Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
yoga_gegen_entzuendungen
Shutterstock

Yoga gegen Entzündungen

Von Katharina Maurer

Jeder von uns hatte schon eine Entzündung: von der Erkältung im Herbst, wenn dass Wetter wieder unwegsamer wird, bis zu dem Splitter, der im Finger steckt und den der Körper zu entfernen versucht. Wenn zum Beispiel körperfremde Stoffe wie Bakterien, Pilze oder Vieren in den Körper eindringen, wird das Immunsystem aktiviert und weiße Blutzellen ausgeschüttet. Zusätzlich bringt der Körper mit Maßnahmen wie Schmerzen, Wärme, Rötung, Schwellung, manchmal auch sogar Fieber, Frost, Müdigkeit und Muskelschmerzen wieder in die Balance. Er leitet eine Bereinigung von nutzlosem bzw. schädlichem Zellmaterial ein. Eine Entzündung ist also eine Art des Körpers, sich zu schützen und die betroffene Stelle zu heilen.

Es gibt aber auch die Art der Entzündung, die als stille oder chronische Entzündung bekannt ist. Der Körper richtet sein Abwehrsystem gegen sich selbst, denn er erkennt dann selbst gesunde Organe als entzündet an und bekämpft sie. „Körpereigene Strukturen werden das Ziel dieser Entzündungsprozesse, und gleichzeitig breiten sie sich als systematische Entzündung im gesamten Körper aus.” (Der stille Feind in meinem Körper, Karsten Krüger). In der Wissenschaft wird diese sogenannte stille oder chronische Entzündung mit Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Morbus Crohn, Hashimoto, Arthritis, Depressionen und auch Alzheimer in Verbindung gebracht.

Während wir bei der klassischen Entzündung oft sagen, dass sich der Körper schon selbst heilt, trifft das auf die chronische Entzündung leider nicht zu. Zumindest nicht, so lange wir die Auslöser beibehalten.

Auslöser der stillen Entzündung: Stress, Bewegungsmangel, Fehlernährung 

Inzwischen geht man davon aus, dass stille Entzündungen maßgeblich durch den Lebenswandel beeinflusst werden können bzw. sogar durch einen ungesunden Lebenswandel ausgelöst werden können. Wichtige Faktoren sind hier die üblichen Verdächtigen wie Stress, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. „Der wohl bedeutendste Faktor für die Entstehung systemischer oder stiller Entzündungen in Deutschland bzw. den westlichen Industrienationen scheint eine langfristig positive Energiebilanz zu sein, also eine Fehlernährung mit folgendem Übergewicht. [...]Regelmäßig und andauernde Überernährung löst in vielen Zellen unseres Körpers eine Art ,Stoffwechselstress’ aus.” Die Fettzellen sind darauf angelegt, dass sie mit Nahrungsfetten be- und entladen werden. Findet diese Entladung nicht statt, treibt das die Blutfettwerte in die Höhe, und der Körper lagert das Fett in andere Organe und Muskeln ab.

Auch Stress verursacht Entzündungen im Körper. Besonders bei chronischem Stress werden Hormone produziert, die für einen kurzen Moment im Körper sinnvoll sind (ursprünglich sinnvoll um mithilfe des Kampf-oder-Flucht-Modus sein Leben zu retten), die aber auf Dauer krank machen. Darunter zum Beispiel Cortisol. Stresshormone stören das Verdauungsystem, was langfristig Irritationen und ebenfalls Entzündungen hervorruft. Die Nährstoffversorgung im Körper ist dann dauerhaft gestört, und Gifte werden nicht mehr ausreichend abgebaut. Cortisol bewirkt außerdem, dass der Körper ein Extra an Zucker ausschüttet – für schnelle Energie in einer Flucht-oder-Kampf-Situation. Wird dieser aber nicht benötigt, wandelt der Körper ihn in Bauchfett um. Dieses sogenannte Unterbauchfett ist ebenfalls als Auslöser für Entzündungen im Körper bekannt. „Besonders problematisch ist die Entwicklung eines ausgeprägten Fettgewebes vor dem Unterbauch, welches medizinisch als ,viszerales Fett’ bezeichnet wird. Von diesem Fettgewebe ist bekannt, dass mit wachsendem Umfang besonders viele Entzündungszellen einwandern, hier also ein besonders risikoreicher Entzündungsherd entsteht.” (Der stille Feind in meinem Körper, Karsten Krüger)

Ein langfristig erhöhter Cortisolwert wird inzwischen auch als eine wichtige Ursache von psychischen Folgeerkrankungen gesehen. Auch ein Grund, warum ein guter Schlaf so gesundheitsfördernd ist, denn hier bringt der Körper das Hormonlevel wieder in die Balance.


Dein Online-Yogastudio zu Hause – 7 Tage gratis testen
Yoga hilft bei Entzündungen. Trainiere mit professionellen Lehrern Yoga zuhause in deinem Wohnzimmer und beobachte, welche Wirkung Yoga auf dich hat.
JETZT YOGA 7 TAGE TESTEN

Maßnahmen gegen chronische Entzündungen

Die Ursache für chronische Entzündung kann vielfältig sein. Es gibt aber einige Stellschrauben, an denen du drehen kannst, um ihr entgegenzuwirken oder sie zu lindern. Der Lebensstil, die Ernährung, erholsamer Schlaf und auch die mentale Verfassung spielen eine wichtige Rolle. Interessant ist, dass wir unser Immunsystem offenbar konditionieren können: „Es wird davon ausgegangen, dass auch stille Entzündungen durch positive Gedanken und veränderte Verhaltensweisen beeinflussbar sind. Versucht man also, problematische Gedanken und Verhaltensweisen in eine andere Richtung zu lenken, sollte dies auch die Erkrankung beeinflussen. […] Die Erfolge psychoneuroimmunulogischer Therapieansätze spiegeln sich mittlerweile in zahlreichen Studien wieder.” (Der stille Feind in meinem Körper, Karsten Krüger)

