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Yoga-Glück: Nimm dein Glück in die Hand
Gräfe und Unzer Verlag, Nicolas Olonetzky

Yoga-Glück: Nimm dein Glück in die Hand

Von Anna Trökes

Ein glückliches Leben ist für viele von uns gleichbedeutend mit einem Leben in Freude und Sicherheit: ein sorgenfreies Leben, in dem wir nicht leiden und uns nicht leer und unzufrieden fühlen, sondern Ruhe, Gelassenheit und nährende Beziehungen erfahren. Glück existiert in unserer Erinnerung an Vergangenes und im Erleben der Gegenwart, aber nie in der Zukunft. Für die Zukunft wird Glück gewünscht – für die Ehe, für das neugeborene Kind, zum Geburtstag oder für eine Prüfung – aber planen können wir es scheinbar nicht. Glück scheint ein facettenreiches Phänomen zu sein zwischen Erinnerung, Erleben und Ersehntem. Was also ist Glück? Die Psychologin Sonja Lyubomirsky beschreibt in ihrem Buch „Glücklich sein” drei Hauptmythen von Glück, mit denen Menschen aufgewachsen sind, die in der westlichen, christlichen Gesellschaft sozialisiert und erzogen wurden.

Mythos 1: Das Glück muss man suchen

Wer glaubt, das Glück müsse erst draußen in der Welt gefunden werden, der meint, allein die äußeren Umstände seien dafür verantwortlich, dass wir glücklich werden. Nur im Außen, in dem Traumpartner, in der Traumwohnung, im Traumurlaub findet man angeblich sein ganz persönliches, vorherbestimmtes Glück. Das ganz persönliche Glück ist also irgendwo in der Welt und man muss sich sein ganzes Leben lang bewegen und danach suchen. Diese Haltung schützt in ganz wunderbarer Weise davor, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. 

Mythos 2: Um glücklich zu werden, muss sich einiges ändern

„Wenn ich nur dieses oder jenes täte oder Wenn sich doch nur dieses und jenes änderte, dann würde ich automatisch glücklich werden.” Glaubenssätze wie dieser suggerieren, dass Veränderung bestimmter Lebensumstände in der Zukunft zum Glück führen. Es gibt nicht wenige Menschen, die es sogar unglücklich macht, wenn sie sich an frühere Glücksmomente erinnern, weil sie davon überzeugt sind, das Glück von damals nicht noch einmal erleben zu können. Gedanken wie diese halten uns davon ab, all das zu erkennen und aus dem zu schöpfen, was wir jetzt in diesem Moment zum Glücklichsein in uns tragen. Tatsächlich zeigen Studien, etwa von Sonja Lyubomirsky, dass die Änderung äußerer Umstände nur 10 Prozent unseres Glücksniveaus ausmacht, bewusste klare Entscheidungen und ihre aktive Umsetzung dafür aber bis zu 40 Prozent. Immerhin 50 Prozent unseres persönlichen Glücksniveaus werden durch einen sogenannten Glücksfixpunkt (siehe unten) genetisch festgelegt. Und das bringt uns zum dritten Mythos.

Mythos 3: Glück hat man oder man hat es eben nicht

Sehr verbreitet ist die Meinung, dass manche Menschen quasi mit einem Gen zum Unglücklichsein auf die Welt kommen. Unglück ist demnach etwas Angeborenes, das man nicht mehr abschütteln kann. Menschen mit dieser Überzeugung können sich kaum vorstellen, dass sie selbst etwas dafür tun können, um Glück und Freude zu empfinden.

