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Yoga in der Natur: Alles über Outdoor-Yoga
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Yoga in der Natur: Alles über Outdoor-Yoga

Von Katharina Goßmann

Was ist Outdoor-Yoga?

Outdoor Yoga ist, frei übersetzt, „Aus-der-Tür-Yoga”. Sobald du also aus der Haustür trittst und deine Matte ausrollst, machst du offiziell Outdoor-Yoga – auf der Terrasse, im Garten oder an einem Strand auf Costa Rica (man wird ja träumen dürfen...).

Wobei du zwischen verschiedenen Outdoor-Varianten wählen kannst:

Besonders beliebt, kostengünstig und – gutes Wetter vorausgesetzt – jederzeit möglich: Das „Ich geh mal eben in den Park um die Ecke, Schatz”-Yoga. Das heißt, du wirfst dir yogataugliche Klamotten über, greifst deine Matte und übst dann ganz individuell und so lange du willst auf einem öffentlichen Fleckchen deiner Wahl. Falls du das eigenständige Üben nicht gewohnt bist, dich gern inspirieren lässt oder deinen Lieblingslehrer nicht missen möchtest: Nimm doch die YogaEasy-Videos auf deinem Smartphone oder Tablet mit ins Freie!

Viele Yogastudios bieten aber auch in der warmen Jahreszeit Yoga im Freien an. Eine tolle Ergänzung zum gewohnten Studio-Setting. Besonders praktisch ist es, wenn Studios die Stunde in einem Park oder Ähnlichem in der Nähe des Studios abhalten, sodass bei schlechtem Wetter das Studio als Ausweich-Location zur Verfügung steht. Vor allem, wenn du (wie wir) in Hamburg und Co. lebst, also in Gegenden, in denen langanhaltender Sonnenschein auch im Sommer eher die Ausnahme ist...

Zusätzlich gibt es Yogalehrer, die nur im Sommer für wenige Monate (manche sogar täglich!) frühmorgens Yoga am Steg und Co. anbieten, sodass du den Sommer zur Intensivierung deiner Yoga-Praxis nutzen kannst – ohne dich in überhitzte, muffige Studios quälen zu müssen.

In Großstädten gibt es seit einigen Jahren auch das sogenannte Guerilla Yoga: Outdoor-Yoga-Stunden werden kurzfristig per E-Mail oder auf den sozialen Medien angekündigt. Und dann trifft man sich spontan im Stadtwald, am (per S-Bahn erreichbaren) See oder auch mal ganz urban unter einer malerischen S-Bahn-Brücke aus dem 19. Jahrhundert – und übt gemeinsam Yoga.


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Die Vorteile von Outdoor-Yoga

Grundsätzlich hat Outdoor-Yoga alle Vorteile, die Bewegung in der Natur bekanntermaßen hat: Die Luft ist frischer, gesünder und virenfreier als in geschlossenen Räumen, du tankst Vitamin D und das Grün der Bäume, Wiesen oder Blumen erfreuen Herz und Seele.

Auf viele Menschen wirkt Yoga in der Natur auch besonders beruhigend und erdend. Vielleicht möchtest du ja mal ohne Matte üben, und dich so wortwörtlich mit der Erde verbinden? Probier es aus: Grabe deine Zehen genussvoll in Gras oder Sand, übe den Baum auf einem Baumstamm und lass dich bei Shavasana von Ameisen und Käfern kitzeln. Wir garantieren, dass du danach so beschwingt sein wirst wie schon lange nicht mehr...

Kurz gesagt: Outdoor-Yoga kombiniert die beglückende und gesundheitsfördernde Wirkung von Zeit in der Natur mit der beglückenden und gesundheitsfördernden Wirkung von Yoga. Eine perfekte Kombination!

Was ist zu beachten bei Yoga an der frischen Luft?

Hier ein paar Hinweise, damit du dein Yoga im Freien wirklich genießen kannst.

1. Location, Location, Location

Beim Outdoor-Yoga gilt (wie auch beim Immobilienkauf) das altbekannte Mantra „Location, Location, Location”. Den Ort für deine Yoga-Praxis solltest du dementsprechend gut auswählen.

Wenn du regelmäßig im Freien üben willst, sollte er zum einen nicht allzu weit von deinem Zuhause entfernt sein. Sonst schreckt dich schon der Weg dorthin ab.

