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Das fünfte Chakra: Vishuddha – das Halschakra
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Das fünfte Chakra: Vishuddha – das Halschakra

Von Katharina Maurer

Vishuddha Chakra ist das Halschakra und kann Rund um den Kehlkopf lokalisiert werden, genauer gesagt zwischen Kehlkopf und Kehlgrube. Seiner Position entsprechend werden ihm auch die Schilddrüse und der Vagus-Nerv an körperlichen Organen zugeordnet (Licht auf Yoga, B.K.S. Iyengar). Aber auch Schulter, Nacken, Kiefer und die Atmung und Stimme sind mit Vishuddha Chakra verbunden. Daher spricht besonders Vishuddha Chakra auf das Singen von Mantras an. Das dem Halschakra zugeordnete Bija-Mantra ist Ham.

Vishuddha kann mit „besondere Reinheit“ übersetzt werden und steht für Äther und Raum. Es wird repräsentiert durch das Nichts bzw. das reine Potenzial einer Situation. Im Bereich der Sinne ist Vishuddha das Chakra des Sprechens und Hörens (Handlungsorgan sind die Stimmbänder, Wahrnehmungsorgan sind die Ohren), dementsprechend steht es für Kommunikation, Ausdrucksvermögen und Verbindung, aber auch für Selbstausdruck, Ausstrahlung, Wahrheit, Authentizität und für das höhere Selbst, inneres Wachstum, für Vertrauen und reine Liebe. Udana Vayu, das im Halschakra entpringt und in Richtung Kopf und Extremitäten fließt und diese Qualitäten unterstützt. 

Das Halschakra wird durch ein Dreieck dargestellt, in dem ein weißer Kreis enthalten ist. Er symbolisiert das Element Äther. Vishuddha sind 16 Blütenblätter zugeordnet, entsprechend den 16 Haupt-Nadis, die vom Halschakra ausgehen. Das Yantra von Vishuddha, das Dreieck, steht für die Trinitäten. Vishuddha hält auch künstlerische Kraft inne und ist so eng mit Svadhistana Chakra verbunden. Die kreative Energie des Svadhistana Chakra findet im Vishuddha eine Ausdrucksmöglichkeit.

Es heißt, die Entwicklung des fünften Chakras findet in der Zeit zwischen dem 16. bis zum 21. Lebensjahr statt und findet seinen Ausdruck im 5. Lebensjahrsiebt, nämlich zwischen den Jahren 28 und 35 – die Zeit, in der wir lernen, unsere Haltung zu zeigen. Das Vishuddha ist dabei ein wie ein Barometer für den Raum, den wir uns für diese Entwicklung selbst geben: Lassen wir uns blockieren oder die Angst regieren, verschlägt es uns die Sprache und schnürt uns die Kehle zu. Dein Halschakra zu heilen, setzt da an, wo du aufhörst deine innere Wahrheit zu verleugnen oder verzerren zu lassen. Es gilt besonders die Situationen aufzudecken, in denen wir unaufrichtig zu uns selbst sind oder Meinungen Dritter einfach adaptieren. Hier verlieren wir unsere Authentizität. Indem wir unserer Stimme durch Gespräche, Mantras etc. Ausdruck verleihen, unterstützen wir einen freien Energiefluss im Halschakra.


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Körperliche Anzeichen, dass dein Vishuddha Chakra blockiert ist

Imbalancen im Halschakra äußern sich über wiederkehrende Entzündungen des Rachens und der Nebenhöhlen, aber auch der Schilddrüse in Form von Über- oder Unterfunktion. Probleme mit den Zähnen bzw. Kieferknirschen oder Schmerzen im Schulter-Hals-Nackenbereich sind ebenfalls typisch. Menschen mit einem blockierten Halschakra ziehen oft die Schultern hoch verstecken sich, werden klein und unsichtbar. Eine Folge der Angst vor Kontakt und Ablehnung sowie negativen Reaktionen und die Furcht vor Kontrollverlust. Bei einer Imbalance im Halschakra können Blockaden in unserem künstlerischen Ausdrucksvermögen und Sprachstörungen entstehen. Wir können dann unsere Ideen nicht mehr kommunizieren oder zu Papier bringen. Wenn der Energiefluss im Vishuddha Chakra blockiert ist, tendieren wir dazu, unehrlich zu kommunizieren oder sogar zu lügen, wir haben Probleme unsere Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen oder auch für die eigene Meinung einzustehen. Auch Süchte sind ein Anzeiger für ein blockiertes Vishuddha.

