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Asana des Monats: Sirsasana – der Kopfstand
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Asana des Monats: Sirsasana – der Kopfstand

Von Katharina Maurer

Der Kopfstand ist der König der Asanas, für viele die Haltung schlechthin, wenn man an Yoga denkt. Salamba Sirsasana, so der vollständige Name der Asana, bedeuted übersetzt so viel wie unterstützter Kopfstand. Mit dieser Übung wird deine Welt wortwörtlich auf den Kopf gestellt. Und darin liegt die große Kraft dieser Asana.

„Die beste Weise, Furcht zu überwinden ist, sich mit Gleichmut dem auszusetzen, was wir fürchten“.

B.K.S. Iyengar in „Licht auf Yoga“ (1995)

Ausführung des Kopfstands im Yoga

  • Du bist in der Stellung des Kindes. Male dir im Geiste aus, wie du gleich im Kopfstand stehst.
  • Mit der nächsten Einatmung richtest du dich auf und stützt dich auf deine Ellenbogen.
  • Miss den idealen Abstand deiner Ellenbogen ab, indem du eine Unterarmlänge zwischen ihnen Platz lässt. Die Ellenbogen sollten nun direkt unter deinen Schultern stehen.
  • Falte nun deine Hände, während deine Ellenbogen auf der abgemessenen Position liegen bleiben.
  • Lege deinen Hinterkopf in deine Handinnenflächen, so dass dein Scheitel deine Matte berührt.
  • Strecke deine Beine und laufe langsam mit den Füßen immer weiter in Richtung deines Kopfes. Dadurch richtet sich dein Oberkörper automatisch auf.
  • Ab dem Punkt, wo nur noch deine Zehenspitzen den Boden berühren, winkelst du die Beine nach einander an und kippst deine Hüfte exakt über die Schultern.
  • Wichtig: Achte darauf, dass dein Kopf kein Gewicht trägt. Dein Körpergewicht wird nur von dem Dreieck bestehend aus deinen Unterarmen und der Kraft deiner Schultern getragen.
  • Wenn du jetzt eine gute Balance hast, ziehst du die Schultern von den Ohren weg und beginnst langsam die Beine nach oben strecken, bis du im vollständigen Kopfstand stehst.
  • Achte darauf deinen Atem stets entspannt fließen zu lassen. 
  • Um aus der Haltung heraus zukommen, gehst du alles Schritte rückwärts. Besonders wichtig ist es nach dem Kopfstand noch für kurze Zeit in der Position des Kindes zu verharren, damit dir nicht schwindelig wird.

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Wirkungen von Sirsasana

Die Wirkungen einer jeder Asana können in drei Ebenen kategorisiert werden. Die körperliche, die energetische und die geistige. Erfahre hier was der Kopfstand bei dir anstellt, wenn du ihn übst.

Körperliche Wirkungen

Umkehrstellungen gelten als wahre „Verjünger”. Im Kopfstand wird die Kopfhaut besser durchblutet als normal, wodurch sich Haarausfall und angeblich auch das Grau-Werden der Haare verringern lässt. Auch die Gesichtshaut wird mehr durchblutet und so erstrahlt, das Gesicht nach der Übung zart und rosig. Dein ganzes System wird einmal auf den Kopf gestellt und so von negativen Eigenschaften befreit. Die Klappen deiner Beinvenen werden entlastet, das aufgestaute Blut fließt mühelos Richtung Körpermitte und hilft so gegen Krampfadern. Der Darm wird von Verstopfungen befreit und gleichzeitig förderst du deinen Gleichgewichtssinn und deine Koordination. Du stärkst deine Schultermuskeln und trainierst deine Bauchmuskeln, denn ohne die, würdest du die Statik der Übung gar nicht halten können. Die umgedrehte Körperhaltung beim Kopfstand ist außerdem wohltuend für die Wirbelsäule und fördert deren ideale Ausrichtung. Gerade die Lendenwirbelsäule wird beim Kopfstand entlastet, was einem die Bandscheiben danken.

Energetische Wirkungen

Auf energetischer Ebene hilft der Kopfstand bei der Verbesserung von Apana, der Lebensenergie, die durch die unteren Teile des Rumpfes beeinflusst werden. Darunter fallen die Ausscheidungen, Sexualität und auch Kreativität. Außerdem aktiviert der Kopfstand das Stirn und Scheitel Chakra (Ajna und Sahasrara).

Geistige Wirkungen

Durch den Kopfstand förderst du ein gutes Selbstvertrauen und Mut und kreatives Denken. Diese Asana hilft dir, dich zu konzentrieren, stärkt dein Gedächtnis und deine Willenskraft.

Kontraindikationen: Wann du den Kopfstand lieber nicht üben solltest

So reichhaltig die guten Wirkungen des Kopfstandes auch sein mögen, es gibt doch ein paar Einschränkungen. Bei Nackenproblemen, Netzhautablösungen und anderen Augenkrankheiten, Bluthochdruck, Herzbeschwerden und Schwangerschaft solltest du diese Asana nur nach Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker üben.

Vorbereitung auf den Kopfstand

Generell kannst du dich vor einer Umkehrhaltung gut mit stehenden Asanas und seitlichen Drehungen warm machen. Auch übungen in denen du dich nach vorn stecksts bereiten dich körperlich und geistig auf die Asana vor.

Wenn du noch nicht genug Kraft hast dich im Kopfstand zu halten, kannst du deine Schulter- und Armmuskulatur mit dem Unterarmstütz bzw. dem Delfin trainieren. Und so geht's:

  • Du bist im Vierfüßlerstand und stützt dich auf deine Ellenbogen.
  • Miss den idealen Abstand deiner Ellenbogen ab, indem du eine Unterarmlänge zwischen ihnen Platz lässt. Die Ellenbogen sollten nun direkt unter deinen Schultern stehen.
  • Falte nun deine Hände, während deine Ellenbogen auf der abgemessenen Position liegen bleiben.
  • Strecke deine Beine durch, so dass sich dein Gesäß in die Höhe schiebt.
  • Bewege dich im Rhythmus deines Atems in eine Brett-Position, so dass die Nasenspitze vor deinen gefalteten Händen nahezu die Matte berührt.
  • Schiebe deinen Rumpf dann mit Armkraft zurück, so dass dein Gesäß sich wieder nach oben schiebt.
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