Dein Yoga-Platz sollte außerdem relativ ruhig sein, optimalerweise also nicht direkt an der Autobahn oder einer Baustelle. Denn so gut wir Yogis auch darin sein mögen, Geräusche aus dem Außen auszublenden – mehr Freude haben Körper und Geist, wenn sie ihre Ruhe haben.

Falls du nicht exhibitionistisch veranlagt bist, sollte der Ort auch wenig frequentiert sein, oder wenigstens von Blicken abgeschirmt. Sonst wird es dir schwerfallen, beim Üben bei dir zu bleiben, wenn im Minutentakt Kinder auf dich zeigen und rufen „Was macht denn die da Komisches, Papa?” oder ältere Damen flöten „Sehr beeindruckend, die Turnübungen des jungen Herren, nicht wahr, Marianne?”.

2. Untergrund und Lichtverhältnisse

Die konkrete Stelle solltest du einmal kurz prüfen, bevor du deine Yogamatte ausrollst: Der Untergrund sollte möglichst ebenerdig sein, damit du nicht nur am Wanken und Schwanken bist und deinen Körper nicht einseitig belastest. Grundsätzlich ist es außerdem empfehlenswert, im Schatten etwa eines Baums zu üben, weil dich sonst die Sonne blendet und auch im Sommer sehr heiß werden kann. Es sollten zudem nicht zu viele Wurzeln aus der Erde stehen beziehungsweise Eicheln, Tannenzapfen und Co. auf dem Boden liegen, weil das Üben sonst ungemütlich wird.

3. Die Yogamatte

Deine Matte sollte nicht nur möglichst dick und stabil sein, damit du nicht jedes Steinchen spürst, sondern auch waschbar oder mindestens gut abwischbar. Also bitte keine hauchdünnen Travelmats und keine Jade-Matten – die saugen nämlich Dreck auf wie ein Schwamm. Besorge dir am besten eine Matte, die du nur für Yoga im Freien verwendest und achte darauf, dass du immer dieselbe Seite auf den Boden legst.

4. Das Outdoor-Outfit

In der Öffentlichkeit zieht man sich ja im Regelfall etwas adretter an als zu Hause. Überleg dir aber gut, ob du deine teure Designer-Leggings zum Yoga in der Natur anziehst. Gras- und Erdflecken sind nach dem Outdoor-Yoga keine Seltenheit. Dann doch eher mal zu robusten Outfits in Tarnfarben greifen!

Wenn du eine Schlussentspannung machen möchtest, solltest du dir – wenn es nicht gerade seit Wochen Hochsommer ist – ein bis zwei dicke Decken mitnehmen. Die Erde ist meist eher kühl im Vergleich zur Luft, das heißt, eine Decke solltest du auf deine Yogamatte legen. Und wenn du geschwitzt hast, wirst du im Schatten unter deinem Lieblingsbaum ebenfalls leicht auskühlen – mit der anderen Decke kannst du dich zudecken.

5. Herausforderung Sand

Falls du das Glück hast, in der Nähe eines Sandstrands zu leben, kannst du selbstverständlich auch dort Yoga üben. Bereite dich aber innerlich auf folgendes vor:

  • Der Wind ist am Strand oft deutlich stärker als anderswo – und nicht nur deine Haare, sondern auch deine Matte, dein Handtuch und was du sonst noch dabei hast können bei zunehmendem Wind jederzeit wegfliegen.
  • Wenn du kein Problem damit hast, nach dem Yoga von unten bis oben voll mit Sand zu sein (inklusive Mund, Ohren, Unterhose und BH…), dann kannst du eine ganz normale Sequenz für dein Strand-Yoga einplanen. Falls du die Vorstellung nicht so toll findest, solltest du dir vorher eine Übungsreihe überlegen, die nur aus stehenden Asanas besteht.
  • Mach dir klar, dass Yoga im Sand immer eine Balance-Übung ist. Sand ist nun mal kein fester Untergrund. Wenn dich das nervt: Verbuch dein Strand-Yoga doch als Übung deiner inneren Balance!

Tipp: Du fühlst dich nicht wohl dabei, Yoga unter den neugierigen Blicken von Spaziergängern zu üben, möchtest aber trotzdem gern eine Form von achtsamer Bewegung in der Natur üben? Dann probier doch mal eine Gehmeditation aus!

YogaEasy wünscht dir viel Spaß in der Natur – auf gutes Wetter!


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