbrochen hat, um den Magen zu reinigen, weiß, dass die Dhauti-Technik nur absolute Hardcore-Yogis begeistert. Allerdings – und zum Glück – gelten Ölziehen und Zungeschaben auch als Dhauti.

Alle diese Methoden unterstützen körpereigene Reinigungsvorgänge und sorgen dafür, dass Giftstoffe schneller aus dem Körper geleitet werden. Vielleicht willst du ja die ein oder andere mal ausprobieren? Die meisten Shat Kriyas wirken nämlich nicht nur entgiftend, sondern haben noch andere positive Wirkungen. 

Nasenspülungen etwa gibt es mittlerweile in jeder anständigen Drogerie zu kaufen. Da sie Erkältungen vorbeugen und verkürzen und sogar Nasensprays überflüssig machen können, solltest du sie unbedingt mal ausprobieren, wenn du eine Erkältung hast. Ayurvedische Zungenkratzer findest du in großen Bio-Läden, sie reduzieren Mundgeruch, verbessern allgemein die Mundhygiene und lindern Halsschmerzen. Und falls du weißere Zähne möchtest, solltest du mal für ein paar Woche vor dem Zähneputzen einige Minuten lang einen Esslöffel Kokosöl durch deinen Mund ziehen – das wirkt Bakterienreduzierend und Plaqueabbauend und dadurch aufhellend.

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