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Bild: Shutterstock.com

Pranayama: Kapalabhati – das Schädelleuchten

Von Anna Trökes

Was ist Kapalabhati?

Kapalabhati ist ein Reinigungsatem mit verstärkter Ausatmung. Bei der inneren Atmung in der Zelle entsteht als Abfallprodukt Kohlendioxid, also Kohlensäure. Dieses Gas, das wir als Sprudel aus der Mineralwasserflasche kennen, ist dann, wenn es im Blut gelöst wird, ein Stoff, der den Körper im Sinne einer Schlacke stark belastet. Je höher seine Konzentration ist, desto mehr verschiebt sich der pH-Wert unseres inneren Milieus zum Sauren hin. Wir werden regelrecht innerlich sauer – und damit nicht nur anfälliger für Erkrankungen, sondern auch für den Angriff der »freien Radikalen«, jener hochaggressiven Sauerstoffverbindungen, die – wenn sie ungehemmt sind – den Zellabbau beschleunigen, aber auch Krebs auslösen können. 

Wie wirkt Kapalabhati?

Den Namen „Schädelleuchten” hat die Übung bekommen, da viele Menschen nach einiger Übungsdauer von einem Gefühl großer Klarheit und Frische speziell im Kopf berichten. 

Sehr gute Erfahrungen wurden mit dieser Reinigungsatmung auch bei verstopften oder sogar entzündeten Nebenhöhlen gemacht, die auf diese Weise wieder belüftet werden und deren Schleimhaut wieder besser durchblutet wird. 

Sicher kam der Name auch zustande, weil sich aufgrund des erhöhten Sauerstoffanteils im Blut oft ein leichtes Schwindelgefühl einstellt. Es geht schnell wieder vorbei – nämlich dann, wenn der Anteil von CO2 im Blut wieder ansteigt –, vorher aber entspannt dieses leichte Schwindelgefühl wunderbar den Geist. 

Anleitung zu Kapalabhati. So geht's

  • Komme in einen bequemen und aufrechten Sitz deiner Wahl.
  • Halte dich für einen ersten Versuch die Hand – oder ein Taschentuch – vor die Nase, und atme leicht schnaubend so aus, als wolltest du einen lästigen Fussel aus dem Nasengang entfernen.
  • Wenn du dich ganz auf das Ausschnauben konzentrierst, wird deine Einatmung ganz automatisch erfolgen – ebenso wie beim richtigen Schnauben! Dabei wird sich ausatmend deine Bauchdecke etwas nach innen bewegen und einatmend wieder vorschnellen. 
  • Wenn dir die Atemtechnik klar ist und du vor allem gespürt habst, dass du dich um deine Einatmung nicht kümmern musst, sondern sich ganz der aktiven Ausatmung widmen kannst, dann kannst du mit der eigentlichen Übung beginnen. 
  • Atme dafür tief und entspannt ein und beginne dann, ganz leicht und fein schnaubend auszuatmen und automatisch einzuatmen. Mache auf diese Weise zuerst 20, dann 40, dann 60 Atemstöße – und so weiter. Halte den Oberkörper und Kopf dabei völlig unbewegt; einzig deine Bauchdecke sollte aktiv sein. 
  • Halte inne, wenn du beginnst zu ermüden, und spüre noch eine Weile ruhig nach. 

Übrigens: Es ist normal, dass zu Beginn die Bauchdecke Mühe hat, sich so schnell und gleichmäßig zu bewegen. Die Bewegung kann deswegen bald anfangen „zu stottern”. Mit zunehmender Übung wird das Stottern verschwinden, und du wirst deine Bauchmuskeln kraftvoll und koordiniert bewegen können.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Yoga ab 40" von Anna Trökes.

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