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Bild: iStockphoto.com

Yoga und Sex: Eine besonderes Zusammenspiel

Von Kristin Rübesamen

Die vielen Hüftöffnungen, das laute Stöhnen, das Schwitzen und die anschließende wohlige Erschöpfung: Keine Frage, es gibt einen Zusammenhang zwischen Yoga und Sexualität. Manche Männer behaupten sogar, dass ihre Frauen, seit sie Yoga üben, weniger Interesse an Sex haben. Andere behaupten das Gegenteil. Frauen wiederum berichten von endlosen Erektionen ihrer Partner, seit diese Yoga üben. Und keine Geschichte über Yoga und Sex kommt ohne den öden Verweis auf die sexuell so beispiellos befriedigende Langzeit-Ehe von Sting und seiner Frau aus.

 

Tatsächlich stimulieren Hüftöffner und Vorbeugen auf physischer Ebene alle Organe im unteren Bauch, erhöhen die Durchblutung und beeinflussen bei Frauen im positiven Sinne die Fruchtbarkeit, auch wenn hierfür für die harten Belege fehlen.

 

Doch die Sache geht tiefer. Sexualität ist so natürlich wie Atmen, hat man uns beigebracht. Eine Naturgewalt, die sich ihren Weg bahnt. Einerseits eine mechanische Angelegenheit, die nicht mit Liebe verwechselt werden soll, andererseits genau das, was Liebende am liebsten tun. Sie erlöst uns im besten Fall aus unserer Einsamkeit und macht uns im schlimmsten zu gestörten Freaks. Sie bringt uns dazu, unsere Partner zu verlassen und unser Leben zu zerstören, doch ohne sie gäbe es uns nicht.

 

Sexualität und Yoga haben eine Menge miteinander gemein. Die Silbe „yug“ heisst Verbinden. Im Yoga verbinden wir uns mit einer Macht, die größer ist als wir. Auch in der Sexualität fühlen wir uns dann am besten, wenn wir den Anderen spüren können, uns verlieren können, wenn es, nun ja, eine Verschmelzung gibt.

 

So wie in der Sexualität auf Dauer keine Lügen standhalten, so bringt auch die Yogapraxis die Wahrheit über die Qualität unserer Gedanken und unseres Körpers ans Licht. Die Empfindsamkeit, auch Achtsamkeit genannt, die wir Yogis in unserer Praxis dabei schulen, schlägt allerdings gerne in Empfindlichkeit um. Unsere Yogapraxis macht uns feinfühliger, aber auch nervöser und anfälliger gegen alles, was um uns herum passiert. Wenn wir nicht aufpassen, dreht sich alles nur noch um uns, und die Welt wird winzig anstatt groß. Dieselbe Kleinlichkeit bekommt dann unser Partner zu spüren, der natürlich nicht perfekt ist.

 

In der Yoga-Szene hört man oft: „Wenn man sich selbst liebt, ist es egal, mit wem man zusammen ist.“ Eine ebenso hehre wie kurzsichtige Aussage. Denn es ist natürlich nicht egal. Während also ein Teil von uns mit einem hübschen Heiligenschein herumläuft, zählt ein anderer kleingeistig alle Mängel des Gegenübers auf, um ihm dann aus heiterem Himmel alles vor die Füße zu werfen.

 

Wer sich mit Yoga-Anatomie beschäftigt, weiß, dass Sexualität Sache des Swadhisthana Chakras ist, des zweiten Energiezentrums, das zwei Fingerbreit unterhalb des Nabels zu finden ist. Wenn unser erstes Chakra, Muladhara Chakra, am unteren Ende des Steißbeins gelegen, im Lot ist, fühlen wir uns sicher genug, unsere Gefühle zu äußern und gegebenenfalls auch unseren Wunsch, den anderen als Krankenschwester verkleidet zu besuchen. Daran muss man nicht glauben, aber die Vorstellung, dass eine befriedigende Sexualität vor allem dann zu haben ist, wenn es keine Angst vor Demütigung oder Spott gibt, ist für uns alle nachzuvollziehen und hat sogar noch einen Vorteil: Wenn es mal Probleme gibt mit dem Sex, wenn der Sex komisch ist oder ungewohnt oder gar nicht da, dann üben wir das, was wir im Yoga üben, sobald wir auf die Matte gehen: Loslassen.

Ist schließlich nur Sex. 

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Kommentare zu diesem Artikel
Gisela 10.05.2013
Unmöglicher Artikel. Schade für die geniale Website von yogaeasy, auf so ein Niveau runterzubrechen. Yoga als Beziehungskiller oder SM Stimulation missbraucht. Mag den Newsletter so nicht weiterleiten.
10.05.2013
beim oben stehenden Userkommentar scheint was mit dem ersten Chakra nicht im Lot zu sein... ehrlicher Artikel...
Susanne 27.05.2013
Mensch Gisela, lass einfach mal los!
16.06.2013
Toller Artikel, vielen Dank!
Freya 15.02.2016
Liebe Kristin, leider hast du keine Anregung zu der richtig angesprochenen Tatsache gegeben, wie man mit wachsender Empfindlichkeit (statt oder als Begleiterscheinung von Empfindsamkeit) umgehen kann bzw. sich in zunehmendem Maße dann auch schützen kann/sollte. Vielleicht hast du dazu einen Tipp? LG