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Large yoga wut hilfe
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Mit 5 Yoga-Tricks gegen Wut, Aggressionen & Co.

Von Katharina Goßmann

Raus aus dem Rumpelstilzchen-Modus!

Es gibt Tage, da gehst du bei der kleinsten Widrigkeit die Wände hoch? Manche Themen bringen dich zu Weißglut, wenn sie nur erwähnt werden? Es gibt Menschen, deren Art du einfach zum aus der Haut fahren findest?

Wut, Tobsucht und Co. sind keine besonders angenehmen Gefühle, weder für dich noch für deine Umwelt. Und sie verhindern, dass du die Gefühle hinter der Wut wahrnehmen kannst. Denn Wut ist - bis auf wenige Situationen, in denen du dich etwa in feindlicher Umgebung behaupten musst - nicht hilfreich, sondern maskiert nur die darunter liegenden Gefühle wie Angst und Schwäche. Vor anderen, oft aber auch  vor dir selbst.

Dabei ist es wichtig, deine wahren Gefühle zu spüren - sie geben dir und deiner Umgebung wichtige Hinweise darauf, was in einer Situation schief läuft, erleichtert dir andere besser zu verstehen und ermöglicht dir, dich weiterzuentwickeln, alte Wunden zu heilen und neue Wege zu beschreiten.

Die folgenden 5 Tricks auf dem Yoga helfen dir effektiv, aus dem Rumpelstiltzchen-Modus auszusteigen und auch in anstrengenden Situationen mit klarem Kopf und reinem Herzen zu handeln.

1. Atme dich runter: Die Bauchatmung

Wenn du merkst, dass Wut in dir aufsteigt – dann ist das schon mal fantastisch! Damit hast du die wichtigste Hürde zum inneren Frieden genommen: Denn nur wenn du es schaffst, deine Gefühle wahrzunehmen, dich als (wenigstens ein kleines bisschen) distanzierter Beobachter von außen zu beobachten, kannst du dein automatisch ablaufendes Reaktionsmuster unterbrechen.

Alleine durch das bewusste Wahrnehmen werden deine aggressiven Gefühle aber nicht verschwinden, deshalb hier Tipp Nr. 1:

Atme. Atme tief in deinen Bauch hinein. Versuche dich dabei zu entspannen. Richte dich auf, rolle die Schultern nach hinten und unten und dann lass den Atem fließen - so weich, so tief und so entspannt wie möglich. Das wird dir anfangs fast unmöglich vorkommen – der Atem wird wahrscheinlich gepresst sein, dein Brustkorb und Bauchbereich möglicherweise verspannt. Wenn du trotzdem einfach weiteratmest, wirst du merken, wie sich alle körperlichen Begleiterscheinungen der Wut langsam verringern: Du hörst auf zu zittern, dein Kiefer, dein Nacken, deine Schultern entspannen sich, wenn du einen roten Kopf hattest, wird der langsam wieder seine normale Farbe annehmen… Und im gleichen Maße wirst du den Anlass deiner Wut etwas klarer betrachten können.

2.  Chante dich friedlich: Das Friedensmantra Om namo narayanaya 

Das ist der perfekte Moment, um Kniff Nr. 2 anzuwenden: Während du atmest, beginne ein Mantra zu sprechen – entweder laut oder nur in deinem Kopf.

Eigentlich kannst du jedes Mantra nutzen, das dir gefällt oder dir passend erscheint – denn so gut wie alle Mantren sorgen dafür, dass wir innerlich wieder in friedlichere Gewässer steuern, wieder klarer denken können, eher positive, liebende Gefühle und Gedanken aktiviert werden.

Perfekt geeignet um friedliche Emotionen zu stärken ist auch folgendes Mantra: Om namo narayanaya. „Narayanaya“ kann übersetzt werden als „Schutz/Zuflucht für alle Menschen“, deshalb gilt es als Friedens-Mantra. Viele Yogis glauben, dass dieses Mantra, von vielen Menschen durchgängig gesungen, den Weltfrieden bringen kann. Dann wird es ja auch gegen ein bisschen Alltags-Wut helfen, oder?


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3. Öffne dich: Der Drehsitz

Nachdem du dich aus der schlimmsten Wut geatmet hast, und deinen aggressiven Instinkten mit den guten Schwingungen eines Mantras Einhalt geboten hast, kannst du dich jetzt daran machen, dein Herz zu öffnen und deine wahren Gefühle zuzulassen.

Der einfachste Weg, das zu tun, ist – Trick Nr. 3  - der Drehsitz. Der weitet nicht nur den Brustbereich und sorgt so dafür, dass sich unser Herz öffnet – was deine aggressiven Gefühle dämpft und dir hilft, andere Perspektiven wahr- und anzunehmen. Zudem wirkt der Drehsitz harmonisierend, beruhigend und nervenstärkend und bringt dich wieder ins innere Gleichgewicht. Auf energetischer Ebene ist der Drehsitz eine der bedeutsamsten Übungen, weil er die Sushumna, den wichtigsten Energiekanal, öffnet und so Blockaden und Staus beseitigt – und Wut ist im Grunde nichts anderes als ein Energiestau. Wenn du mithilfe des Drehsitzes  die Energieschleusen öffnest, kommst du weg von der Wut und wieder näher zu dir.

4. Lasse los: Der Hüftöffner Baddha Konasana

Wenn wir traurig, verzweifelt oder eben wütend sind, verkrampfen wir uns. Vor allem der stärkste Hüftmuskel, der Illiopsoas, wird bei jeder Art von emotionalem Stress aktiviert. Wenn wir nun diesen Hüftmuskel dehnen und lockern, passiert etwas wundersames: alte Gefühle kommen hoch und können sich (endlich) ausdrücken.

Und das ist Tipp Nr. 4: Setze oder lege dich in Baddha Konasana, schließe deine Augen, atme tief – und dann lass los! Lasse die Gefühle raus, die hinter dem Wüten und Zetern liegen. Das wird sich unglaublich befreiend anfühlen - und wird es tatsächlich auch sein. Denn zum einen hilft es, die letzten Reste deiner Wut loszulassen. Und auch deine eigentlichen Gefühle werden sich ausdrücken können, was zu einem Gefühl inneren Friedens führen wird.

Hab keine Angst vor diesen Gefühlen – lass sie einfach zu. Wenn gleichzeitig alte, schmerzhafte Erinnerungen hochkommen, dann erinnere dich daran, dass dir deine Gefühle nichts tun können – sie werden dir nur zeigen, wie es dir geht, wie du mit bestimmten Erfahrungen umgegangen bist. Vielleicht ermöglicht dir dein emotionaler Hausputz sogar, diese alten Erfahrungen mit neuen, klaren Augen zu sehen.

5. Komme zu dir: Sitzende Vorbeuge

Nach dieser emotionalen Achterbahnfahrt darfst du nun im Schutz deines Körpers bei dir ankommen: Lass dich langsam und achtsam in die sitzende Vorwärtsbeuge Paschimottanasana sinken, lass die Welt da draußen los, gehe ganz zu dir, in dein tiefstes Inneres. Vergegenwärtige dir, dass du so, wie du bist, perfekt bist – mit deiner schmerzhaften Vergangenheit, deinen verletzten Gefühlen, deinen Wutanfällen. Es ist einfach nur wunderschön, dass es dich gibt. Und wenn du mit Hilfe von Yoga ein kleines bisschen mehr Frieden in dein Herz zaubern kannst, umso schöner.

In diesem Sinne: Om namo narayanaya.