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Mit Yoga und Ayurveda in den Herbst
Bildquelle: Istockphoto.com

Mit Yoga und Ayurveda in den Herbst

Von Katharina Maurer

Der Herbst ist die Zeit der Einkehr – sowohl äußerlich als auch innerlich. Wir verpacken uns gut und warm und bleiben abends auch eher mal zu Hause. Alles, was wärmt, ist willkommen: von Decke, Wärmflasche, Wollsocken bis hin zu deftigen Speisen. Besonders unser Immunsystem muss sich auf den Wetterwechsel einstellen und ist daher gerade jetzt angreifbar. So wie die Bäume ihre welken Blätter loslassen, ist es auch für uns Zeit sich zu lösen, von Dingen, die uns Energie rauben, wenn wir sie am meisten für uns selbst benötigen.

Der Herbst in Europa ist die Zeit des Vata-Doshas, das den Eigenschaften kalt und rau, trocken und bewegt zugeordnet wird. Das wirkt sich auch auf die Menschen aus, die eigentlich nicht so viel Vata in ihrer Konstitution haben. Dieses Dosha beeinflusst uns mit seinen Eigenschaften und gilt als Verursacher von  Nervosität, Aufregung aber auch Krämpfen und Zittern. Auf körperlicher Eben wird Vata dem Dickdarm und Becken sowie den Knochen und der Haut zugeordnet. Es entspricht aber auch unserem Nervensystem, kontrolliert unsere Bewegungen, unsere Ausscheidungen und steuert unser Bewusstsein. Bemerken kannst du die Auswirkungen der Vata-Zeit an der Trockenheit von Haut, Lippen und Schleimhäuten, aber auch Klassiker wie kalte Hände und Füße, unruhiger Schlaf, Verstopfungen und grüblerischen Gedanken. (Das Yoga-Gesundheitsbuch, Anna Trökes)

Aus ayurvedischer Sicht sollten daher alle Hauptspeisen in dieser Zeit warm sein, ebenso wie die Getränke. Ob Tees, Ingwerwasser oder goldene Milch (ein Rezept findest du weiter unten) und auch Stressfaktoren sollte jetzt entgegengewirkt werden. Hier hilft besonders Routine im Alltag, aber auch in unserer Yoga Praxis.


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Mehr Ausgeglichenheit für weniger Stress: Yoga-Übungen für den Herbst

Ayurveda und Yoga sind eng mit einander verbunden und daher kannst du neben deiner Ernährung und deinem Lebenswandel auch Yoga so üben, dass deine Praxis den Ansprüchen des Herbstes gerecht wird. Es empfielt sich besonders, jetzt die Übungen lange zu halten und nicht in eine Vata-steigernde dynamische Praxis einzusteigen.

1. Bhujangasana – die Kobra

Besonders wichtig ist es, den Atem auch in der Asana weiter fließen zu lassen. So löst du Verspannungen im Unterleib und stärkst deine Rückenmuskulatur. Hier erfährst du, wie du die Kobra richtig übst:

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2. Trikonasana – das Dreieck

Mit dieser Asana stimulierst du die Verdauung und den Appetit. Hier erfährst du, wie du das Dreieck richtig übst:

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3. Virabhdrasana I & II – der Krieger I & II

Diese Asana gibt dir Stabilität und Stärke. Hier erfährst du wie du den Krieger II richtig übst:

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4. Utkatasana – der Stuhl

Diese Übung bringt Erdung und löst Verspannungen im oberen Rücken. So übst du den Stuhl richtig:

  • Du stehst aufrecht, deine Beine sind hüftweit auseinander, die Schultern entspannt.
  • Kippe dein Becken leicht nach vorn und halte deine Beine aktiv.
  • Mit der Einatmung beugst du deine Knie und hebst gleichzeitig die Arme in Richtung Himmel. Achte darauf, dass dein Rücken nicht ins Hohlkreuz kippt.
  • Die Schultern ziehen nach unten, deine Arme sind möglichst neben den Ohren.
  • Atme tief und halte die Position, so lange du kannst.