Mentale Zeichen eines blockierten Halschakras

Auf mentaler Ebene sind Anzeichen für ein blockiertes Chakra zum Beispiel Passivität und Ängstlichkeit, Menschen passen sich dann manchmal übermäßig an und haben Angst davor, im Unrecht zu sein. Lieber unterdrücken sie die eigenen Gefühle. Das hat Zweifel und Missverständnisse zur Folge. Ängste wie diese können dazu führen, dass man sich selbst belügt und letztlich den Bezug zu der eigenen Identität verliert. Bedürfnisse, Wünsche und Meinungen finden so keinen Ausdruck. Aber auch ein Zuhören beim Gegenüber fällt schwer. Dahinter stecken Selbstzweifel und die Angst sich zu zeigen. Ein blockiertes Vishuddha hat zur Folge, dass das Vertrauen in die eigene Intuition gehemmt wird. Es verringert das Selbstvertrauen, außerdem fehlt der Mut sich auszuprobieren und endet oft in hartem Selbsturteil. Umgekehrt ist es so, dass wenn die Kundlini-Energie bis zum Halschakra gekommen ist, eine große Offenheit gegenüber deiner Lebenserfahrungen herrscht und du sowohl negative als auch positive Aspekte des Lebens annehmen kannst.

Die Vorteile eines aktivierten Halschakras

Wenn das Halschakra im Fluss ist, sind wir in der Lage, unsere Gedanken und Gefühle klar auszudrücken und die eigenen Schwächen akzeptieren. Wir werden zu guten aufmerksamen Zuhörern und trauen uns zu improvisieren. Auch klare Ansagen bis hin zu Streitgesprächen stellen kein Problem dar. Menschen mit einem Halschakra in Balance nehmen ihre Wünsche wahr und können diese auch in ihrem Leben manifestieren, meist begleitet von einem soliden Vertrauen in die eigene Intuition. Vishuddha schafft eine Verbindung zu unserem höheren Verstand, wir können unser wahres Selbst leben und sind offen, die größeren Zusammenhänge der Dinge anzunehmen. Im Gleichgewicht gilt Vishuddha auch als Quelle der Jugend, denn angeblich erfährst du körperliche Verjüngung, wenn die Kundalini das fünfte Chakra erreicht hat.

„Wird es (Vishuddha) aktiviert, so nimmt das Verständnisvermögen des Sadhaka zu. Er wird geistig rege. Seine Rede wird bestimmt, klar und flüssig.”

B.K.S. Iyengar, Licht auf Pranayama

Die Entsprechungen des Vishuddha Chakra auf einen Blick

  • Chakra Farbe: Violett
  • Aura Farbe: Blau
  • Yantra (Symbol): Kreis im Dreieck
  • Chakra-Tier: Elefant
  • Tattwa (Element): Akasha (Äther)
  • Räucherungen: Myrrhe-Harz. Salbei, Lavendel, Lorbeer, Sandelholz, Mastix, Eukalyptus, Weihrauch, Benzoe
  • Ätherische Öle: Bergamotte, Kamille, Eukalyptus, Sandelholz, Teebaum, Pfefferminz.
  • Edelsteine: Aquamarin, Chalzedon, Coelestin, Chrysokoll, Opal, Türkis, blauer Topas, Azurit, Amethyst, Blauer Turmalin, Bernstein, Kunzit, Lepidolith, Blauer Obsidian
  • Resonanz-Energiekörper: höherer Verstand
  • Endokrine Drüsen, Nervengelfecht: Schilddrüse, Plexus cervicalis
  • Hormone: Thyroxin

Yoga für die Aktivierung und Ausrichtung des Vishuddha Chakra

Mit seinem Sitz im Kehlbereich kannst du dein Vishuddha Chakra durch Asanas beeinflussen, die sich auf den Schulter-, Hals- und Nackenbereich auswirken. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Halasana, der Pflug

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  • Shalabhasana, die Heuschrecke

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  • Dhanurasana, der Bogen

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  • Ustrasana, das Kamel

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Ujjayi, Nadi Shodana, Kapalabhati oder auch Bhramari: Das Vishuddha Chakra kann gut über Pranayama angesprochen werden. Indem du jeden Atemzug mit Jalandhara Bandha unterstützt, verstärkst du die aktivierende Wirkung auf das Halschakra. Die einfachste Art ist es bei der Einatmung das Bandha zu setzen und es bei der Ausatmung wieder zu lösen. Auch Mantrasingen ist im weitesten Sinne ein Pranayama, besonders wirkungsvoll ist dabei das Bija Mantra für Vishuddha, die Silbe „HAM“. Außerdem ist es hilfreich, sich in der Praxis gleichzeitig auf das Sakralchakra zu konzentrieren. Beide Chakren stehen in enger Verbindung. Indem du beide Chakras aktivierst, förderst du den richtigen Fluss der Energie und die Reinigung der Energiekanäle. Weiterhin kannst du mit Meditationen, Visualisierungen und Affirmationen das Halschakra ansprechen, um es zu harmonisieren.

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