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Mit Yoga die Balance zwischen Yin und Yang finden
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Mit Yoga die Balance zwischen Yin und Yang finden

Von Merle Blankenfeld

Wer einmal eine schöne, fordernde Yogastunde erlebt hat, der kennt das angenehme Gefühl danach: Irgendwie pulsiert Energie durch den Körper, gleichzeitig spürt man eine angenehme Entspannung und im besten Fall ist auch der Kopf ganz frei geworden. Yoga ist einfach gut für Körper, Geist und Seele! Um diesen Effekt zu erreichen, kann es hilfreich sein, sich einmal richtig auszupowern und über die Anstrengung in die Entspannung zu kommen. Yang-orientierte Yogastile wie zum Beispiel Vinyasa Flow/Power Yoga, wie sie etwa Mike Erler unterrichtet, sind dafür perfekt geeignet. Er hat sogar einen ganz eigenen Stil entwickelt, den er „Wilde Kerle Yoga“ nennt.

Wilde Kerle Yoga mit Mike Erler:

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Beim sanften Yin Yoga hingegen geht es darum, langsam in die Asanas zu sinken und dort längere Zeit zu verweilen. Hier wird innere Ruhe durch äußere Ruhe erreicht. Und beide Möglichkeiten haben ihre Berechtigung!

Yin Yoga zur Entschleunigung mit Wanda Badwal:

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Gleichgewicht von Yin und Yang

Aber was steckt eigentlich hinter den Begriffen Yin und Yang? Yang bezeichnet das Aktive, Gebende, Starke, Männliche – das männliche Prinzip. Yin steht dem als empfangendes, passives, weibliches Prinzip gegenüber. Wir alle haben sowohl weibliche als auch männliche Energien in uns – in unterschiedlich starken Ausprägungen. Damit wir mit uns selbst – und mit anderen – im Gleichgewicht sind, müssen diese beiden Pole harmonieren. Eine Dysbalance zwischen Yin und Yang bringt Probleme mit sich. Die können sich auf körperlicher Ebene zeigen, etwa mit Hautproblemen oder Gelenkschmerzen, oder auf psychischer Ebene: Hier können depressive Verstimmungen oder Schlafstörungen die Folge von Störungen der Yin- und Yang-Energien sein.

Im Yoga geht es um Verbindung, um Einklang und um Balance. Dazu gehört auch die Balance zwischen unserer weiblichen und männlichen Energie. Je nachdem, was gerade dominiert beziehungsweise was du gerade ausgleichen möchtest, kann Yoga dich bei der (Wieder-)Herstellung des inneren Gleichgewichts unterstützen. Nimmt die männliche Energie, Yang, in deinem Leben überhand, kann dir möglicherweise eine ruhige Yoga-Praxis helfen abzuschalten. Entspannende Yogastile wie Yin Yoga oder stille Meditationen eignen sich genau dafür. Fehlt es dir an Energie und Tatkraft, kann dich eine dynamische und körperlich fordernde Yogapraxis unterstützen, genau diese Attribute in dein Leben zu bringen. Über physische  Anstrengung kannst du aber auch zu mehr Energie, mentaler Ruhe und stärkerer Konzentration finden.

 

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Ist Yoga weiblich oder männlich? Weder noch!

Yoga als Lebensphilosophie und Gesundheitssystem ist vor vermutlich rund 2.500 Jahren in Indien entstanden. Anders als beim Yoga, das wir heute kennen, ging es ursprünglich aber weniger um das Heilen von „Smartphone-Nacken“ und das Entspannen nach einem stressigen Tag. Stattdessen war die Yogapraxis, also das Üben von Asanas (körperlichen Yoga-Übungen), Pranayama (Atemübungen) und vor allem Meditation, ein Weg zur Erleuchtung. Und dieser spirituelle Weg sollte allein den Männern vorbehalten bleiben. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte T. Krishnamacharya, der Urvater des modernen Yoga, dafür, dass auch Frauen Yoga üben konnten. Heute wiederum, also in einer Zeit, in der spirituelle Themen und der Rückzug auf die Matte ein Weg zur Stressbewältigung und zur Bekämpfung von Rückenschmerzen sind, üben größtenteils Frauen Yoga. Die Männer in der Yogaszene wie etwa Mike Erler sind in der Unterzahl. Dabei können ohne Frage beide Geschlechter von Yoga profitieren. Mike hat sein „Wilde Kerle“-Yoga ganz bewusst für Männer und Frauen entwickelt. Denn auch Frauen tut es gut, mit ordentlich Power den wilden Kerl in uns zu entdecken – und rauszulassen.

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Aber ganz egal, ob du lieber einen ruhigen Stil übst oder dich in einer anstrengenden Stunde auspowerst – Yoga ist ein wunderbarer Gegenpol zur Yang-dominierten Gesellschaft. Am Ende es ist gar nicht so wichtig, ob du dein inneres Yin oder Yang stärken möchtest. Viel relevanter ist es, dass du mit deiner Yogapraxis einen Moment innehältst – und rausfindest, was du gerade brauchst.

Es geht im Yoga vor allem darum, mit dir selbst in Kontakt zu treten. Und zwar auch mit den Seiten deines Selbst, die du vielleicht noch gar nicht kennst. Das kann eine sanfte und verletzliche Seite sein, wenn du dich eigentlich für sehr tough hältst. Das kann aber auch eine aktive und verspielte Seite sein, wenn du sonst eher zurückhaltend bist. Yoga kann eine ganz wunderbare Reise in unbekannte Gewässer sein, auf der du viel über Dich lernst. Du musst nur bereit sein, dich auf dieses wilde Abenteuer einzulassen!

Dieser Artikel ist zunächst in leicht gekürzter Fassung in der Printausgabe der Happy Way erschienen.

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