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Alles über Vata: Das luftige Dosha im Ayurveda
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Alles über Vata: Das luftige Dosha im Ayurveda

Von Merle Blankenfeld

Ein zerstreuter Künstlertyp, kreativ mit ständig neuen Ideen, offen und kommunikativ, aber auch wechselhaft und häufig unorganisiert. Klar, das ist ein Klischee – aber es beschreibt das luftige Vata-Dosha im Ayurveda sehr gut. Die Lehre geht von drei Doshas, also Bio-Energien, aus: dem feurigen Pitta, dem erdigen Kapha und dem luftigen Vata. Bei den meisten Menschen dominieren eines oder zwei der Doshas, manchmal auch alle drei in einzelnen Aspekten. Ein Dosha im starken Übermaß führt zu einer Imbalance im gesamten Organismus.

Das kennen wir sicher alle: Besonders in der modernen Welt, die uns permanent Reizen aussetzt und in der wir ständig in Aktion sind (wenn auch manchmal nur virtuell), fällt uns das Abschalten oft schwer. Vata (und Pitta) herrscht in unserer Gesellschaft vor, in der sich ständig alles verändert und es nur wenig Beständigkeit gibt. Das hat natürlich nicht nur schlechte Seiten – das Leben ist schließlich im Fluss, und Vatas fällt es häufig leichter, mit diesem ständigen Wandel klarzukommen als etwa den Kaphas. Gleichzeitig würde vielen von uns ein wenig Kapha-artige Ruhe und Stabilität guttun, um eine gesunde Balance zwischen Vata, Kapha und Pitta herzustellen.

Die Eigenschaften des ayurvedischen Doshas Vata

Das Vata-Dosha beschreibt das Prinzip der Bewegung. Seine Eigenschaften sind trocken, rau, kalt, beweglich, klar und leicht, seine Elemente Luft und Äther. Vata ist im Organismus verantwortlich für die Atmung, den Herzschlag, die Verdauung und Ausscheidung, die Zellteilung und die Sinneswahrnehmungen. Außerdem steuert Vata Sprache, Begeisterung und Kreativität.

Der Vata-Zeitraum im Jahr ist im Herbst und frühen Winter, er dauert von Oktober bis Januar. Der Nachmittag zwischen 14 und 18 Uhr wird Vata zugeordnet, ebenso die frühen Morgenstunden zwischen 2 und 6 Uhr und unsere Zeit ab dem 45. Lebensjahr.

Optisch sind Vertreter des Vata-Doshas häufig eher zartgliedrig und haben einen schmalen Körperbau. Sie sind oft besonders klein oder besonders groß. Sie neigen zu trockener und empfindlicher Haut und sind dünnhäutig – sowohl im körperlichen als auch im übertragenen Sinne.

Vatas sind immer in Bewegung, das trifft sowohl auf ihre körperliche Aktivität zu als auch auf ihren Geist und ihren Tagesablauf. Es fällt ihnen häufig schwer, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Ihr Appetit ist zum Teil unregelmäßig, und in Stress-Situationen neigen sie dazu, das Essen zu vergessen.

Der Vata-Typ ist neugierig, probiert gern Neues aus und reist mit Vorliebe in fremde Länder. Er ist offen und stark in der Kommunikation. Vatas sprudeln über vor Ideen, sind kreativ – sie finden sich häufig unter Künstlern und anderen Kreativen – und können sich meist schnell auf neue Situationen einstellen. Diese Flexibilität kann aber auch in Sprunghaftigkeit umschlagen. Herrscht eine zu starke Vata-Dominanz vor, können Konzentrationsstörungen, Angespanntheit und Nervosität die Folge sein. Vatas sind häufig sehr sensibel – im Positiven wie im Negativen. Sie können ihre Gefühle und die ihrer Mitmenschen gut aufspüren und einordnen, sind aber gleichzeitig sehr empfindlich und nehmen sich vieles stark zu Herzen. Auch gegen Kälte und Wind sind sie sehr empfindlich und fühlen sich im warmen und feuchten Klima oft wohler.

Auf körperlicher Ebene ist Vata das krankheitsanfälligste Dosha. Typische Erkrankungen sind Arthritis oder andere Gelenkbeschwerden, Verdauungsprobleme (vor allem Verstopfung), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, erhöhter Stress bis hin zu Angstzuständen und Schmerzen im Allgemeinen.

Ernährungstipps für das Vata-Dosha

Das Wichtigste für Vata-Typen sind warme Mahlzeiten zu geregelten Zeiten. Rohkost und sehr kalte Getränke sollten sie vermeiden. Vata-reduzierende Geschmacksrichtungen sind süß, salzig und sauer, durch scharfe, bittere und herbe Lebensmittel wird das Dosha erhöht. Viel gutes Fett – zum Beispiel aus pflanzlichen Ölen – und eine cremige Qualität erhöhen Kapha, was eine Vata-Dominanz ausgleichen kann.

Suppen, Aufläufe, warmes Getreide und Süßspeisen sind optimale Nahrungsmittel für Vatas. Süße Früchte wie Bananen, Himbeeren, Orangen, Kirschen, Pfirsich, Ananas, Pflaumen oder Melonen sind ebenfalls perfekt, genau wie Avocado, Rote Bete, Möhren, reife Tomaten, Auberginen, grüne Bohnen, Kürbis, grüne Erbsen, Artischocken, Gurken, Süßkartoffeln, Mungbohnen, Weizen, Dinkel, Reis und Hafer. Cashewkerne, Sesam, Sonnenblumenkerne, Mandeln und Pistazien passen auch gut in die Vata-Küche. An Gewürzen sollten Vatas zu Kurkuma, Fenchel, Anis, schwarzem Pfeffer oder Kreuzkümmel greifen – Hauptsache, sie sind nicht zu scharf.

Vata: Erdung, Wärme und Routinen zum Ausgleich

Um ein zu hohes Maß an Vata-Energie auszugleichen, ist ein erdendes und stabiles Umfeld wichtig. Vatas brauchen einen geregelten Tagesablauf und Routinen – zum Beispiel am Morgen. Regelmäßige warme Mahlzeiten sind ebenso wichtig wie genügend Entspannung. Das kann ein gemütlicher Sonntag mit Tee und einem guten Buch sein oder ein warmes Bad mit einem entspannenden Kräuterbadezusatz wie Lavendel. Yoga kann den Vata-Typ natürlich auch beim Entspannen und Fokussieren von Körper und Geist unterstützen, am besten mit ruhigen Asanas, die Kraft und Ausdauer stärken. Meditation hilft ebenfalls beim Zur-Ruhe-Kommen des hyperaktiven Vata-Geists – auch wenn es zu Beginn oft schwerfällt.

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