Dein persönlicher Glücksfixpunkt

Die Zwillingsforschung jedoch wiederlegt diese Mythen. Vergleiche von genetisch identischen Menschen zeigen, das jeder Zwilling über einen individuellen Glücksfixpunkt verfügt – also ein Basisgefühl von Glück, das im Kern nicht veränderbar ist. Es bestimmt, wie glücklich ein Mensch werden kann. Auf diesem Punkt pendelt sich der Gemütszustand nach Enttäuschungen und Krisen aber auch nach Triumphen und Hochstimmungen immer wieder ein.  Zahlreiche weitere wissenschaftliche Untersuchungen kamen zu demselben Ergebnis: Auch wenn Freud und Leid sich abwechseln – stets kommen wir zwischen den Höhen und Tiefen unseres Lebens wieder auf der Ebene unseres persönlichen Glücksfixpunkts an. Positiv verändern kannst du deinen Glücksfixpunkt nicht, denn er ist genetisch festgelegt. Und doch hast du die Möglichkeit, dein Glücksempfinden zu steigern, denn der Glücksfixpunkt beeinflusst nur 50 Prozent Ihres maximal möglichen Glücksempfindens. 40 Prozent deines Glücksempfindens kannst du durch deine innere Haltung selbst beeinflussen.

Die Psychologin Barbara Fredrickson hat ein überaus brauchbares und hilfreiches Konzept entwickelt. Sie empfiehlt uns zu lernen, zwischen angemessenen und unangemessenen negativen Gefühlen zu unterscheiden: Angst, Zorn, Streit, Trauer und Schuldgefühle klassifiziert sie als angemessene negative Emotionen, denn sie beziehen sich auf eine spezifische Situation und wir können sie irgendwann auch wieder überwinden. Wut, Abscheu, Verachtung und Scham dagegen sind unangemessene negative Emotionen, da wir ihnen in der Regel die Macht geben, unser ganzes Wesen zu beeinflussen und sich ganz tief in uns einzunisten. Deshalb können wir sie auch nur ganz schwer wieder loslassen. Ohne die unangemessenen negativen Gefühle kannst du leben, denn sie helfen dir nicht weiter, sondern belasten dich nur. Ohne angemessene negative Gefühle jedoch wärst du gefühlskalt.

Negative Gefühle aus der Sicht des Yoga

Auch Yoga hat die negativen Gefühle und die Macht, die wir ihnen geben, seit jeher im Blick. Patañjali, der vor etwa 2.000 Jahren mit dem Yoga-Sutra einen der wichtigsten Grundlagentexte des Yoga geschrieben hat, unterscheidet und kategorisiert sie genauer. Zum einen benennt Patañjali die unbewusst in uns wirkenden störenden Kräfte, die wir, bedingt durch unsere genetische Disposition, in uns tragen. Sie werden Vasanas genannt. Sie können bewirken, dass wir ängstlicher, empfindsamer, stressanfälliger, misstrauischer oder verschlossener sind als andere Menschen. Wir wissen heute, dass negativer Stress und traumatische Ereignisse durch die Gene noch über mehrere Generationen wirksam sein können. Deshalb finden wir in unserem eigenen Leben nicht immer Ursachen für bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Ängste oder ständige Nervosität, die tief in unserem Geist und unserem Körper verankert sind. Wir können nur lernen, sie zu erkennen, achtsam mit ihnen umzugehen und bewusst daran zu arbeiten, ihnen nicht zu viel Raum zu geben.

Zum anderen beschreibt Patañjali unsere Prägungen, die Samskaras. Dabei handelt es sich um Störkräfte, die bewirken, dass wir unbewusst in Reiz-Reaktions-Mustern und in festen Mustern gefangen bleiben, mit denen wir die Welt und das, was uns wiederfährt bewerten. Die wesentlichsten und nachhaltigsten Prägungen erfahren wir in der frühen Kindheit, also zu einer Zeit, in der wir noch nicht in der Lage sind über das nachzudenken, was uns geschieht. Deswegen wirken die Samskaras immer ganz aus der Tiefe heraus. Sie zeigen sich in unseren Ansichten, unseren Fühl-, Denk und Verhaltensmustern und in unseren Handlungen.

Patañjali empfiehlt, sich die Antarayas immer wieder bewusst zu machen, damit sie einen nicht beherrschen. Und er rät, gute persönliche Gegenstrategien zu entwickeln, die einem dabei helfen, gelassen aber entschieden seinen Weg zu gehen und seine Ziele zu verfolgen. Die Vasanas und Samskaras wirken ganz aus der Tiefe des Unbewussten heraus, wogegen die aus ihnen entstehenden Antarayas mehr an der Oberfläche des Bewusstseins aktiv sind.

