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Richard Hackenberg über Chakra-Yoga
Bild: Richard Hackenberg

Richard Hackenberg über die Chakras

Von Kristin Rübesamen

Zusammen mit seinem Co-Autor Ralph Skuban hat der Münchner Yogalehrer und Anatomie-Experte Richard Hackenberg ein Praxisbuch zum Thema Chakra geschrieben, das die bisherige Anwendung von Begriffen wie "Energiekörper" von jeglichem esoterischen Ballast befreit und endlich auf einfache und gut verständliche Weise erklärt, was es mit den körperlichen Schaltzentralen auf sich hat. Dabei geht es um etwas Wesentliches im Yoga: Wie bewegen wir Energie im Körper, um geistig-seelische Prozesse auszulösen? Ja, liebe Yogis, das geht. Wir haben Richard Hackenberg in Rosenheim, während er eine Ausbildung leitete, überfallen und gefragt, warum wir sein Buch lesen sollen.

YogaEasy: Was unterscheidet Dein neues Chakrabuch von der bisherigen Literatur zum Thema?

Richard Hackenberg: Es ist ein Buch, das sehr umfassend mit dem Thema umgeht, die Hintergründe aufzeigt und die Symbolik erklärt. Aber vor allem ist es ein Praxisbuch, welches Meditationen, Mantras, Pranayamas, Asanas und psychologische Tipps zum jeweiligen Chakra enthält. Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es sowas noch nicht.

Warum sollten sich Yogis mit dem Thema "Chakra" beschäftigen?

Chakras sind ein Modell, das den Menschen in seiner ganzen Schönheit darstellt. Es geht weit über die Asanas hinaus und macht dich vertraut mit zentralen Themen des Lebens: Überleben, Geniessen, Handeln, dem Weg des Herzens folgen, Kommunizieren, Erkennen und Heimkommen. Es bildet damit auch den gesamten Entwicklungsweg des Yoga ab.

Energiekörper klingt vielversprechend. Ist dieser Körper heute anders beschaffen als zu Beginn des 20. Jahrhunderts?

Alles, wirklich alles ist permanenter Veränderung unterworfen, jedoch gibt es auch Konstanten. Lass es mich so sagen - der Mensch schaut immer noch etwa so aus wie vor 100 Jahren: Er hat 2 Arme und 2 Beine, aber er verfolgt andere Ziele und er verhält sich anders. Der Energiekörper ist im Prinzip immer noch der gleiche, aber er ist ganz anderen Einflüssen und Herausforderungen ausgesetzt.

Sprich: Was haben die Chakras mit der gegenwärtigen Zeit zu tun?

Die Chakras sind so aktuell wie eh und je. Die Themen haben sich nicht wirklich geändert, nur die Herangehensweise und die Bedeutung sind anders. Früher waren die unteren Chakras eher negativ besetzt, man wollte als Yogi möglichst schnell nach "oben" zur "Erleuchtung" zum "Samadhi", raus aus der Mühle der banalen Existenz. Heute geht es eher um eine Balance der verschiedenen Aspekte, die die Chakras repräsentieren: Wir können ganzheitlich unsere Lebensthemen bearbeiten und wenn es klappt, kommen wir bis nach oben und sind endlich zuhause angekommen. 

Stichwort "Ätherkörper" und "Astralkörper": Ist das Buch nur etwas für Fortgeschrittene oder haben auch Anfänger etwas davon?

Äther oder Astralkörper ist nur ein anderes Wort für Energiekörper, oder Pranamaya Kosha. Der Bereich, der über das rein körperliche, also Knochen und Muskeln hinausgeht und wo etwa über Meridiane, Faszien oder Nadis, Kommunikation zwischen verschiedenen Ebenen des Menschen stattfindet.

Was können Du und dein Mitautor Ralph Skuban besonders gut?

Wir sind ein perfektes Team: Ralph hat die Geduld und den Mut sich tief in die schwierigen Originaltexte hineinzuarbeiten und diese für unsere Zeit verständlich zu übersetzen und ich bin der erfahrene Praktiker, der seit 15 Jahren Yogalehrer ausbildet und alle Fragen beantworten kann vom simplen Knieproblem über komplexe Pranayamapraxis, Bandhas, Prana bis hin zu den psychologischen Themen, die im Yoga auftauchen.

Hast Du ein Lieblingschakra?

Ich liebe alle meine Chakras, es wäre dumm eines zu bevorzugen. Natürlich ist das Herzchakra zentral und entscheidend, was die Sinnfindung im Leben betrifft, aber es ist einfach extrem spannend alle sieben Themen, die in den Chakras auftauchen zu erleben und sich darauf einzulassen.

Und welches Chakra macht besonders oft Probleme?

Probleme nicht, aber da ich bei den Ausbildungen immer viel erklären und reden muss, ist Chakra fünf, das Kehlkopfchakra, schon ziemlich beansprucht und ich muss darauf achten, dass ich es wenigsten abends entspanne.

Vielen Dank!

 

"Das Chakra-Yoga Praxisbuch" von Ralph Skuban und Richard Hackenberg ist im Aquamarin Verlag erschienen.

 

 

 

 

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