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Wenn alles schwarz wird - Depressionen

Von Kristin Rübesamen

Depression gilt als Volkskrankheit. Das hat zum einen mit der wachsenden Zahl der Betroffenen in der westlichen Welt zu tun und zum anderen damit, dass das Thema Depression mit mehr Offenheit in der Gesellschaft behandelt wird, auch wenn es an vielen Orten immer noch ein Tabu ist.

Im Zuge dieses Wandels zur einer Krankheit, die behandelt werden kann, hat sich neben der klassischen schulmedizinischen Versorgung durch Medikamente und psychologische Therapie herumgesprochen, dass auch Yoga als Entspannungsmethode unterstützend helfen kann. Nicht in der ganzen Bevölkerung, aber unter Menschen, die bereits Verantwortung für ihren Lebensstil übernehmen, ist es daher durchaus üblich geworden, Yogaübungen begleitend einzusetzen und nach entsprechenden Angeboten zu suchen.

Aber Achtung: Umkehrhaltungen, Brustöffner und reinigende Atemübungen gelten unter Yogalehrern als stimmungsaufhellend und mögen das für viele durchaus auch sein. Doch zu generalisieren, wäre ein Fehler. Jeder Mensch ist anders, eine genaue Beobachtung der eigenen Befindlichkeit im Yoga sollte stattfinden.

Erwiesen ist, dass Bewegung tatsächlich vielen Depressiven hilft. Regelmässiges Joggen oder eben auch eine regelmässige Yogapraxis kann den Gehirnstoffwechsel durchaus beeinflussen und die Produktion fehlender Neurotransmitter wie Serotonin oder Dopamin in Gang bringen.

Viel wichtiger als einzelnen Asanas Zauberwirkung zuzuschreiben, die für alle immer zutrifft, ist eine viel tiefer gehende yogische Erfahrung, dass nämlich:

1. der Übende sein Befinden unmittelbar beeinflussen kann, jederzeit, und dass

2. der Übende zumindest für den Zeitraum des Übens nicht identisch ist mit seiner Erkrankung.

Wenn es gelingt, diesen heilenden Abstand zu einem andauernden Stimmungstief auch nur für kurze Zeit herzustellen, erscheint Licht am Ende des Tunnels.

Während für ernsthaft an Depression und depressiven Verstimmungen Erkrankte weiterhin ein Profi aus der Medizin der entscheidende Ansprechpartner sein sollte, kann Yoga in diesen Zeiten maßgeblich den Erfolg jeder Therapiemaßnahme unterstützen. Auch als vorbeugenden Maßnahme in schweren Zeiten ist Yoga empfehlenswert.

Auf YogaEasy.de findest Du ein Yoga-Video gegen depressive Verstimmungen von und mit der erfahrenen Yogalehrerin Anna Trökes.