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Holger Zapf: Warum Yoga glücklich macht
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Holger Zapf: Warum Yoga glücklich macht

Von Holger Zapf

Materieller Besitz = Glück?

Wer möchte nicht von sich behaupten glücklich zu sein? Wenn man der Werbung glaubt ist das ein sehr erstrebenswerter Zustand. Und natürlich hat die Werbung auch gleich die Lösung parat, was uns zu unserem Glück fehlt: Schuhe, Taschen, Häuser, Autos, eine neue Couch und so weiter und so fort. Glaubt man den Marketingstrategen, können wir uns das Glück erkaufen. Ja, die Botschaft vieler Marketingmaßnahmen ist sogar: Besitzt du dieses Produkt nicht, wirst du unglücklich sein!

Wer der Werbung glaubt und versucht die immer neu angefachten materiellen Begierden zu befriedigen, kann sich in einem ungünstigen Kreislauf verfangen: Er arbeitet immer mehr, um  sich noch mehr von den Dingen zu leisten, die ihn angeblich glücklich machen. Vielleicht hat er sogar Angst davor,  sich etwas nicht leisten zu können. Solches Denken hält ganze Wirtschaftssysteme am Laufen. Denn vor lauter atemlosen „dem Glück hinterher rennen“ ist gar keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, ob die Dinge, die wir kaufen, uns wirklich glücklich machen. 

Bei jedem von uns kommt aber irgendwann der Punkt, an dem wir uns fragen müssen: Bin ich wirklich glücklich? Ist die Antwort „Nein“, strengen sich viele von uns einfach noch mehr an,  und rennen dem Glück einfach noch schneller (im wahrsten Sinne des Wortes:) hinterher.

Yoga - die Alternative zu Werbung und Co.

Yoga bietet hier ein wundervolles Gegenkonzept. Eine der wichtigsten Schriften des Yoga - das Yoga Sutra des Patanjali - besagt: „Anzunehmen, dass äußere Umstände das Glück mit sich bringen, wird Gier genannt.“ „Anzunehmen, dass äußere Umstände zu Leid führen, wird Abneigung genannt“. (Sutra 2,7ff)

Durch Yoga können wir erkennen, dass es immer zu Leid führen muss, wenn wir uns mit den wandelbaren Dingen im Außen verbinden. Alle Dinge im Außen sind vergänglich und tragen so gewissermaßen das Unglück schon in sich. Wir freuen uns so lange über das neue Auto, bis der erste Kratzer da ist. Dann sind wir unglücklich oder zumindest traurig, verlieren wir den Ring, den wir von unserem Liebsten geschenkt bekommen haben, sind wir „todtraurig“.

Das Glück liegt in uns

Sobald wir durch Yoga erkennen, dass das Außen uns nicht glücklich machen kann, können wir uns auf die spannende Reise zu uns selbst begeben. Die Yoga-Philosophie besagt, dass wir alle das Glück in uns tragen und das Glück immer da ist. Wir müssen „einfach“ nur wieder anfangen auf  unseren Wesenskern, auf unsere Seele zu hören. Schon einige tausend Jahre vor Christus wurde unsere Seele als "Sat-Chit-Ananda“ bschrieben - also Unendliches Sein, Absolutes Wissen und vollkommende Glückseligkeit. Wir tragen also alle das Glück in uns. Yoga ist der Weg, wieder hinzuhören! Dafür können wir die Sinne von außen nach innen lenken und erlangen hierdurch auch wieder die Unterscheidungsfähigkeit, dass Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.

Ich gebe dazu gerne folgendes Beispiel: 10 Personen befinden sich in einem Raum. Jeder spielt auf seinem Handy sein Lieblingslied... ein fürchterliches Durcheinander! Jetzt machen wir ein Lied nach dem anderen aus. Was bleibt übrig? Genau: Die Stille!

Warum Yoga glücklich macht

Ähnlich funktionieren unsere Sinne: Es herrscht normalerweise ein fürchterliches Durcheinander an Sinneseindrücken. Durch Yoga können wir diese Sinneseindrücke reduzieren - wenn wir die Sinne ganz nach innen richten, sogar stoppen. Was dann übrigbleibt ist unsere Seele. Wir können wieder hinhören und so wahres Glück erfahren, wissen, was unsere Aufgabe im Leben ist und finden alle Bestätigung aus unserem Sein heraus: Wir sind glücklich!

Wenn wir erfahren, dass wir das Naturrecht auf dauerhaftes Glück haben, können uns die Unwägbarkeiten des Alltags eigentlich nicht mehr erschüttern, wir merken auf einmal, dass wir viel mehr im Augenblick leben können, da uns das „außen“ gar nicht mehr so viel Angst und Kopfzerbrechen bereitet. Wir erleben, jeden Moment ohne dass er durch Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit getrübt ist. Und der Moment ist in der Regel immer gut und nur sehr selten schlecht! Und dann sind wie glücklich.

Wenn du noch mehr über Glück von Holger Zapf hören möchtest, hier ein Satsang zum Thema:

Wer sich intensiv mit dem Thema Glück auseinandersetzen möchte, kann das in mehreren Workshops in den Unit Yoga-Studios in Wiesbaden und Hamburg tun: Dort finden von April bis Juli 2016 mehrere Glück-Workshops mit Bryan Kest, Max Strom, Loten Dahortsang, Romana Lorenz-Zapf und Holger Zapf statt.

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