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Asana des Monats: Vrksasana – der Baum
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Asana des Monats: Vrksasana – der Baum

Von Merle Blankenfeld

Der Baum ist eine Asana, die man entweder liebt oder hasst. Die einen genießen das leichte Gefühl, das sie in dieser Balance-Haltung haben. Die anderen sind genervt davon, wenn es wackelt und der angewinkelte Fuß immer wieder abrutscht. Vrksasana lehrt uns vor allem, den Moment so anzunehmen, wie er gerade ist. Wenn du ohne Probleme so fest stehst wie eine 1000-jährige Eiche – super. Wenn du heute eher ein dünnes Bambusrohr in einem Tornado bist – genauso super. Es darf sein, wie es eben ist.

Beides hat seine Daseinsberechtigung und ist in Balance-Haltungen sogar notwendig: Flexibilität genauso wie Stabilität. Das richtige Maß, der perfekte Punkt zwischen zu viel und zu wenig Anspannung – das ist das Rezept für einen standfesten Baum. Das Wichtigste dafür: die Wurzeln. Sie erden den Baum und auch dich, wenn du die Asana übst. Deine Wurzeln, die Füße, sind zwar nicht tief in die Erde eingegraben, bilden die stabile Basis deines Baumes. Egal, wie sehr es oben wackelt.

Vrksasana kommt aus dem Sanskrit – „vrksa” heißt (wer hätte es gedacht?) Baum, „asana” meint Übung. Denke in dieser Haltung also immer an deinen Lieblingsbaum: Seine Äste und sogar der Stamm dürfen mit dem Wind schwingen und sich der Beweglichkeit des Lebens hingeben, aber so leicht reißt sie nichts aus der Erde. Dafür hat der Baum ja seine Wurzeln.


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Wirkungen von Vrksasana, dem Baum

1. Körperliche Effekte

  • verbessert das Gleichgewichtsgefühl
  • aktiviert fast alle Muskeln des Körpers
  • stärkt die Beinmuskeln
  • kräftigt Hüfte und Füße
  • öffnet den Herzraum
  • macht die Atmung gleichmäßiger

2. Geistige Effekte

  • wirkt erdend
  • klärt deinen Geist
  • stärkt deine innere Ruhe

3. Energetische Effekte

Ausführung: So übst du den Baum

  1. Du startest in Tadasana, der Berghaltung. Dafür stehst du in einem hüftbreiten, stabilen Stand. Das Becken ist leicht nach vorn gekippt, sodass du kein Hohlkreuz machst. Knie und Oberschenkel sind aktiv, der Oberkörper aufgerichtet.
  2. Verlagere dein Gewicht auf das linke Bein - das wird dein Standbein.
  3. Nun hebst du den rechten Fuß nach oben und setzt ihn mit der Sohle am Oberschenkel, an der Wade oder mit den Zehen auf dem Boden und der Ferse am Knöchel ab. Je höher der Fuß ist, desto anspruchsvoller ist die Balance-Haltung.
  4. Als Nächstes bringst du deine Hände zunächst in Anjali Mudra vor der Brust zusammen. Wenn du dich sicher und stabil fühlst, streckst du die Arme über dem Kopf aus und bringst die Handfläche dort wieder aneinander oder streckst sie im V nach oben. Die Finger sind bei dieser Variante im Jnana Mudra, bei dem sich Daumen und Zeigefinger berühren. Die Schultern bleiben entspannt und weg von den Ohren.
  5. Setze dann behutsam den Fuß wieder ab und übe den Baum auf der anderen Seite.

In diesem Video kannst du dir bei Lalla Turske anschauen, wie du den Baum richtig übst:

Yoga Video vrksasana (Baum)YogaEasy-Video abspielen

Tipps für Vrksasana, den Baum

  • Such dir ein Drishti, also einen Fixpunkt, der sich nicht bewegt. Fokussiere deinen Blick auf diesen Punkt. So bleibst du leichter im Gleichgewicht.
  • Setze deinen Fuß auf keinen Fall auf dein Knie, sondern in jedem Fall darunter oder darüber. Dein empfindliches Kniegelenk wird es dir danken. Etwas fortgeschrittener wird es, je weiter du deinen Fuß in Richtung Schritt bringst. Aber auch seitlich auf der Wade oder mit den Zehen auf dem Boden kannst du von vielen positiven Wirkungen dieser Asana profitieren.

Baum Baum

  • Versuche, dein Knie möglichst im 90-Grad-Winkel zur Seite zu strecken.
  • Halte eine Grundspannung im gesamten Körper. Das macht es leichter, wie ein starker Baum allem zu trotzen, das dich umwerfen will.
  • Ausnahme: Entspanne in der Asana deine Gesichtsmuskulatur. Mit einem kleinen Lächeln fällt dir diese Balance-Haltung viel leichter, versprochen!
  • Achtung: Wenn du unter Bluthochdruck leidest, solltest du die Arme nicht heben.

Variationen des Baums

1. Gestrecktes Bein

Hierfür streckst du das Bein aus, anstatt es am gegenüberliegenden Oberschenkel abzusetzen. Greif dafür den Zeh mit Daumen und Zeigefinger. Bitte übe diese Variation nur, wenn du dabei den Oberkörper aufrecht halten kannst.

Baum 

2. Bein im halben Lotus

Für diese fortgeschrittene Variante setzt du deinen Fuß nicht am Oberschenkel ab, sondern legst die Fußaußenkante in der Leiste des Standbeins ab. So verstärkst du die Dehnung der Hüfte.

Baum

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