Zu den Strategien für diese Konditionierung gehören neben vielen Techniken aus der Verhaltenstherapie auch das Achtsamkeitstraining, Yoga und Entspannungsverfahren wie PMR und autogenes Training. Hier zeigt sich, dass Menschen, die diese Techniken regelmäßig üben, gelassener und souveräner auf schwierige Situationen reagieren und sich nicht direkt von Rückschlagen unterkriegen lassen. Das beeinflusst die Stresshormonproduktion maßgeblich.

Hier gibt dir Anna Trökes 3 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag:

Fill 873 491 still anna troekes interview achtsamkeit alltagPlay

Auf der Ebene des Immunsystems konnte in Laborversuchen gezeigt werden, dass „einzelne Zellen unseres Immunsystems eine Resilienz durch regelmäßige sportliche Aktivität entwickeln können.” (Der stille Feind in meinem Körper, Karsten Krüger) Ein körperlich aktiver Mensch erlangt mit regelmäßiger Praxis eine erhöhte dynamische Widerstandskraft gegen verschiedenste Stressoren. „Eine wichtige Ursache des entzündungshemmenden Effekts von Sport und Bewegung ist die Produktion von hormonähnlichen Substanzen im Muskel […]”. Sie werden Myokine genannt und beeinflussen sowohl Stoffwechsel als auch das Immunsystem positiv. Außerdem wirken Myokine auch indirekt gegen stille Entzündungen. Sie kurbeln die Fettverbrennung an und sorgen für einen optimierten Energieumsatz, wodurch Bauchfett reduziert und die Blutwerte verbessert werden. Eine „regelmäßige moderate Aktivität dagegen stimuliert mit jeder Trainingseinheit erneut das Immunsystem. Immunzellen werden ins Blut mobilisiert und wandern durch den Körper auf der Suche nach Krankheitserregern. […] Insgesamt profitiert das Immunsystem also in vielerlei Hinsicht von sportlicher Aktivität, was sowohl die Entzündungskontrolle als auch die Abwehrkraft gegen Krankheitserreger betrifft.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung: „Auf der regulativen Ebene gilt es bei chronischen Entzündungen mit Enzymen, Entsäuerung und einer mikrobiologischen Therapie anzusetzen und den Organismus wieder aufzurichten. Allein diese Maßnahme führt bei 60 Prozent aller Fälle zu einer deutlichen Verbesserung.” („Ich fühle mich krank – warum findet niemand etwas?”, Dr. med. Norbert Kriegisch)

Yoga hilft gegen Entzündungen

Yoga reduziert das Level an Stresshormonen, die auf Dauer zu chronischen Entzündungen führen können). Eine tägliche Praxis hilft also Entzündungsmechanismen zu reduzieren. Außerdem zeigen Studien, dass Stressoren wie Anspannung und Depressionen durch Yoga gesenkt und Achtsamkeit gefördert wird. Das Gute ist: Yoga hat nicht nur positive Auswirkungen auf Menschen, die von chronischen Entzündungen betroffen sind, es hilft auch, die Entstehung von vornherein zu verhindern.

Yoga hilft dem Körper das Gleichgewicht wiederherzustellen und das Prana wieder in Fluss zu bringen. Mit nur zehn Minuten Yogapraxis pro Tag können wichtige Faktoren abgestellt werden, die chronische Entzündungen begünstigen. Stress wird minimiert, der Blutzucker ausbalanciert und erholsamer Schlaf gefördert. Der Fokus auf den Atem fördert die Sauerstoffversorgung im Hirn, was wiederum bewirkt, dass der Organismus sich beruhigt. So hemmst du die Auslöser stiller Entzündungen im Körper.

Mit der Bewegung, die du durch eine tägliche Yogapraxis hast, sorgst du dafür, dass der Blutzucker im Blutkreislauf abgebaut wird und nicht im viszeralen Fett abgespeichert wird. Außerdem hamonisierst du mit Yoga auch dein endokrines Drüsensystem – bringst also dein Hormonlevel in Balance.

Video-Tipp: Verbessere deinen Schlaf mit Ranja Weis

Fill 873 491 still ranja weis guter schlaf entspannungPlay

Ausreichender und erholsamer Schlaf ist essenziell: Auf physischer Ebene fördert er ein gutes Immunsystem und auf psychischer Ebene erhält er eine gute Stimmung. Auch hier zeigt regelmäßige Yogapraxis eine gute Wirkung und hilft, abends zur Ruhe zu kommen. Mit Yoga bringst du dein Prana zum Fließen und gleichst deine körperlichen Systeme aus. So kannst du mit Yoga gegen Entzündungen ankämfpen.

Was auf der Matte gilt, gilt auch fürs Leben: Es ist das A und O, in die Balance zu kommen! Wer sich noch weiter über ganzheitliche Heilung informieren möchte, dem können wir die folgenden Bücher sehr empfehlen. 

 

Ich_fuehle_mich_krank_dr_Norbert_Kriegisch

„Ich fühle mich krank – warum findet niemand etwas” 
Dr. med. Norbert Kriegisch, Scorpio Verlag

 

 

 

 

 

koerper_code_buchDer Körper-Code
Rachel Carlton Abrams, Irisiana Verlag
 

zurück nach oben