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Bild: Shutterstock.com

Gesund in 4 Schritten: Yoga statt Tablette

Von Katharina Goßmann

Funktionieren statt Gesundheit

Psychische und physische Gesundheit ist die Grundlage für ein erfülltes Leben. Wer gesund ist und sich fit fühlt, kann sein Leben aktiv gestalten, kann die Welt mit allen Sinnen erleben, voller Energie seine Pläne angehen. Viele Menschen allerdings kümmern sich wenig um ihr körperliches und psychisches Wohlbefinden – ihnen reicht es, wenn Körper und Geist „funktionieren“.

Deshalb ist es in der heutigen Zeit beinahe selbstverständlich, bei Kopfschmerzen schnell eine Tablette zu nehmen, bei einer Erkältung mit Hilfe von aufputschenden Medikamenten weiter zur Arbeit zu gehen oder bei Schlafproblemen auf Schlafmittel zurückzugreifen. Diese Strategie ist durchaus verständlich – schließlich hat keiner von uns große Lust, sich schlecht zu fühlen, und moderne Medikamente versprechen schnelle Linderung.

Problemverschiebung statt Problemlösung

Allerdings hat dieses Vorgehen einen Haken: In den meisten Fällen bekämpfen die Medikamente nicht die Ursache der gesundheitlichen Probleme, sondern nur die Symptome. Wenn die Ursache also nicht von selbst verschwindet, muss der Betroffene immer wieder (häufig auch immer mehr/immer stärkere) Medikamente nehmen – was nicht selten zu sekundären Problemen führt, im schlimmsten Falle zu einer Anhängigkeit. Bis er sich endlich mit den Ursachen der Krankheit auseinandersetzt. Er verschiebt also nur den Moment, an dem er sich sowieso mit der Ursache beschäftigen muss.

Dramatischer wird die Lage noch, wenn sich die gesundheitlichen Probleme in der Zwischenzeit deutlich verschlimmert haben, etwa chronisch geworden sind, die Erkrankung bleibende Schäden hinterlassen hat – oder sogar zum Tod geführt hat. Je länger der Betroffene also Pillen schluckt, die nur Symptome unterdrücken, umso schwieriger wird es, die Ursache zu erkennen und zu beseitigen, und umso mehr Folgeprobleme entstehen.

Viele Krankheiten sind vermeidbar

Denn Schmerzen und Beschwerden - körperlicher, aber auch psychischer Art - sind der Weg, wie unser Körper mit uns kommuniziert. Na klar, wer zu tief ins Glas geschaut hat, weiß, woher die Kopfschmerzen kommen und kann auch mal eine Kopfschmerztablette nehmen. Wer aber regelmäßig mit Kopfschmerzen aufwacht, ist gut beraten, sich an die Ursachenforschung zu machen.

Denn ein Großteil unserer Krankheiten sind sogenannte "Zivilisationskrankheiten" (laut WHO starben etwa 2012 38 Millionen Menschen an Zivilisationskrankheiten)  – und liegen damit (wenigstens teilweise) in unserer Verantwortung: Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ II, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, Burn out und etliche andere Krankheiten wären vermeidbar, wenn wir die Signale unseres Körpers ernst nehmen und unser Leben so gestalten würden, wie es uns gut tut. Wenn wir gut essen, uns ausreichend bewegen, uns Pausen und Entspannung gönnen und in Einklang mit unseren Werten leben würden – kurz: ein authentisches Leben voller Achtsamkeit uns selbst gegenüber leben würden.

4 Schritte: Was du für deine Gesundheit tun kannst

  1. Innerer Wandel

Yogi Bhajan sagte: Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu sein. Der erste Schritt zur Gesundheit ist deshalb, dass du dir bewusst wirst, dass du das Recht hast dir die Zeit und die Energie zu nehmen, um mich mit Schmerzen, Beschwerden oder Krankheiten auseinanderzusetzen. Auch wenn dir von außen signalisiert wird, dass du einfach funktionieren sollst! Ein Mensch, der dich liebt, wird es dir nicht übel nehmen, wenn du dich um deine Gesundheit kümmerst. Ein guter Arbeitgeber wird daran interessiert sein, dass du langfristig gesund und glücklich bist.
In Deutschland sind wir alle gegen Hunger und Obdachlosigkeit abgesichert – sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist also im Zweifelsfall wichtiger als einfach weiterzumachen und einem Herzinfarkt entgegen zu arbeiten. Denn gibt es ein höheres Gut als psychische und physische Gesundheit?