Die Störkräfte für Glück

Die Störkräfte jedoch, die am intensivsten und weitreichendsten in uns wirken, liegen auf einer mittleren Ebene, denn sie gründen tief im Unterbewussten, ragen aber auch weit in unser Alltagsbewusstsein hinein. Es sind die Kleshas, tief sitzende, störende Kräfte. Patañjali unterscheidet fünf Kleshas:

  1. Avidya: steht für Unwissenheit, Irrtum und Verwechslung
  2. Asmita: steht für die Fehleinschätzung der eigenen Person
  3. Raga: steht für die Gier, das bedingungslose Haben-Wollen
  4. Dvesha: steht für die Abneigung, das Nicht-Haben-Wollen
  5. Abhinivesha: steht für eine tief sitzende Unsicherheit und Angst (vor der eigenen Vergänglichkeit)

Die Kleshas beziehungsweise Störkräfte treten meist im Team auf, wobei in der Regel eine Kraft führend ist. Als Hauptursache oder auch Nährboden aller dieser Kräfte gilt im Yoga Avidya, die Unwissenheit.

Der Wesenskern

Yoga kann dir helfen zu erkennen, dass du mehr bist als dein Ego und Besitz. Durch Yoga kannst du erfahren, dass es etwas in dir gibt, das unangreifbar, unverletzlich, alterslos und unsterblich ist: deinen Wesenskern. Im Wesenskern empfindest du, dass du jenseits aller äußeren Zuschreibung einfach sind, und dass du das bewusst erleben kannst. Im Yoga wird dieser Wesenskern als Selbst bezeichnet. Die Yogalehren laden dich ein, sich immer mehr der Erkenntnis zu öffnen, dass dieses Selbst dein wahres Wesen ausdrückt. Wenn du unter oder hinter deinem Ego eine Instanz annimmst, die du als unverletzlich, nicht zu kränken und als alterslos erfährst, dann kannst du die Anhaftung an dein Ego lösen und an alles, was es ausmacht und nährt, wie Status, Ansehen und Besitz. Wer die unantastbare Natur seines Wesenskerns jedoch nicht erkennt, der mag meinen, er sei all das, was sein Ego darstellt: ein Bündel unterschiedlicher Persönlichkeitsaspekte, mit denen er sich selbst erfährt und mit denen er der Welt begegnet (Asmita).

Unser Ego steckt voller Erwartungen an sich selbst und daran, wie man sich ihm gegenüber zu verhalten und wie sich die Dinge zu entwickeln haben (Raga ). Unsicherheit und Angst (Abhinivesa) sind sehr starke Störfaktoren, die unser Denken und Handeln nachhaltig beeinflussen. Nach Patañjali ist eine der Hauptursachen für diese Angst die Erfahrung, dass alles einem ständigen Wandel unterliegt und nichts von Dauer ist. Diese Tatsachen konfrontieren uns damit, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben. Patañjali meint, dass es uns nie gelingen wird, die Kleshas vollkommen außer Kraft zu setzen, dass es jedoch möglich ist, sie durch Achtsamkeit zu schwächen. Wenn du sie aber kennst, dann kannst du sie im Sinne ihrer biologischen Funktion respektieren und sogar schätzen lernen. Und du kannst beginnen, ihre positiven Aspekte bewusst und aktiv zu nutzen und ihre Energien mit Achtsamkeit zu lenken, zu modifizieren und zu modulieren. Wenn du also auch deinen negativen Gefühlen zugestehst, eine sinnvolle Rolle in deinem Gefühlshaushalt spielen zu dürfen, dann musst du diese weder ablehnen noch verdrängen. 40 Prozent deines Glücks liegen in deinen Händen. Wir können es demnach durch aktives Tun bewusst gestalten. Doch wie, dafür gibt es kein allgemeingültiges Erfolgsrezept, denn jeder Mensch ist ein Individuum.

