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Vorteile von Yoga: Körper und Geist im Einklang

Von Anna Trökes

Yoga, vor mehreren Tausend Jahren im altindischen Raum entstanden, bezeichnet eine sehr exakte und erprobte Wissenschaft. Yoga zielt auf eine harmonische Entwicklung des Körpers, des Geistes und der Seele. Eine regelmäßige Übungspraxis reguliert und aktiviert das Atmungssystem, den Stoffwechsel, das Verdauungssystem und die hormonelle Funktion.

Auf der rein körperlichen Ebene stärkt Yoga das Nervensystem, hilft bei stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen, fördert die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit. Yoga aktiviert und optimiert das gesamte Immunsystem, das Atemsystem und den Kreislauf. Yoga-Körperhaltungen (Asanas) beziehen alle Muskeln, Bänder und Gelenke sowie die Organe mit ein. Yoga ist deshalb sehr empfehlenswert sowohl bei Atemwegs-Erkrankungen bis zu Asthma als auch bei sämtlichen, meist zivilisationsbedingten Rückenleiden.

Auf der spirituellen Ebene wird Yoga als ein ganzheitlicher, undogmatischer Weg zum Göttlichen verstanden, durch das Versenken in die Meditation wird die spirituelle Entwicklung gefördert, während Geduld, Toleranz und Zufriedenheit wachsen. Yoga-Praktizierende entwickeln eine neue Sichtweise auf das Leben, erweitern ihr Bewusstsein und schärfen ihre Willens- und Urteilskraft.


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Das ursprüngliche Anliegen des Yoga war es, Menschen darin zu unterstützen, sich ihres wahren Wesenskerns gewahr zu werden, der als Ausdruck des Absoluten beziehungsweise des Göttlichen verstanden wird. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine spirituelle Übungspraxis, die bis heute Bestand hat, sich aber in ihren Methoden und Techniken bis zum heutigen Tag immer wieder verändert hat.

Vorteile von Yoga: Der ruhige Geist

Der Aspekt der Gesundheit war im Yoga zuerst unbedeutend, wenn man davon absieht, dass die Einbindung in eine sinnstiftende Lebensperspektive eine der wesentlichen Grundlagen unseres geistigen und körperlichen Wohlergehens darstellt. Schon in der berühmten frühindischen Denkschrift Bhagavad Gita wird deutlich, dass Yoga den Geist klären und beruhigen kann, wenn die Wogen des Lebens so hoch schlagen, dass der Mensch unter dem Druck seiner Verantwortung und Aufgaben zusammenzubrechen droht. Hier wurden Methoden des Yoga – Atemberuhigung, Reflexion und Meditation – beschrieben, um Arjuna, dem fürstlichen Helden dieses Epos, den Weg aus Verstörung und Depression zu weisen und ihn so wieder handlungsfähig zu machen.

Der Yoga als Mittel der Geistesschulung wurde dann insbesondere von Patañjali in den Yoga-Sutras ausgearbeitet. Dieser „Achtgliedrige Yogaweg“ bietet dem Übenden Methoden an, seine geistigen Strukturen einer tief greifenden Bestandsaufnahme zu unterziehen. Dabei interessiert die Frage, wie die beobachteten Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster das ganzheitliche Wohlbefinden eines Menschen fördern oder behindern. Die Übungsschritte dieses Yoga-Weges bieten dem Übenden die Möglichkeit, Wesentliches von Unwesentlichen zu trennen, förderliche Prioritäten zu setzen und vor allem neues Verhalten einzuüben und im Gehirn als neues Muster zu festigen.

Das inzwischen rund 2.000 Jahre alte Yoga-Sutra macht deutlich, dass die mentalen Probleme der Menschen offensichtlich unverändert sind, sodass es sich liest wie ein moderner Ratgeber. Es ist bis heute der Grundlagentext für alle Yogatraditionen und in seiner bestechenden Klarheit Bahn brechend für das ganzheitliche Anliegen des Yoga, gleichermaßen auf den Geist, den Atem und den Körper des Menschen Einfluss zu nehmen.

