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Erleuchtung Meditation Yoga

Wie Yoga das innere Licht zum Leuchten bringt

Von Birgit Feliz Carrasco

In der dunklen Jahreszeit beginnen die Kerzen heimelig zu flackern, schöne Lampen erhellen unsere Räumlichkeiten, und die Dekorationen in Schaufenstern leuchten um die Wette. Es ist eine Jahreszeit, die mehr als alle anderen Jahreszeiten geeignet ist, sich auf die Suche nach dem inneren Licht zu machen – das nur darauf wartet, entfacht zu werden, um uns wahres Wohlgefühl zu schenken.

Auf der Suche nach Licht

Die Suche nach Licht ist unsere uralte Suche nach Wärme, Geborgenheit, nach Heimat, nach den feinstofflichen Schwingungen der Urquelle. Diese Sehnsucht ist jedem Menschen zueigen – der eine sucht das Licht bewusst und aktiv, beispielsweise mit der Praxis von Yoga und Meditation, die andere sucht das Licht in Karriere, Konsum und dem Kleinkram des irdischen Lebens.

Von jeher und in allen Kulturen wurden Menschen beschrieben, die weise als ihre Zeitgenossen waren. In künstlerischen Darstellungen erhielten sie meist eine Aura aus Goldlicht oder eine Lichtkorona um das Haupt. Die fast wie eine moderne Frisur aus Locken wirkende Haarpracht Buddhas ist eine kunsthandwerklicher Umsetzungen dessen, das sein Kronenchakra vollends geöffnet war, Buddha also von Licht durchwoben, umgeben und erleuchtet war. Auch hinduistische Götter sind stets von Licht umgeben und griechische oder germanische Götter wie Zeus und Thor hatten Macht über das Licht. Auch die Lichtkrone Jesu macht deutlich, dass er erleuchtet war – und auf Erden wandelte, um Licht zu teilen.

Und natürlich spielt auch im Yoga das Licht eine tragende Rolle – so ist etwa das beliebte Gayatri-Mantra eine Anrufung des inneren Lichts:

Yoga Video Gayatri-Mantra: Die vedische Anrufung des inneren LichtsYogaEasy-Video abspielen

Der Yogapfad zur Erleuchtung

Die achtgliedrige Pfad des Yoga verfeinert die Energie jeder Yogini und jedes Yogis sowie die Fähigkeiten nach ethischen Werten zu handeln. Und auch wenn dies manchmal nicht so bewusst ist oder bewusst gelehrt wird: Die Yogapraxis festigt das Streben nach Samadhi, der Erleuchtung und dem Erwachen im Licht. So bringt schon die rein körperliche Praxis von Asanas vermehrt Sauerstoff in den Körper – und der Atem ist der heilige Hermes des Lichts.

Yoga ist stets der Weg zur Verlichtung, Stufe um Stufe, Tag für Tag. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich nicht fragt, was der Sinn des Lebens auf Erden ist. Die Antwort darauf ist: Licht. Und die Antwort auf die Frage, wie man Licht findet, ist die Praxis von Yoga und Meditation.

„Das Ziel des Yoga ist es, das Bewusstsein dem göttlichen Licht gegenüber zu öffnen und immer mehr im inneren Bewusstsein zu leben, während man aus ihm heraus auf das äußere Leben einwirkt.”
Sri Aurobindo

Licht ist Liebe

Alles im Rahmen der Schöpfung ist aus Liebe entstanden und dient dazu, kosmische Liebe zu spüren und weiterzugeben. Licht ist sozusagen die Währungseinheit der Schöpfung.

Stell dir das für einen Moment vor:

  • Schließe deine Augen.
  • Spüre deinen nicht sichtbaren Atem als Licht.
  • Empfinde deinen Körper als Licht.
  • Stell dir vor, wie alle deine Emotionen und Erfahrungen sich in Licht verwandeln.
  • Visualisiere, wie alles was Licht ist zum Ursprung der Schöpfung fließt, um die Urquelle zu speisen, zu ergänzen und in Fülle weiter sprudeln zu lassen.
  • Du teilst in Form von Licht alles mit allem und mit allen anderen im Universum.
  • Und alles und alle teilen ihr Licht ihre Existenzerfahrungen mit dir.
  • Alles ist das Licht der Liebe.

Das ist der Deal, den wir als Seelen eingehen, bevor wir uns auf der Erde (oder anderenorts) inkarnieren. Allerdings vergessen wir diesen Deal meistens im irdischen Wirrwarr des Lebens. Deswegen sehnen wir uns ständig nach Liebe, suchen sie in mitunter problematischen Beziehungen zu anderen Menschen oder in Form von Süchten nach diesem und jenem und sehnen uns nach dem Licht der Sonne zu allen Jahreszeiten, besonders in den dunkleren Monaten. Und immer mehr Menschen sehnen sich nach Yoga und Meditation, weil sie instinktiv fühlen: „Hier gibt es Licht!”, „Ich fühle mich wohler”, „Ich sehe nun, wohin die Reise geht.”


