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Wie du mit Yoga Leichtigkeit in dein Leben bringst
Andrew Rice auf Unsplash

Wie du mit Yoga Leichtigkeit in dein Leben bringst

Von Merle Blankenfeld

„Nimm das Leben nicht allzu ernst, du kommst ja doch nicht lebend davon“ – solche Kalendersprüche entlocken dir vielleicht eher ein Augenrollen als dich tatsächlich zu inspirieren. Aber auch wenn es abgedroschen klingt, steckt doch viel Wahrheit drin. Die Philosophie des Yoga zeigt uns immer wieder, dass das Leben es viel besser mit uns zu meinen scheint, wenn wir Leichtigkeit hineinbringen und nicht alles so bierernst nehmen.

Wir alle kennen frustrierende Situationen wie einen Streit mit dem Partner oder ganz einfach, ewig lang im Stau zu stehen. So unterschiedliche diese Beispiele auch sein mögen – für beide gilt: Wenn du verbissen auf der Vorstellung beharrst, die du dir von der Situation gemacht hast, kommst du damit nicht weiter. Im Gegenteil: Kämpfen bringt dir keinen Frieden. Wenn du stattdessen die Situation so annimmst, wie sie ist, findest du – genau – Leichtigkeit.

Leicht mit Yoga: Mach dich locker!

Aparigraha ist eines der fünf Yamas, der Verhaltensregeln aus Patanjalis achtgliedrigem Yoga-Pfad. Es bedeutet so viel wie „nicht anhaften“. Das bezieht sich einerseits auf materielle Güter, denen wir aus Sicht der Yoga-Philosophie nicht nachtrachten sollen. Gier und das ständige Wollen von etwas, das uns vermeintlich fehlt, machen uns nicht glücklich. Nicht anhaften sollten wir aber auch der Vorstellung davon, wie unser Leben und dieser Moment auszusehen hat. Das Universum und alles, was darin ist (also auch wir und unser Leben) sind permanent in Veränderung und im Fluss. Und gegen diesen Fluss anzukämpfen, weil wir ihn gern in die entgegengesetzte Richtung lenken wollen, hilft uns herzlich wenig. Den Moment genau so annehmen, wie er ist, und nicht unserer persönlichen Vorstellung davon anhaften – das meint Aparigraha also auch. Wenn du dich dem Fluss des Lebens hingibst, bringt das unglaublich viel Leichtigkeit in dein Leben.

Kommen wir zum Stau-Beispiel von eben zurück: Dich darüber zu ärgern, dass du jetzt viel länger im Auto sitzt als eigentlich geplant, bringt dich auch nicht schneller ans Ziel. Wenn du dich stattdessen über die gewonnene Zeit zum Meditieren, Musikhören oder Beenden der Podcast-Folge, die du neulich angefangen hast, freust, wird die Situation viel leichter.

Dazu gehört natürlich auch eine gute Portion Humor. Das Leben mit allen seinen Facetten etwas leichter zu nehmen, geht sehr viel einfacher, wenn wir auch mal über uns selbst lachen können. Denn: Lächeln und Lachen machen glücklich, versprochen! Nicht umsonst gibt es Trends wie Lach-Yoga, bei dem du ganz bewusst über Lachen Entspannung und Freude findest.

Bleib bei dir: Der Weg zur Zufriedenheit

Ein weiterer wesentlicher Aspekt aus der Yoga-Philosophie ist das Thema Santosha. Das bedeutet Zufriedenheit und beschreibt vor allem die innere, tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit, die nicht von äußeren Umständen oder gar materiellem Reichtum abhängt. Wenn unsere Laune nicht (zumindest nicht zu sehr) davon beeinflusst wird, wie viel Geld wir auf dem Konto haben, wie viele Likes unser jüngstes Instagram-Posting bekommen hat oder ob wir heute Abend ein schönes Date haben, sorgt das für ein sehr viel nachhaltigeres Glück – und für mehr Leichtigkeit im Leben.

Asanas für mehr Leichtigkeit

Mit diesen Übungen kannst du trainieren, das Leben ­– und deine Yoga-Praxis – etwas leichter zu nehmen.

1. Tänzer – Natarajasana

Was verkörpert mehr Leichtigkeit als Tanzen? Eben! Der Tänzer ist also eine optimale Asana, um diese Qualität zu manifestieren. Du trainierst deine Balance und öffnest dein Herz.

So übst du Natarajasana:

  1. Du stehst in Tadasana, der Berghaltung. Winkele mit der Einatmung dein rechtes Bein an und greife mit der rechten Hand zum Knöchel.
  2. Strecke deinen linken Arm nach oben aus.
  3. Beginne nun mit der Ausatmung, deinen rechten Unterschenkel in der Hand nach hinten wegzuschieben.
  4. Dabei beugt sich der Oberkörper automatisch etwas nach vorn. Halte den Core aktiv, ebenso die Rücken- und Gesäßmuskulatur. Achte auch darauf, die Hüften parallel zu halten und nicht auszuweichen.
  5. Halte den Tänzer für einige Atemzüge und übe ihn dann auf der anderen Seite.

Wie du mit Yoga Leichtigkeit in dein Leben bringst

2. Baum – Vrkshasana

Im Baum wird es gerne mal wackelig. Das ist Teil der Übung! Sieh das Ganze locker: Na klar ist es toll, wenn du mehrere Minuten in der Haltung verharren kannst, ohne zu wanken. Aber diese Asana lehrt dich neben der Balance auch, es nicht so eng zu sehen, wenn dein Baum sich auch mal mit dem Wind bewegt – oder sogar umkippt.

Mit diesem Video kannst du den Baum üben:

Yoga Video Clip: Vrikshasana (der Baum)YogaEasy-Video abspielen

3. Devotional Warrior – Baddha Virabhadrasana

Der Devotional Warrior ist eine Vorbeuge, eine Dehnung und eine Balance-Haltung in einem. Du übst Hingabe, und das geht eben viel einfacher mit Leichtigkeit als Verbissenheit.

So übst du Baddha Virabhadrasana:

  1. Komme in einen Krieger I und verhake deine Hände hinter deinem Rücken. Atme ein.
  2. Beuge deinen Oberkörper mit der Ausatmung nach vorn neben dein vorderes Bein, halte dabei die Spannung im Core und deinen Rücken lang.
  3. Hebe mit der Einatmung die Arme über den Kopf und öffne so deinen Brustkorb für eine leichte Rückbeuge. Halte den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule.
  4. Atme mehrmals tief ein und aus und übe dann die andere Seite.

Wie du mit YOga Leichtigkeit in dein Leben bringst

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