2. Achtsamkeit schulen

Außerdem ist es wichtig, die Achtsamkeit gegenüber deinem Körper und Geist erhöhen. Das ist gar nicht so einfach. Viele von uns haben eine Vielzahl von Ideen im Kopf, was gesundes Leben ist, welche Art von Ernährung die richtige ist, wie viel Sport wir machen sollten - wir sind es nicht gewöhnt, dem eigenen Körper zuzuhören. Viele Menschen profitieren in der Hinsicht massiv von Meditation: Beim Meditieren kommen sie zur Ruhe, das Außen tritt zurück und sie kommen wieder in Kontakt mit ihren Bedürfnissen.

Zusätzlich kannst du mit folgender Methode deine Achtsamkeit im Alltag schulen und mit der Versuch-und-Irrtum-Strategie kombinieren:

  • Lege ein kleines Heftchen an – jede Seite ist ein Tag.
  • Dann versuche so oft wie möglich bewusst wahrzunehmen, wie du dich fühlst – vielleicht richtest du in deinem Smartphone eine Erinnerungsfunktion ein, die dich tagsüber alle zwei Stunden daran erinnert.
  • Wenn du daran denkst oder wenn dein Handy dich erinnert, fühle in dich hinein und vermerke knapp in deinem Büchlein, was du in den letzten zwei Stunden gegessen und gemacht hast und wie du dich fühlst. Bist du nervös, erschöpft, voller Energie, entspannt, aggressiv, hast du Blähungen, möchtest du an die frische Luft oder dich am liebsten auf die Couch legen?
  • Dann kannst du anfangen, dein Verhalten zu variieren – mal was anderes zu essen, Pausen einzuführen, Yoga zu machen – und zu sehen, wie sich den Befinden dadurch verändert.

3. Ursachenforschung betreiben

Nach dieser Datensammlung, die dir sicher schon Anhaltspunkte und erste Theorien geliefert hat, geht es an die konkrete Ursachenforschung. Am besten gehst du dabei vor wie ein Wissenschaftler: Sieh’ dir die Daten an, formuliere Hypothesen – und prüfe sie dann kritisch.

Oftmals ist es gar nicht so leicht, die Ursachen für Krankheiten, Schmerzen, chronische Beschwerden zu finden. Wer jahrelang eine tiefe Erschöpfung mit Kaffee, Süßigkeiten und Power-Work-out kompensiert hat, und deshalb jeden Abend eine Flasche Wein als Einschlafhilfe getrunken hat, der kommt vielleicht nicht sofort darauf, dass das Grundproblem ist, dass er pro Tag zwei Stunden mehr Schlaf bräuchte. Oder dass er nur so erschöpft ist, weil er seinen Job seit Jahren als völlig sinn- und freudlos erlebt.

Wenn du nicht vorankommst, sprich mit Familie und Freunden – sie haben sicher wertvolle Hinweise. Wenn auch das keine Ansatzpunkte liefert, hole dir Unterstützung durch Mediziner, Psychologen, Heilpraktiker etc. Du musst nicht alles glauben, was dir da als Theorie präsentiert wird – und bitte buche auf keinen Fall spontan teure Privatbehandlungen! - , aber beziehe die Hinweise in deine Überlegungen ein und hole eventuell Zweit- und Drittmeinungen und weitere Informationen ein.

4. Konsequenzen ziehen

Wenn du nun die Ursache für deine Beschwerden eingekreist hast, wird es konkret – du musst dein Verhalten ändern. Gewohnheiten abzulegen ist nicht immer leicht (Tipps zum Durchhalten findest du hier). Gehe am besten langsam und schrittweise vor: Zuerst hörst du auf, Kaffee zu trinken, dann reduzierst du den Wein, dann gehst du täglich ein bisschen früher ins Bett etc.

Vielen Menschen steht bei der Einführung eines gesünderen Lebensstils auch das Gefühl im Weg, etwas aufgeben zu müssen, was einem Freude macht, was einem schmeckt, und so ein Stück Lebensqualität zu verlieren. „Ich gönn’ mir doch sonst nichts!“ sagt sich dann mancher. In dem Fall ist es am besten, sich ganz konkret zu überlegen, was einem mehr bedeutet – nie mehr Blähungen, Verstopfung, Magenkrämpfe und Durchfall oder weiterhin jeden Tag zwei Stück Sahnetorte essen? – und sich gesunde Alternativen zu suchen, die genau so gut schmecken, genauso viel Spaß machen, aber keine unangenehmen Nebenwirkungen haben.

Und wenn dich die Motivation verlässt, dann denk' dran:
Du hast es in der Hand, dich gesund und fit zu fühlen - also nutze diese Chance und gestalte dein Leben aktiv und bewusst so, wie es dir am besten gefällt!