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Pranayama: Die yogische Vollatmung – mit Video
Bild: Shutterstock.com

Pranayama: Die yogische Vollatmung – mit Video

Von Anna Trökes

Die „volle Yoga-Atmung” oder auch „yogische Yollatmung” verbindet die Bauchatmung mit der Flanken- und der Lungenspitzenatmung, sodass ein Atem entsteht, der gleichzeitig tief und raumgreifend ist. Aus diesem Grund ermöglicht es die vollkommene Atmung, wirklich die gesamte Atemkapazität auszuschöpfen.

Im Gegensatz zur Bauchatmung ist sie keine natürliche Atmung, sondern eine Atemform, die bewusst ausgeführt werden muss. Damit der ganze Brustraum beatmet werden kann, braucht es eine große Flexibilität der Rippen und vor allem der Zwischenrippenmuskeln.


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Das bedeutet, dass die vollkommene Atmung immer etwas Vorbereitung braucht. Besonders dafür geeignet sind die dynamischen Drehungen des Kundalini-Yoga und die Drehhaltungen wie der Drehsitz.

  1. Komme in einen bequemen und aufrechten Sitz.
  2. Lege zuerst die Hände auf die Bauchdecke, und verbind  dich mit der ruhigen, tiefen Bauchatmung, die sich dadurch bald einstellen wird. Entspanne deinen Atem, bis er ganz sanft und fließend geworden ist.
  3. Lege dann die Hände seitlich an den Brustkorb – also an die Flanken – und beobachte, wie der einströmende Atem deine Hände etwas nach außen-oben hebt und wie der ausströmende Atem sie wieder nach innen-unten sinken lässt. Atme weiterhin so entspannt und fließend wie möglich.
  4. Nach einer Weile lege die Hände auf dein Dekolleté gerade unterhalb der Schlüsselbeine. Beobachte, in welchem Maße sich der obere Brustkorb mit jedem Atemzug hebt und senkt. 
  5. Fahre damit eine Weile ganz entspannt fort.
  6. Lege die Hände zurück in den Schoß oder an die Knie, und versuche, den Atem noch tiefer zu entspannen!
  7. Versuche dann, deinen Einatem ganz bewusst erst nach unten – in Richtung Bauch – strömen zu lassen, dann in die Flanken und schließlich nach oben, unter die Schlüsselbeine. Teile dabei den Atem so auf, dass nur etwa 20 Prozent als Bauchatmung nach unten gehen, sodass du noch genügend Spielraum hast, um den Bereich der Flanken und der Lungen spitzen zu füllen.
  8. Lasse ausatmend die Luft aus allen drei Bereichen gleichzeitig ausströmen, bis du das Gefühl hast, dass du ganz leer bist.
  9. Fahre damit eine Weile fort und achte darauf, immer ganz ruhig und entspannt zu atmen. Sollte das nicht mehr möglich sein, brich die Übung ab und lasse deinen spontanen Aufatem kommen. 
  10. Wenn du das bewusste Atmen beendet hast, bleibe mit deinem Atem anschließend noch eine kleine Weile verbunden. 

Wichtig:  Wahrscheinlich wirst du deine Übungsdauer nur ganz allmählich ausdehnen können. Mache gegebenenfalls immer wieder Pausen, um zu verhindern, dass sich dein Atem verspannt. 

Was du tun kannst, falls du die yogische Vollatmung nicht entspannt ausführen kannst, und welche verschiedenen Atemtypen es gibt, erkläre ich in dem folgenden Video:

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