Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

Starter-Angebot: 2 Monate Yoga üben - 1 Monat zahlen

Job Stress Yoga Entspannung
Shutterstock

Wie Yoga den Leistungsdruck rausnimmt

Von Dr. Ronald Steiner

 

YogaEasy: Welche Rolle spielt Yoga in deinem Leben?

Ronald Steiner: Yoga begleitet mich mein ganzes Leben lang. Bereits meine Mutter war Yogalehrerin und so kam ich schon sehr früh mit Yoga in Kontakt. Diese Faszination begleitet mich seither. Das nicht zuletzt deshalb, weil Yoga für mich viel mehr ist als nur eine bloße körperliche Ertüchtigung. Für mich bedeutet Yoga, immer wieder bewusst nach Harmonie im Inneren und im Äußeren zu streben.

Warum ist Yoga der perfekte Ausgleich für Sportler und Menschen, die etwa im Job unter großem Leistungsdruck stehen?

Yoga ist in vielen Punkten vergleichbar mit einer Sportart – und dann doch wieder ganz anders. Wenn wir nicht gerade Leistungssportler sind, unterscheiden wir in der Regel zwischen unseren Tätigkeiten im Beruf und unseren sportlichen Aktivitäten in der Freizeit.

Im Beruf geht es meistens darum, eine an uns gestellte Aufgabe zu erfüllen, um etwas Äußeres zu erreichen. Wenn wir zum Beispiel Maurer sind, dann ist es unsere Aufgabe, eine Mauer zu bauen, damit ein Haus entsteht. Sport ist per Definition „selbstzweckhaft“. Wir tun also etwas um darin besser zu werden. Wenn wir laufen, dann tun wir das, um länger oder schneller laufen zu können.

Im Yoga „tun“ wir natürlich auch etwas. Anders als der Sport ist dieses Tun Mittel zum Zweck. Jedoch anders als bei einer Berufstätigkeit wollen wir nichts Äußeres erreichen. Vielmehr geht es darum, unsere innere Balance zu finden. Wir streben danach unseren Körper und Geist in eine ganzheitliche Harmonie zu bringen.

Vereinfacht gesagt: Mauern wir um ein Haus zu bauen, so sind wir Berufsmaurer. Mauern wir, um schneller mauern zu können, so sind wir Sportmaurer. Mauern wir um mit uns in Harmonie zu kommen, so betreiben wir Mauer-Yoga.


Alles neu mit Yoga: Be happy, be you
Komm mit auf eine 14-tägige Reise zu dir selbst: Werde mit Yoga, Meditation und guter Ernährung zu deinem gesündesten, glücklichsten Ich – mach jetzt mit bei unserem Programm!
JETZT ANMELDEN

Kannst du das genauer erläutern?

Praktizieren wir Yoga mit dieser kennzeichnenden inneren Ausrichtung, ist es egal, ob wir die Sonnengrüße in der allereinfachsten Variante üben, die wir uns vorstellen können, oder dabei einen Handstand auf zwei Fingern machen. Was auch immer wir auf der Matte tun: Solange es unserem Körper guttut und unseren Geist in Balance bringt, ist es für uns persönlich richtig.

Genau diese Erfahrung kann für Sportler oder Menschen mit stressigen Jobs sehr wohltuend sein. Sie nimmt den Leistungsgedanken komplett heraus. Natürlich üben wir im Yoga auch gewisse Haltungen, wie etwa die Vorbeuge. Allerdings nicht mit dem Ziel, die Füße zu erreichen. Sondern schlichtweg, um uns gut zu fühlen und eine Dehnung zu erleben. Das ist auch wissenschaftlich sinnig. Denn die allermeisten gesundheitlichen Effekte entstehen durch die Dehnung, die Kräftigung, die Ausdauerbeanspruchung oder die koordinative Herausforderung selbst. Nicht dadurch, dass wir eine Übung meistern.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Yoga zu üben?

Mein Lehrer Sri K. Pattabhi Jois betonte immer wieder: „Jeder Mensch kann Yoga üben“. Dies ist für mich ein Leitsatz. Es kommt im Yoga nicht darauf an, was wir tun, sondern dass wir für uns selbst aktiv werden, uns einer ganzheitlichen Balance annähern.

Genau diesen Ansatz vertritt auch die von mir entwickelte AYI-Methode. Systematisch kann jeder Mensch eine für ihn persönlich zugeschnittene Praxis entwickeln – von therapeutisch präventiv bis sportlich akrobatisch ist alles möglich.

zurück nach oben