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Lach dich gesund: Alles über Lachyoga
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Lach dich gesund: Alles über Lachyoga

Von Kerstin Linnartz

Was ist eigentlich Lachyoga? Einfach nur ein Trend, oder steckt da mehr dahinter? Eine Form des Yoga, von der du sicher schon mal gehört hast, ist mir auf sehr lustige Art begegnet. Eine liebe Freundin hatte vor einigen Jahren zum Junggesellinnenabschied eingeladen. Ich hatte mich wie angekündigt auf eine klassische Sause mit viel Lachen, Party und Sekt eingestellt. Als wir uns am späten Nachmittag bei ihr zu Hause einfanden, überraschte sie jedoch mit einer Einstimmung der besonderen Art. Anstatt schon bei Tageslicht mit Blubberwasser „in Stimmung zu kommen“, hatte sie sich für eine Variante entschieden, die ich nicht nur viel mehr begrüßte, sondern extrem originell fand: Sie hatte eine Lachyoga-Lehrerin engagiert, die uns eine Privatsession geben sollte. 

Ich kannte Lachyoga bis dato nur vom Hörensagen und war sehr gespannt. Im Vergleich zu meinen Mit-Junggesellinnen hatte ich neben der Braut von der ersten Sekunde keine Berührungsängste. Und so fand ich mich um 18 Uhr mitten in Berlin in einer Runde gackernder Hühner wieder, die zunächst künstlich produzierte „Ha ha ha!“- und „Ho ho ho!“ -Laute von sich gaben. Irgendwann wurde aus dem Stakkato-Kunstlachen ein echtes – zunächst wahrscheinlich aufgrund der skurrilen Situation und dann immer mehr, weil wir WIRKLICH lachen mussten. Zum Schluss kugelte ein Haufen kichernder und laut lachender Frauen über den Boden. Es war köstlich!

Nach diesem herrlichen Auftakt durfte ich mich etwas tiefer mit dem Thema befassen und die Vorzüge des Lachyoga kennenlernen: Es verbessert nicht nur die Stimmung, sondern unsere gesamte Verfassung! 


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Was Lachen mit unserem Körper macht

Insgesamt sind beim Lachen mehr als hundert Muskeln beteiligt – von der Gesichtsmuskulatur bis zur Atemmuskulatur. Bei vollem Lachen wird der ganze Körper erfasst: Der Kopf wird bewegt, der Körper biegt und krümmt sich – man spricht hier von Generalisierung. Dabei wird deutlich tiefer geatmet als sonst. Das wirkt sich im ganzen Körper aus: Die Körperzellen werden mit mehr Sauerstoff versorgt und die Bronchien durchlüftet, Verbrennungsvorgänge befördert, Muskeln entspannt sowie Herz und Kreislauf angeregt. 

Gleichzeitig unterstützt Lachen wichtige Prozesse im Körper. So bremst beispielsweise das Gehirn beim Lachen die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortison. Anspannung und Stress werden wie durch ein Sicherheitsventil abgelassen. Das „Glückshormon“ Serotonin wird ausgeschüttet, der Körper mit Sauerstoff geflutet, Muskeln entspannt und das Herz-Kreislauf-System angeregt.

Lebensfreude kann trainiert werden

Bei regelmäßiger Praxis entwickeln sich also immer mehr Lebensfreude und Humor, Stress wird reduziert und Krankheiten vorgebeugt. Bei bestimmten Erkrankungen kann regelmäßige Lachyoga-Praxis sogar die Heilung fördern. Außerdem kann Lachyoga in schwierigen Lebensphasen eine positive Einstellung zurückbringen. Menschen, die unter Depressionen leiden, könnten gezieltes Lachen gewissermaßen ergänzend zur Selbstmedikation nutzen. Entsprechend wird in einigen medizinischen Bereichen gezielt Erheiterung als Therapie eingesetzt: Bei Demenzkranken hat sich der Einsatz lustiger Besucher bewährt. Der Verband für Lachyoga bringt zum Beispiel auch alten Menschen Lachyoga bei, um ihnen die Lebensfreude zu erhalten oder zurückzubringen.

Und in Krankenhäusern besuchen Klinik-Clowns Schwerstkranke und sorgen für heilsame Ablenkung. Dort können auch weitere positive Effekte des Lachens zur Geltung kommen. Untersuchungen aus den USA lassen vermuten, dass Lachen die Immunabwehr stärkt: Es aktiviert offenbar körpereigene Mechanismen wie die T-Lymphozyten, die bei der Abwehr von Krebs von Bedeutung sind, sowie Gamma-Interferon, das eine Vermehrung von Tumorzellen reduzieren kann. Lachen ist gesund – diese alte Weisheit hat also auch wissenschaftlich gesehen viel Wahres an sich.

Die Ursprünge von Lachyoga

„Erfunden” wurde Lachyoga übrigens von einem indischen Arzt, der 1995 den ersten Lachclub Indiens gründete, nachdem er einen Artikel über die Gesundheistaspekte des Lachens glesen hatte. Seine Frau war Yogalehrerin – der Grundstein für Lachyoga war gelegt. Heute gibt es in Indien über 6000 Lachclubs. Und auch bei uns praktizieren immer mehr Menschen Lachyoga. 

In jedem Fall kann ich dir nur empfehlen es mal auszuprobieren – es macht einfach wahnsinnig viel Spaß... Es muss ja nicht unbedingt ein Junggesellinnenabschid sein, aber einen guten Grund, mit Freunden zu lachen, hast du mit einer Einladung zum Lachyoga ganz sicher! Wenn du dich eingehender dazu informieren möchtest, besuche doch mal die Website des Europäischen Verbandes für Lachyoga und Humortraining e.V. mit dem witzigen Namen www.hoho-haha.de.


Kein Lachyoga, aber trotzdem gut: Wenn du mal mit Kerstin Linnartz Yoga üben möchtest, empfehlen wir dir diese Yoga-Sequenz für den Morgen:

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