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Bin ich eine Glühbirne?

Es wäre zweifelsohne leichter zur Erleuchtung zu finden, wenn wir das Licht in unserem Inneren einfach anknipsen könnten wie eine Birne in einer Lampe. So könnten wir uns in den menschlichen Archiven aus Prägungen, Erfahrungen und Emotionen leichter zurechtfinden, könnten die eine oder andere Akte bei Licht betrachten und bewusst zur Urquelle uploaden. Licht ist immer hilfreich, kurzzeitig oder dauerhaft. Die gute Nachricht: Heute trägt jeder eine Taschenlampe mit sich – den Smartphones sei Dank! In Smartphones können wir sogar eine, sagen wir mal zweistündliche, Erinnerung programmieren, die uns zublinkt: „Entzünde dein inneres Licht!” Wie himmlisch wäre es, wenn wir alle bald erleuchtet und vor Licht so glänzen würden, wie all die Sterne am Nachthimmel.

Yoga und Licht – ein himmlisches Fest

Die Praxis von Asanas und Atemübungen erfüllt jeden Praktizierende mit spürbar vitalerer Energie und Wohlgefühl. Warum? Weil alle Zellen des Körper kleine Lichtproduzenten sind. Ein Bestandteil jeder Zelle sind die Mitochondrien, die faszinierende kleine Kraftwerke sind. Sie vermögen über Nahrung zugeführte Glukose-Moleküle mittels Sauerstoff, der als göttlicher Atemhauch dem Körper zugeleitet wird, Energie zu produzieren. Wie kleine Lichtblitze geben die Mitochondrien ihr Energieprodukt an den Organismus ab, erhalten ihn lebendig und vital. Yoga und Pranayama verstärken die Aktivitäten in den Körperzellen, erhöhen sozusagen den Produktionsumsatz von Nahrungsmolekülen zu Licht. Irgendwann mag eine sehr intensive Meditationpraxis sogar dazu führen, dass keine Nahrungsmittel mehr nötig sind, weil das Licht der Urquelle sich über die Schwingung des Atems direkt mit den Leuchtfeuern in den Zellen verbindet – eine wahrhaft himmlische Vorstellung.

Licht-Meditation

Zum anhaltenden Zustand des Samadhi zu gelangen ist meiner Ansicht nach heute leichter als noch vor Jahrzehnten, weil wir auf Erden inzwischen im Rahmen des Schöpfungsplans intensivere Lichtzufuhr in Form hilfreicher Schwingungen von der Urquelle erhalten. Die Popularität der Yogapraxis trägt zudem dazu bei, mehr und mehr Menschen mit dogmafreier Spiritualität in Kontakt zu bringen und eben das innere Licht zu schüren. Es muss vielleicht auch gar nicht die große Erleuchtung sein – jeden Tag ein bisschen mehr heilsames Licht im Inneren zu visualisieren und während der Yogapraxis zu erhellen, sind Entwicklungsmöglichkeiten, die dir und allen anderen Menschen helfen, Licht und Liebe zu spüren.

Anleitung zur Licht-Meditation:

  • Bereite dir einen gemütlichen Meditationsplatz.
  • Zünde eine weiße oder rosa Kerze an und setze dich so, dass du die Flamme sehen kannst.
  • Schaue eine Weile in das Licht der Kerze.
  • Atme dabei ruhig und bewusst.
  • Spüre deinen Körper im Atemfluss des Lebens.
  • Schließe nach einer Weile die Augen.
  • Nimm die Flamme der Kerze mit deinen inneren Augen wahr.
  • Stell dir vor, die Atemluft verbindet sich mit dem Licht der Kerze.
  • Atme so das wärmende Licht der Kerze ein.
  • Fühle, wie der lichtdurchtränkte Einatmen in deinen Körper hineinfließt, als sei er flüssiges Licht.
  • Empfinde deine Blutbahnen im Inneren, die das Licht überall hin transportieren.
  • Spüre die Wärme und das Wohlgefühl, das sich in deinem Körper ausbreitet.
  • Stell dir deine Organe und Muskeln vor, die von Licht durchströmt werden.
  • Stell dir die Millionen von Zellen vor, die deinen Körper formen und dein ganzes Sein lebendig machen.
  • Sieh in jeder deiner Körperzellen eine kleine Kerze... und dann stell dir vor, wie jede Kerzenflamme von Atem entzündet wird und leuchtet.
  • Spüre, wie dein Körper innerlich leuchtet und überall, jede Körperpartie von Licht erleuchtet wird.
  • Genieße diesen Anblick und fühle dich für alle Zeiten mit der Urquelle des Lichts verbunden.
  • Beende deine Meditation wann immer du es möchtest mit der Affirmation:

„Ich bin Licht und ich teile mein Licht mit allen Erdenseelen.”

Und weil dieses Licht in dir unerschöpflich ist, gehe hinaus und teile es mit vielen Menschen!

Love and Light
wünscht dir
Birgit Feliz Carrasco

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