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Agni Sara: Der yogische Waschgang für deinen Bauch
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Agni Sara: Der yogische Waschgang für deinen Bauch

Von Katharina Maurer

Agni Sara oder auch Agni Sara Dauthi ist eine reinigende Atem- beziehungsweise Bauchübung und kann mit Feuerreinigung übersetzt werden. Hier ziehst du die Bauchdecke in der Ausatempause schnell rhythmisch ein und löst sie wieder, sodass sich eine pumpende Bewegung ergibt. Diese Bewegung bringt die Bauchorgane in Schwung – wie ein Schleuderwaschgang.

Agni Sara – Waschgang für deinen Bauch

Agni Sara Dhauti regt das Agni, dein Verdauungsfeuer, an. Es erhöht dein Pitta, reduziert dein Kapha und reguliert Beschwerden im Bauch, etwa Verstopfungen und Blähungen. Diese Übung wirkt anregend auf Leber, Milz, Nieren und die Bauchspeicheldrüse. Du erzeugst intensive Impulse in Bauchraum und Becken und sorgst dafür, dass das Verdauungsfeuer lichterloh lodert. Du regst eine Selbstreinigung der Bauchorgane an und lässt ein Gefühl von Lebendigkeit und Wärme im Bauchraum entstehen. Auch dein Immunsystem aktivierst du. Außerdem beseitigt Agni Sara laut Swami Vishnu Devananda auch ungewünschten Bauchspeck

So, wie du mit dieser Übung deinen Bauch einem Waschgang unterziehst, kannst du dich mit Agni Sara auf emotionaler Ebene von Anspannungen und Blockaden entledigen.

Auf energetischer Ebene aktivierst du mit Agni Sara dein Manipura Chakra. Das hilft dir, deine innere Mitte zu finden, und stärkt dein Selbstbewusstsein, deinen Mut, aber auch deine Freude. Agni Sara sorgt nämlich für eine Extra-Ausschüttung von Serotonin, dem Wohlfühlhormon. Besonders vor energiezehrenden Aufgaben sorgt diese Übung für viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Agni Sara gehört eindeutig zu den eher intensiven Praktiken und erfordert ein bisschen Übung. Aber die Benefits sind es wert, findest du nicht?


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So übst du Agni Sara richtig

Agni Sara sollte nur auf nüchternen Magen erfolgen – idealerweise auch mit einem entleerten Darm, daher bieten sich die Morgenstunden perfekt an. Das hat auch den schönen Nebeneffekt, dass du direkt wach bist und dir im Prinzip den Kaffee sparen kannst.

In der Regel wird Agni Sara im Stehen praktiziert – im Sitzen oder auch im Vierfüßlerstand ist es aber auch möglich.

  • Deine Beine sind etwa hüftweit geöffnet, deine Knie leicht gebeugt. Dein Oberköper ist ein wenig nach vorn gebeugt, sodass du deine Hände auf den Oberschenkeln aufstützen kannst. Dadurch stützen deine gestreckten Arme den Rumpf.
  • Mit der Ausatmung ziehst du die Bauchmuskeln ein – so, als wolltest du den Knopf einer zu engen Hose verschließen – und ziehst sie von unten nach oben, bis dein Zwerchfell sich wie bei Uddiyana Bandha in den Rippenbögen hochzieht.
  • Am Ende der Ausatmung sieht dein Bauch eingefallen aus.
  • In der Atempause nach der Ausatmung bewegst du deine Bauchmuskulatur schnell ein und wieder aus, sodass eine pumpende Bewegung entsteht. 
  • Deine Bauchmuskulatur bleibt passiv. 
    • Hinweis: Auch wenn du die meiste Bewegung in deinem Bauchraum beobachten kannst, die Beherrschung der Praxis geht von deinem Brustkorb aus, der seine Größe mithilfe der Zwischenrippenmuskulatur verändert. „Durch Uddiyana Bandha werden sie [die Bauchorgane] erst passiv nach oben gezogen; durch die Schwerkraft und die Aktivität des Brustkorbs werden sie wieder nach außen gedrückt”. (Anatomie des Hatha Yoga, H. David Coulter)
  • Für die Übung kannst du einen Rhythmus wählen, der sich für dich gut anfühlt. Häufig wird es in einem Tempo von ein- bis zweimal pro Sekunde ausgeführt.
  • Mit dem Impuls für die Einatmung lässt du die Bewegung in die entgegengesetzte Richtung laufen. Du entspannst von oben nach unten und streckst dabei deine Wirbelsäule in die Länge.
  • Wenn du den Ablauf routiniert ausüben kannst, versuche, die Atempausen auszudehnen.
  • Übe zehn bis 15 Durchläufe.

Gegenanzeigen

Du solltest diese Übung nicht ausführen, wenn du akute Entzündungen oder Verletzungen im Bauchraum hast oder unter Geschwüren oder Reizdarm leidest. Auch während der Periode wird diese Übung nicht empfohlen.

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