Wohlbefinden – zentraler Faktor positiver Lebensführung

Die Positive Psychologie ersetzt den Begriff Glück zunehmend durch das Konzept des Wohlbefindens und das Bild vom persönlichen Aufblühen durch das Verstärken von positiven  Gefühlen, Engagement, positiven Beziehungen und Erfolg. Der Psychologe Martin Seligmann beschreibt in seinem Buch „Flourish – Wie Menschen aufblühen” viele Beispiele für ein solches Aufblühen. Aufblühen ist dann möglich, wenn du dich ganz bewusst dafür entscheidest. Das erfordert allerdings Engagement und einen langen Atem, denn dazu musst du die fünf, im folgenden aufgeführten Fähigkeiten entwickeln und fest in deinem Leben verankern.

  1. Werde dir deiner eigenen Gefühle bewusst. Auf diese Weise lernst du, dein Verhalten und deine Antriebe zu erkennen. Vorteil: Du bist deinen Emotionen künftig nicht mehr so bedingungslos ausgeliefert.
  2. Lerne, deine Gefühle so zu regulieren, dass sie persönlich stimmig und einer Situation angemessen sind. Ziel ist es, sich in problematischen oder konflikthaften Situationen selbst zu beruhigen und mit Emotionen wie Angst, Wut, Enttäuschung oder Kränkung konstruktiv umgehen zu können.
  3. Stärke deine Gefühle, die dir helfen, Ziele zu erreichen. Das bedeutet langfristig, persönliche Strategien zur Selbstmotivation zu entwickeln und die eigene Kreativität zu fördern und zu stärken.
  4. Fördere deine Empathie. Eine Basis zwischenmenschlicher Beziehungen ist Empathie, die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Gefühle, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. All das kannst du positiv beeinflussen, indem du Menschen respektvoll und unterstützend begegnest und sie begleitest.
  5. Gehe sorgsam mit Beziehungen um. Der rüchsichtsvolle, konstruktive und gewaltfreie Umgang mit den Gefühlen anderer Menschen fördert ein friedliches Miteinander und wertschätzende Zusammenarbeit in allen gesellschaftlichen Umfeldern.

Wie Yoga glücklich macht

Yoga üben allein macht schon glücklich, denn jede Übungspraxis lässt dich erfahren, dass du selbst etwas für dein körperliches und geistiges Wohlbefinden tun kannst. Asanas sind auf bestimmte Wirkweisen hin konzipiert, die im Yoga als wichtig gelten. So wirken Rückbeugen eher anregend und aufmunternd, während Vorbeugen uns energetisch eher beruhigen. Rückbeugen verstärken die Einatmung und wirken so auf den anregenden Ast des vegetativen Nervensystems, während Vorbeugen die Ausatmung begünstigen und damit den Ast des Vegetativums aktivieren, der uns in die Ruhe und Regeneration führt. Neben solchen offensichtlichen Wirkweisen gibt es aber noch viel subtilere. Sie gründen sich darauf, mit welcher inneren Ausrichtung du dich einer bestimmten Übungspraxis widmest. Wenn du übend einen bestimmten Aspekt fokussierst, wie etwa Achtsamkeit, Ausgeglichenheit, Kraft, Dankbarkeit oder Freude, dann wird genau dieser Aspekt in deiner Erfahrung gestärkt werden. Die einzelnen Übungen dienen dann nur dazu, dir die Erfahrung dieser Geistesqualität zu ermöglichen.

Virabhadrasana I Flow: Sag Ja zum Leben!

  • Komme an den vorderen Rand der Yogamatte. Deine Füße sind hüftbreit geöffnet. Mache nun mit dem rechten Fuß einen weiten Ausfallschritt nach hinten. Drehe den rechten Fuß etwa 10 Grad auswärts. Der linke Fuß weist gerade nach vorne.
  • Schmiege die Außenkante der rechten Ferse an den Boden, strecke achtsam beide Beine. Strebe über die Hände bodenwärts und hebe dein Herz. Atme ruhig und gleichmäßig aus.
  • Hebe einatmend deine Arme und beuge das vordere Bein an. Schaue nach oben und öffne sich in dieser Geste ganz der Schönheit des Lebens.