Yoga-Übung Stuhl

5. Agni Sara – die Feuerreinigung

Eine Atemübung, die deine Verdauung anregt und Ausscheidungen fördert. So geht's:

  • Du stehst mit den Füßen beckenbreit.
  • Beuge die Beine leicht an und stütze dich mit den Händen auf den Oberschenkeln ab. 
  • Atme tief ein und wieder vollständig aus.
  • Ziehe deine Bauchdecke nach innen und lasse sie wieder nach außen schnellen. Führe diesen Wechsel schnell hintereinander durch, bis der Einatemreflex von alleine kommt.
  • Übe insgesamt drei Zyklen.
  • Spüre anschließend noch einen Moment im Bauchraum nach. 
    Agni Sara – Yoga-Übung
     

Unser Rezept-Tipp für einen nass-kalten Herbsttag: Goldene Milch

Goldene Milch AyurvedaEs ist das IN-Getränk in den Coffeeshops im Moment. Mal abgesehen davon, dass es wirklich lecker schmeckt und gut wärmt, entspricht es aber auch den ayurvedischen Ernährungsprinzipien für diese Zeit der Umstellung. Generell gilt: Je kälter es wird, desto wärmender sollten wir uns ernähren. Im Ayurveda spielen dafür auch Gewürze eine wichtige Rolle. Die drei Hauptgewürze von goldener Milch sind Zimt, Kardamom und Kurkuma; alles Gewürze, die Vata beruhigen.

Kurkuma: Diese dem Ingwer verwandte Wurzel bringt die goldene Farbe für die Milch mit sich. Es wirkt gut zur Magenstärkung und hilft bei Leberleiden.

Der zweite wichtige Bestandteil ist Zimt. Es gilt ebenfalls als wärmendes Gewürz. Zimt kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt die Verdauung. Außerdem wirkt erstimmungsaufhellend und krampflösend (was ihn auch zu einem tollen Gewürz für Menstruationsschmerzen macht).

Tipp: Achte darauf, dass du Ceylon-Zimt in Bioqualität kaufst, handelsüblicher Zimt wird in der Regel mit Schwefel behandelt. Der in Deutschland übliche Cassia-Zimt ist außerdem in „Verruf geraten, weil er Kumarin enthält, eine Substanz, die in größeren Mengen die Leber schädigt“ („Gewürze“ – Peter Landi und Esther Villiger, Grüne Erde, S.64)

Der dritte Hauptbestandteil ist Kardamom – ebenfalls ein Ingwergewächs. Er enthält reichlich ätherisches Öl, was entzündungshemmend wirkt und für einen angenehm frischen Atem sorgt.

Goldene Milch wirkt entzündungshemmend und und stärkt das Immunsystem. Genau das Richtige für den Herbst also. Die reinigende Wirkung hilft dem Körper, Unbrauchbares abzustoßen und wirkt auch für den Geist anregend.

Für die Herstellung von goldener Milch sollte man ein kleines bisschen Zeit mitbringen. Damit die Gewürze ihren vollen Geschmack und auch die volle Wirkung entfalten, sollten sie für 5 Minuten in heißem Wasser oder Öl kochen. Dieser Sud ist dann die Basis für die goldene Milch.

Das Grundrezept:

Kurkuma Pulver, geriebener Ingwer, eine Zimtschote und zerstoßene Kardamom-Kapseln mit Wasser aufkochen. Milch oder Mandelmilch dazugeben und mit einer Prise Pfeffer köcheln lassen. Dann je nach Geschmack Honig oder Ahornsirup dazu geben und die Milch 10 Minuten ziehen lassen. Du kannst je nach Geschmack auch noch ein bisschen Muskatnuss dazugeben. Danach heißt es: Wollsocken an und einfach nur genießen.

Bildquelle: Simone Leuschner | Focus on Yoga und Istockphoto.com

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