Yoga & der moderne Körper

Erst nach der Zeitenwende, als Hatha Yoga entstand, trat der Körper auf dem Übungsweg mehr in den Vordergrund. Dieser Yogaweg, der heute zumeist angeboten wird, setzt mit vielfältigen Übungen beim Körper an, den er als Ausdruck der geistigen und seelischen Verfassung versteht. Hatha- oga stellt dabei den Begriff der Lebensenergie Prana in den Mittelpunkt der Erfahrung des Seins.

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Ist unser Körper überall durchlässig für diese Energie, ist er durchströmt und in guten Austausch mit seiner Umgebung, dann ist er gesund. Hat er dagegen durch geistige und in der Folge körperliche Verspannungen Blockierungen aufgebaut, die den freien Fluss der Lebensenergie behindern, plagen uns Schmerzen oder fühlen wir uns erschöpft und energielos.

Um das Strömen der Energie zu ermöglichen, hat der Hatha Yoga unzählige Techniken entwickelt und verfeinert. Dabei kam es schon im Altertum zu einer intensiven Begegnung der beiden Systeme Ayurveda und Hatha Yoga, die sich über Jahrhunderte hinweg intensiv ergänzt und befruchtet haben. Interessanterweise war diese Verbindung weitgehend in Vergessenheit geraten, als sich Yoga in der westlichen Welt ausbreitete. Erst in den letzten Jahren hat ein intensives Forschen über diese Zusammenhänge eingesetzt, was Sinn ergibt, weil Yoga heutzutage vermehrt als Mittel der Gesundheitsvorsorge und auch der Therapie eingesetzt wird. Als solches etabliert sich der Weg sowohl in der Bevölkerung als auch bei Ärzten und Krankenkassen.

Gesundheitliche Vorsorge mit Yoga

Ein wesentlicher Aspekt, der dafür spricht, eine Yogapraxis in die Gesundheitsvorsorge oder Therapie mit einzubeziehen, ist, dass jeder Mensch nach einiger Schulung ohne großen Aufwand selber üben kann. Ein normales tägliches Übungsprogramm von 15 bis 20 Minuten Dauer zeigt bei vielen Befindlichkeitsstörungen und sogar Erkrankungen schnell nachhaltige Wirkung. In manchen Fällen – etwa den meisten Kreislauf-Erkrankungen – heilend. Bei schweren Erkrankungen – wie der Nachsorge von Schlaganfällen, Herzinfarkten o. ä. – unterstützend. Als Einweisung reichen einige Einzelstunden oder die wöchentliche Stunde in der Gruppe. Die meisten Yogaprogramme zeigen keine schädlichen Nebenwirkungen, zumindest, wenn sie bezogen auf den Übenden und seine Befindlichkeit angemessen ausgearbeitet worden sind.

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Wer Yoga übt, übernimmt einen Teil der Verantwortung für sein Wohlbefinden. Dadurch wächst das Gefühl, etwas bewirken zu können, gesundheitlichen Störungen oder gar Krankheiten nicht ausgeliefert zu sein. Jedes Mal, wenn wir geübt haben, sind wir zufrieden, weil wir geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten. Daraus erwächst ein positiveres Selbstbild, was sich ebenfalls fördernd auf den Gesundheitszustand auswirkt.

Menschen, die Yoga üben, entwickeln eine bessere Selbstwahrnehmung. Sie spüren schneller, wenn etwas nicht stimmt – zum Beispiel das Verspannen der Schultern – und unternehmen eher etwas dagegen, denn sie haben eingeübt, was zu tun ist. Yoga-Übende interessieren sich häufiger für gesunde Lebensführung, ernähren sich gesünder und sind achtsamer im Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln wie Kaffee und Alkohol.