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Bildquelle: Istockphoto.com

Warum Yoga immer und bei jedem wirkt

Von Katharina Goßmann

Yoga wird von den unterschiedlichsten Menschen geschätzt: Die einen verlassen das Haus erst, wenn sie meditiert und fortgeschrittene Pranayama-Übungen gemacht haben, die anderen gehen während des Yoga-Retreats auf Ibiza gerne shoppen und lieben Grill-Hendel. Das ist kein Problem, denn schließlich gibt es so viele Studios, Lehrer und Yoga-Stile, dass sich jeder heraussuchen kann, was er gerade braucht. Faszinierend ist allerdings, dass Yoga so erstaunlich vielfältig ist, sich Chamäleon-mäßig an jeden Menschen, jede Kultur und Lebenssituation anzupassen scheint - dabei aber niemals seine Essenz, seine einzigartige Wirkung verliert.

Wie zum Ganesha schafft Yoga es, uns in jeder Lebenslage als hilfreicher Begleiter zu Seite zu stehen? Und zwar egal, ob wir gerade von Rückenschmerzen geplagt werden, hochschwanger sind oder vor lauter Stress nicht mehr klar denken können?

Yoga – komplexe Methode für Körper und Geist

Der Münchner Yogalehrer Patrick Broome hat einmal gesagt, dass Patanjalis jahrhundertealtes Werk „Yoga Sutra“ die menschliche Psyche besser beschreibt als jedes moderne Werk der Psychologie – und der Mann hat einen Doktortitel in Psychologie. Seit über zehn Jahren unterrichtet er außerdem die deutsche Fußballnationalmannschaft. Das lässt darauf schließen, dass sogar Top-Spitzensportler (die von den renommiertesten Experten in Sachen Körpertraining umgeben sind) von den yogischen Übungen profitieren. Ganz offensichtlich kann das althergebrachte indische Übungssystem des Yoga also auf ein erstaunlich umfassendes Wissen über den Menschen als Ganzheit zurückzugreifen.

Yoga kennt den Menschen

Wer das Handwerkszeug des Yoga detailliert betrachtet, merkt schnell, dass jede Asana, jede Atem- und Entspannnungsübung die komplexen Zusammenhänge zwischen Körper und Geist für seine Zwecke nutzt. Denn egal in welcher Kultur oder in welcher Zeit wir leben, ob Mann, Frau oder Kind, einige Dinge haben wir Menschen alle gemeinsam. Im folgenden drei Beispiele: 
 

Im Atem liegt die Ruhe

Tiefes, langsames Atmen wirkt auf alle Menschen gleich: Wir werden ruhig. Diese Art der Atmung aktiviert nämlich den Parasympathikus, den Ruhenerv des vegetativen Nervensystems. Ruhiges Atmen täuscht dem Parasymapthikus vor, wir wären gerade total entspannt. Und dann werden wir auch entspannt.

Wenn du das nächste Mal vor einem Vorstellungsgespräch aufgeregt bist oder einfach nur total gestresst, probiere es aus: Hier erklärt dir Anna Trökes, wie du die Bauchatmung, auch yogische Vollatmung genannt, ausführst.
 

Vorbeugend nach innen blicken

Wenn wir Menschen uns nach vorne beugen, uns klein machen, unsere Vorderseite zusammenziehen, passiert etwas mit uns. Wir entspannen uns, können besser fokussieren, gehen vom Außen nach innen. Und von dort kommen ja bekanntlich die besten Antworten (und übrigens auch die wichtigsten Fragen). Im Yoga wird dieser Effekt – der möglicherweise aus der Zeit stammt, in der wir zusammengerollt im Bauch unserer Mutter ganz bei uns waren – in den sogenannten Vorbeugen spürbar.

Wenn du demnächst mal das Gefühl hast, dass du nicht bei dir bist, wenn du eine Frage an dich hast probiere doch die Wirkung von Vorbeugen selbst aus: z.B. in Pashchimottanasana.
 

Mehr Energie mit Rückbeugen

Rückbeugen wie das Rad etwa wirken bei so gut wie allen Menschen nicht nur aktivierend (nicht nur energetisch, sondern auch auf den Stoffwechsel und verschiedene Drüsen), sondern werden auch Herzöffner genannt, weil die typische Dehnung der Brustvorderseite einen befreienden und die Laune hebenden Effekt hat. Die Wirkung von Rückbeugen kannst du nachvollziehen, wenn du dich zuerst mit hängenden Schultern und rundem Rücken hinsetzt - und dich dann aufrichtest, den unteren Rücken gerade machst, die Schultern nach hinten rollst, dein Brustbein gegen Himmel öffnest und tief einatmest. Fühlt sich toll an, oder?


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Yoga – das Rundum-Wohlfühl-Paket

In Yogastunden werden alle Arten von yogischen Übungen dann so kombiniert, dass sich ihre Wirkungen potenzieren, wechselseitig unterstützen und alle Systeme der menschlichen Körper/Geist-Einheit ins Gleichgewicht bringen: so folgen auf viele Bewegungen ausgleichende Gegenbewegungen, aktivierende und beruhigende Elemente halten sich die Waage, es werden alle Chakras aktiviert und so Energie-Blockaden und -Störungen (s. Prana) beseitigt etc.

Solche „runden“ Yogastunde haben dann auch eine Vielzahl von positiven Effekten:

  • Alle Muskeln werden gestärkt und gedehnt und die Wirbelsäule wird in alle acht möglichen Richtungen bewegt – das gleicht nicht nur Fehlhaltungen aus, sondern verringert auch schmerzhafte Verspannungen und wirkt vorbeugend gegen bzw. lindert Rückenprobleme.
  • Durch das aktive Bewegen und die tiefe Atmung werden zudem Stresshormone abgebaut – das wirkt nicht nur entspannend, sondern auch entgiftend.
  • Ebenfalls duch die Atmung und die konzentrierte Fokussierung wird der Geist klar und ruhig –viele Yogaübende berichten, dass sie die besten Gedanken und Ideen nach Yogastunden haben.
  • Durch die energetisch ausgleichende Wirkung von Yoga bist du auch nach ziemlich anstrengenden Yogastunden nicht erschöpft, sondern hast mehr Energie als vor dem Yoga. Und wenn du vor dem Yoga völlig überdreht warst, wirst du dich nach dem Yoga klar, erfrischt und ausgeglichen fühlen.
  • Die Schlussentspannung (Shavasana) am Ende jeder Yogastunde hilft noch einmal dabei, Körper und Geist tief und vollständig zu entspannen.
  • Viele Yoga-Übende berichten, dass sich die Stimmung durch Yoga verbessert, oft dramatisch –die Welt sieht plötzlich viel schöner aus!

Yoga wirkt bei allen (gleich)

So unterschiedlich Yogastunden, Yoga-Stile und Yoga-Fans also auch sein mögen, die Wirkung von Yoga ist so universell wie einzigartig. Yoga gibt durch seine - auf allen Ebenen ansetzende, ausgleichende Wirkung - jedem Menschen, was er oder sie gerade braucht: Wer erschöpft zum Yoga kommt, geht erfrischt; wer mit Nackenschmerzen kommt, geht entspannt und schmerzfrei. Wer über einen längeren Zeitraum regelmäßig Yoga übt, wird merken, dass es ihm dadurch körperlich wie geistig immer besser geht.

Denn auch das haben wir Menschen alle gemeinsam: Ob gestresste Hollywood-Schauspielerin oder indischer Hinterland-Bauer, von einem gesunden, kraftvollen Körper und einem klaren, entspannten, positiven Geist profitieren wir alle.