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Bild: Sean Pavone | Shutterstock.com

5 Gründe, warum wir so verrückt nach Yoga sind

Von Katharina Goßmann

Aus Neugier oder wegen dieser nervigen Rückenschmerzen probierst du eines Tages Yoga aus – und bist sofort begeistert. Irgendwie ist Yoga anders als alle anderen Sportarten. Du gehst immer öfter zum Yoga, erzählst allen, die es hören wollen (und allen, die es nicht hören wollen), wie toll Yoga ist, trägst nur noch bunte Leggings und indische Schals. Und bevor du dich umsiehst, ist Yoga ist nicht nur deine liebste Sportart, sondern dein Hobby, dein größter Freizeitspaß, deine Inspiration, dein moralischer Kompass.

Was aber macht Yoga so besonders?

Yoga liebt dich so wie du bist

Beim Yoga sind ALLE willkommen - ja, auch die, die das Etikett „total unsportlich“ mit sich rumtragen! Hier darfst du so sein, wie du bist. Das Ziel von Yoga ist nicht, die Füße elegant hinter den Hals legen zu können, sondern deinem Körper und deinem Geist etwas Gutes zu tun. Und zwar abhängig davon, welche körperlichen und psychischen Voraussetzungen du gerade mitbringst, und welche Ziele du verfolgst (Rückenschmerzen loswerden, Stress abbauen...). Kurz gesagt: Beim Yoga geht es nicht darum, „besser“ zu werden, irgendwen zu beeindrucken, sich mit irgendwem zu vergleichen, sondern nur und ausschließlich darum, sich liebevoll anzunehmen und sich das zu geben, was man gerade brauchst.
Eine herrliche Abwechslung in einer Welt, die einem suggeriert, dass nur schöne, schlanke, erfolgreiche, gute gekleidete Menschen liebenswert und glücklich sein können!

Yoga bringt dich in Kontakt mit deinem Körper

Yoga ermöglicht dir eine wirkliche Kommunikation mit deinem Körper, jenseits von Leistungsdenken und Funktionalitätsansprüchen. Beim Yoga beruhigst du zuerst deine hektischen Gedanken mit Meditation, kommst dann langsam durch eine tiefe, ruhige Atmung in deinem Körper an, und drehst und dehnst und aktivierst dann jeden Teil dieses Körpers. Dabei spürst du dich intensiv, merkst vielleicht, wie überdreht oder tief erschöpft du bist, wie stark deine Rückenmuskeln oder wie verkrampft dein Nacken ist. Durch diese liebevolle Kontaktaufnahme beim Yoga wird dein Körper auf Dauer wieder zu deinem Freund - der dir sagt, wann du eine Pause brauchst, wann du etwas trinken solltest, und wann du an die frische Luft gehen solltest.

Yoga inspiriert 

Auch der nüchternste, sachlichste Yogalehrer wird dir mit seiner Art zu unterrichten Impulse für dein Leben außerhalb der Yogamatte geben. Dadurch, dass er dich so annimmt, wie du bist, dass er dir Zeit und Raum gibt, deine Grenzen zu erweitern und dich zu nichts zwingt, dadurch, dass er dir mit einer Nackenmassage während Shavasana einfach nur was Gutes tut, wird er dich vielleicht inspirieren, liebevoller mit dir und anderen umzugehen. Das hört sich erst mal nicht spektakulär an, kann aber dein ganzes Leben verändern.

In einzelnen Yoga-Stilen gibt es zudem den Anspruch, dir die philosophische Seite des Yoga nahe zu bringen. So wird beim Anusara und beim Jivamukti Yoga vor der Asana-Praxis ein kleiner philosophischer Vortrag gehalten. Und Lehrer, die merken, dass du dich für die philosophische Seite des Yoga interessierst, werden dir sicher Standardwerke wie Patanajalis Yoga Sutra empfehlen. So kann es sein, dass du durch Yoga einen komplett neuen Blick auf dich, das Leben und die Welt entwickelst - speziell wenn du vorher vor allem von der materialistischen, leistungsorientierten Sicht auf das Leben umgeben warst, die die heutige Zeit auszeichnen.   

Ich bin ein Yogi!

Die moderne Gesellschaft zerfällt immer mehr in Unter-Gruppen. Bis auf Tatort gucken und Fußball-WM gibt es keine deutschlandweit verbindenden Ereignisse mehr. Viele von uns leben in relativer Anonymität in einer Stadt und immer weniger Menschen gehören einer (religiösen oder sonstigen) Gemeinde an. Dabei haben fast alle Menschen das tiefe Bedürfnis, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Yoga ist keine Sekte und keine Religion - wenn du aber regelmäßig in das gleiche Yoga-Studio gehst und hin und wieder an Workshops, an Kirtan-Events, am Satsang teilnimmst oder zu einem Retreat mitfährst, dann sammelt sich ganz automatisch ein Haufen Yoga-Buddies an. Und das ist herrlich! Denn das sind die einzigen, die verstehen, warum du dich irrsinnig auf ein Meditations-Fasten-Retreat in den Bergen freust, warum du kaum mehr Alkohol trinkst und nur noch in Yoga-Klamotten rumrennst...

Yoga-Lifestyle - glücklich und gesund

Wenn der moderne Mensch sich für irgendetwas begeistert, dann macht er gerne einen Lifestyle draus (Beispiel: Liebhaber moderner Kunst trinken Rotwein, tragen schwarze Rollkragenpullis und Hornbrillen).

Natürlich gibt es auch einen Yoga-Lifestyle: Wer ein Om-Tattoo hat, eine Mala umhängen hat, in Rishikesh urlaubt und Kokoswasser trinkt, gibt sich als Yogi zu erkennen. Das kann man oberflächlich und materialistisch finden, muss man aber nicht.

Denn wer oft Yoga übt, viel Zeit mit Yogis verbringt und sich mit Yoga-Philosophie beschäftigt, wird merken, dass so gut wie alle Aspekte des eigenen Lebens irgendwann von Yoga berührt und verändert werden. Vielleicht hast du irgendwann weniger Lust auf Softdrinks oder Fleisch, vielleicht macht es dir nicht mehr so viel Spaß Billig-T-Shirts zu kaufen, vielleicht willst du plötzlich im Büro nicht mehr über die Kollegen tratschen. Weil du dich, andere Menschen und die Welt durch die Erfahrungen, die du beim Yoga gemacht hast und Ideen, mit denen du beim Yoga konfrontiert wurdest, ein bisschen anders siehst. Langfristig kann sich so ein neuer Lebensstil heraus kristallisieren – einer, der dich glücklich macht und dich gesund hält, und die Welt vielleicht sogar ein kleines bisschen schöner macht.

Und das wäre ja einfach nur fantastisch, oder?

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