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Large bhrahmarin
Bild: YogaEasy.de | Illustrationen: Shutterstock.com

Bhramarin, das Bienensummen – mit Anleitung

Von Anna Trökes

Bhramarin ist eine Atemübung, bei der man ausatmend summt wie eine Biene. Durch dieses Summen entsteht in allen Resonanzräumen des Körpers – vor allem im Kopf, im Nacken und im Brustraum – eine starke Vibration. Sie führt dazu, dass alle Gewebe besser durchblutet werden, so dass viele Menschen im Anschluss eine angenehme Wärme und ein leichtes Kribbeln in diesen Körperzonen spüren.

Vor allem aber beruhigt Bhramarin den Geist und kann ihn, so sagen die alten Yogatexte, mit Heiterkeit erfüllen.

In der hier beschriebenen Version von Bhramarin werden die Öffnungen des Kopfes, insbesondere aber die Ohren, mehr oder weniger verschlossen. Dadurch wird das Summen vor allem im inneren Ohr (dem knöchernen Ohr) hörbar, und die ganze Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt. 

Anleitung: So übst du Bhramarin

  1. Komme in einen bequemen und aufrechten Sitz deiner Wahl.
  2. Verschließe mit den Daumen die Ohren, lege die Zeigefinger sanft über die Augen, die Mittelfingerkuppen seitlich an die Nasenflügel, die Ringfinger auf die Oberlippe und die kleinen Finger auf die Unterlippe. Diese Handhaltung (= Mudra) wird „Das Verschließen der sieben Pforten” oder auch „Shanmukti Mudra” genannt. 
  3. Lausche eine kleine Weile dem Geräusch deines Atems.
  4. Fahre fort, ruhig und tief zu atmen, aber summe wie eine Biene während des Ausatems. Wenn nach dem Ein- oder Ausatmen Pausen entstehen, lasse es zu. 
  5. Beende die Übung, wenn du merkst, dass deine Arme ermüden. Lege dann die Hände zurück auf die Knie oder in den Schoß, und spüre in deinem Inneren noch eine Weile mit geschlossenen Augen nach. Verbinde dich mit den Empfindungen, die dieses „Bienensummen” in dir hinterlassen hat.

Kleine Hilfe: Damit eine spürbare Vibration entstehen kann, lege beim Summen die Lippen nur leicht aufeinander, und entspanne deinen gesamten Mundraum. Lasse diesen inneren Raum ganz weit werden, und achte darauf, dass deine Zunge von der Wurzel (im Kehlraum) bis zur Spitze ganz gelöst auf dem Mundboden ruht. Schon allein dadurch wird sich dein Atem vertiefen.

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