     
  • Beuge dich ausatmend vor. Führe dabei die Arme über die Seiten nach unten. Entspanne Nacken und Kopf, und verbeuge dich vor der Kraft und Intelligenz des Lebens.
  • Richte dich einatmend wieder auf. Führe deine Arme über die Seiten nach oben. Das vordere Bein bleibt noch gebeugt. Werde dir bewusst, dass dein Leben dich gerade jetzt, mit dieser Haltung, Weite und Offenheit erfahren lässt. Du bist diese Weite und diese Offenheit!
  • Senke ausatmend die Arme, und strecke das linke Bein. Komme ganz zu dir – im Hier und Jetzt.
  • Wiederhole diesen Ablauf noch zweimal, während dein linkes Bein vorne ist. Komme dann für einige Atemzüge in den Stand. Wechsele die Beine und wiederhole die Übung noch dreimal.

Happiness-Faktor dieser Sequenz:

  • Die Heldenhaltung ist eine kraftvolle Geste, die dich einlädt, mit deinem ganzen Sein „Ja!” zum Leben zu sagen
  • Die Vorbeuge gleicht einer Verbeugung – sie entspannt Geist und Gemüt
  • Der Wechsel von Rück- und Vorbeuge schenkt Ausgeglichenheit

Baum im Wind: Gleichgewicht finden

  • Hebe im Stand dein rechtes Bein und umfange das Knie mit beiden Händen.
  • Strebe mit dem Knie so weit vom Körper weg, bis deine Arme ganz gestreckt sind. Atme ein, hebe dein Herz und deinen Blick.
  • Ziehe ausatmend das Knie möglichst weit zu dir heran. Runde den Rücken und schaue Richtung Nabel.
  • Fahre damit im Rhythmus deines Atems fort. Falls du wackelst wie ein Baum im Sturm oder das Gleichgewicht mal verlierst, bleibe gelassen! Die Übung trainiert dein Gleichgewicht. Wenn du überhaupt nicht schwankst, übe mit (halb) geschlossenen Augen.
  • Werde dir bewusst, wie dein Geist bei dieser Übung zur Ruhe kommt und wie du dein Gleichgewicht immer wieder neu erschaffst.
  • Sobald du merkst, dass dein Standbein ermüdet, halte inne. Nach einigen ruhigen Atemzügen im Stand wiederhole diese Übung mit dem rechten Bein als Standbein.
  • Wie ruhig, gesammelt und präsent erlebst du dich nach dieser Übung? Spüre nach.

Happiness-Faktor der Sequenz:

  • Sammelt und beruhigt den Geist
  • Lässt dich dein Präsenz im Augenblick erfahren

Atem-Gewahrsein und Atem-Achtsamkeit entfalten

  • Richte dich bequem im Sitz ein. Schließe die Augen und ziehe dich zurück in deinen inneren Raum.
  • Verbinde dich mit deinem Atem. Spüre, wie er ganz von alleine kommt und geht. Lächele deinem Atem zu: Empfange die Luft mit einem Lächeln – und entlasse deinen Atem mit einem Lächeln. Beobachte, wie dadurch deine Atmung leicht und frei wird.
  • Lege die Hände auf den unteren Brustkorbrand. Fühle die Atembewegung unter deinen Händen. Mit jedem Einatem dehnt sich der Brustkorb, vom Herzen ausgehend, etwas in die Weite, mit dem Ausatem schwingt er langsam zurück in die Zentrierung.
  • Verweile so und bleibe, während du ruhig und sanft weiter atmest, deinem Lächeln und der Atembewegung verbunden.
  • Um diese Yogaübung zu beenden, führe deine Arme dreimal mit dem Einatem in die Weite und komme ausatmend zurück zum Herzraum.
  • Nimm die Achtsamkeit aus dieser Übungsreihe nun mit hinaus in dein Leben.

Happiness-Faktor dieser Sequenz:

  • Die Atemachtsamkeit führt dich schnell und sicher ins Hier und Jetzt
  • Das innere Lächeln lässt den Atem mühelos und frei werden und hebt die Stimmung
  • Die Visualisierung schenkt dem Herzen Raum und Weite

GU Verlag, Yoga Glück, Anna Trökes und Dr. Bettina Knothe, 192 Seiten, Hardcover

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