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Yogische Auszeiten Reisen
Bild: Schweizerhof in Flims

Innere Auszeiten: Ruhe und Klarheit dank Yoga

Von Birgit Feliz Carrasco

Manchmal erleben wir herrliche, beglückende Momente wahrer Stille. Doch meistens nehmen wir sie als zufällige Glücksfälle wahr und machen danach weiter wie immer: arbeiten, konsumieren, arbeiten, konsumieren, arbeiten, konsumieren - weil man das eben so macht. Oder könnten wir vielleicht doch etwas ändern, zu innerer Ruhe finden, achtsamer werden mit uns selbst und der Welt?

Ich sage ja und empfehle, den Kopf nachhaltig zu leeren – mit Asana- und Pratyahara-Praxis.

Free yourself: Gönne dir Pausen

Wer bestimmt über dein Leben, deine Lebenszeit, deinen Tagesablauf? Das bist du! Ok, es gibt einige äußere zeitliche Rahmenbedingungen, die wir alle einhalten müssen (Kindergartenzeiten, Arbeitszeiten, Öffnungszeiten des Gemüseladens etc.). Aber was und vor allem wie viel du dir täglich auf deine To-Do-Liste schreibst und abarbeiten willst, entscheidest du allein.

Viele Anforderungen, die uns tagsüber per Anruf, SMS oder E-Mail erreichen, müssen nicht sofort beantwortet oder erledigt werden. Man meint oft, man müsse sofort sich um alles kümmern. Das hat sich irgendwie so eingebürgert. Mach einfach nicht mit. Du wirst sehen, dass keine Katastrophen passieren, wenn E-Mails, Vibers und WhatsApps nicht sofort beantwortet werden. Ja, dass sogar Kommunikationspartner auch um einige Gänge runterschalten, wenn elektronische Verständigungen nicht wie ein Ping-Pong-Ball hin und hergespielt werden.

Dein Mantra für Gelassenheit:

Swasam – Aswasam – Viswasam 
(Atme – entspanne – vertraue)

 


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Data-Cleaning: Nimm dich zurück

Selbst Computer bekommen ab und zu neue Festplatten, und alte Daten werden gelöscht. Das darfst du deinem Kopfcomputer auch mal gönnen!

Mach dir bewusst, wie viel deine Sinnesorgane Augen, Ohren, Nase, Mund und Tastsensoren der Haut permament wahrnehmen und an das Gehirn zur Verarbeitung und Sortierung weiterleiten. Der Yogaweise Patanjali empfahl bereits um 400 v. C. zeitweiliges Zurückziehen der Sinne als meditative Fähigkeit. Die Yogadisziplin des Pratyahara wird aus dem Sanskrit als „Zurücknehmen” oder „Zurückziehen” übersetzt. Ein schönes Wortspiel: etwas oder sich selbst zurücknehmen. Ist so was in der heutigen Welt, die ganz und gar auf Selbstdarstellung und Hyper-Wahrnehmung beruht, überhaupt noch möglich? Ganz gewiss. Du entscheidest darüber was, wann und wie du etwas in dich aufnehmen willst, und du entscheidest auch über das, was du verbal und auch energetisch aussenden möchtest.

 

Dein Abendritual gegen Trubel im Alltag:

Lösche alle Eindrücke des Tages
mit einer visualisierten Wasserspülung, 
bis dein Kopf leer ist wie ein Raum ohne Möbel
... und dann fülle die Leere mit goldenem Licht.

 

Move yourself: Übe (täglich) Yoga!

Es muss ja nicht viel Bewegung sein. Täglich ein bisschen Bewegung ist ein hilfreicher Break gegen Trubel, der täglich um dich herum tobt.

Yoga schenkt dir auf unterschiedliche Weise Erkenntnisse darüber, was du brauchst und wünschst: Es schenkt dir die Fähigkeit, innere Stille zu bewahren sowie Achtsamkeit im Äußeren zu leben. Es verhilft dir zu einem bewussten Körpergefühl – du spürst, was deinem Körper guttut und was nicht, und lernst, dich von deinem Körpergefühl leiten zu lassen. Auch deine Atemqualität wird bewusster – du erlebst dich als lebendiges Wesen und lernst, diese Lebendigkeit in dir zu achten und auch die Empfindsamkeit von anderen Wesen zu ehren. Durch diese beiden Werzeuge, also Körper- und Atembewusstsein, kannst du dich nachhaltig vom Sog des Dauertrubels fernhalten und dennoch beweglich in Denken, Handel und Sein sein.

 

Deine Bewegungsmeditation:

Allein mit dir auf der Yogamatte, lass deinen Körper 

Bewegungen tun, die er gerne machen möchte. 

Nicht nachdenken, sondern aus dir herausfließen lassen. 

Und wenn du zu einem Spaziergang aus dem Haus gehst, 

nimm dir keine feste Strecke vor. 

Spür an jeder Abzweigung, in welche Wegrichtung 

dein Inneres gehen möchten ... ohne Plan und Ziel.

 

Holiday every day: Nimm dir eine Yoga-Auszeit

Yoga ein-, zweimal die Woche im Studio ist super. Auch jeden Morgen einige Runden Surya Namaskar sind wundervoll. So bekommst du etwas Urlaub jeden Tag, die Yogamatte ist dabei deine Insel der Erholung.

Besonders wertvoll sind allerdings einige Tage Yogaurlaub, die eine nachhaltige Wirkung in dir entfalten. Du denkst gerade an 10-Tage-Retreats auf Bali oder 30 Tage in Indien kombiniert mit Ayurveda? Solche Reisen sind toll, bedürfen allerdings einer langfristigen Planung, eines großen Budgets und einer anstrengenden Anreise. Dabei lässt sich Besinnlichkeit und Ruhe auch in lokaler Nähe finden - und „Siehe, das Gute liegt so nah” ist auch aus ökologischen Gründen in gutes Reise-Motto. In meinem Buch „Mindful. Die schönsten Yoga Hotels” stelle ich 25 Hotels in Deutschland, Österreich, Südtirol sowie in der Schweiz und auf Mallorca vor, die nach yogischen Maximen agieren und ihren Gästen Yoga auf authentische Weise näherbringen. 

Soulful

Meine Empfehlung gegen Trubel: Lass dich von deiner Seele an die Hand nehmen und durch den Alltag, ja, das ganze Leben, geleiten. Dann hat der Trubel keine Chance...

Love and Light
wünscht dir
Birgit Feliz Carrasco


Yogische Auszeiten Mindful ReisenBirgit Feliz Carrasco stellt in ihrem neuesten Buch „Mindful. Die schönsten Yoga Hotels” (erscheint am 13. Februar 2019 bei Callwey) die 25 schönsten nachhaltigen Yoga-Hotels in Europas beliebtesten Ferienregionen vor.

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