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Large ye yoga gegen hitze
Bild: shutterstock.com

5 Yoga-Übungen, mit denen ihr cool bleibt

Von Alke von Kruszynski

Sommer, Sonne, Sonnenschein, endlich wird es warm, aber gleich so? 

Yoga nach Jahreszeiten

Genauso wie wir im Winter eine längere Aufwärmpause brauchen, im Frühling auf Heuschnupfen und Allergien eingehen, und im Herbst automatisch Lust auf mehr Meditation haben, können wir auch im Sommer auf hohe Temperaturen reagieren. Temperaturen an die 30 Grad sind für ein paar Wochen eine schöne Abwechslung, der wir uns nicht nur in Fragen der Kleidung oder Ernährung anpassen, sondern auch in der Yogapraxis.

Instinktiv suchen wir uns m Sommer eine eher ruhige Übungsreihe aus. Und weil die Wärme die Muskeln und Bänder flexibler macht, ist die Hitze kein schlechter Zeitpunkt für Geübte, sich einmal an herausfordernden Asanas zu versuchen. Aber Achtung: Nur weil wir schwitzen, müssen wir uns trotzdem aufwärmen.

Gezielt gegen die Hitze

Für alle gilt: Gezielt ausgesuchte und einzeln geübte Asanas können eine willkommene Maßnahme gegen die Hitze sein. So haben Vorwärtsbeugen einen kühlenden Effekt auf das System, während im Gegenzug alle Rückbeugen wie ein Energieschub wirken. Atemübungen können ebenfalls kühlen. Hier unsere Tipps:

Vorwärtsbeugen mit kühlendem Effekt

1. Uttanasana - die stehende Vorwärtsbeuge: 

Stehe aufrecht, und beuge dich mit der Ausatmung vor; halte die Stellung je nach Dehnungsfähigkeit der Beinrückseite entweder mit gebeugten oder gestreckten Beinen. Entsprechend deinen Möglichkeiten rollst du nach einigen Atemzügen mit gebeugten Knien langsam wieder zum Stehen auf, dabei hebt sich der Kopf als letztes.

Hier eine ausführliche Beschreibung von Uttanasana.

2. Pashimottanasana - die sitzende Vorwärtsbeuge: 

In der sitzenden Vorbeuge sind die Beine flach am Boden ausgestreckt (eventuell schiebst du die Füße an eine Wand). Senke dich mit der Ausatmung mit möglichst geradem Rücken soweit über die Beine, wie es dein Körper und deine Übungspraxis zulassen (krümme nicht deinen Rücken, nur um mit der Nase auf die Knie zu kommen!). der Atem muss entspannt bleiben. Nach ein paar Atemzügen hebst du dich du sanft aus dem Becken mit der Einatmung wieder zum Sitzen.

3. Badhakonasana - der vorgebeugte, gebundene Winkel : 

Lege im Sitzen die Fußsohlen aneinander und ziehe die Fersen Richtung Becken. Deine Knie fallen nach außen. Lasse mit der Ausatmung den Körper nach vorne über die angewinkelten Beine „fließen“, ohne dabei den Rücken zu krümmen. Atme über deine komplette Rückenseite, rolle nach einigen Atemzügen langsam wieder nach oben und lockere sanft deine Beine aus.

Hier eine ausführliche Beschreibung von Badhakonasana.

 

Umkehrhaltungen wirken beruhigend

4. Viparita Karani - die umgekehrte Stellung: 

Lege deine Beine ganz nah an einer Wand hoch. Schiebe dazu ein Kissen unter dein Becken, so dass es etwas erhöht liegt. Bleibe so für mehrere Minuten, schließe die Augen, atme und genieße. Diese Haltung ist abends ein idealer Abschluss für den Tag.

5. Sarvangasana - der Schulterstand: 

Du liegst auf dem Boden und bringst kontrolliert die geschlossenen Beine nach oben. Dann stellst du deine Hände als Unterstützung an den Rücken. Dann beginnst du langsam deine Beine zur Decke zu strecken. Komme früher aus der Haltung heraus, wenn du zuviel Druck im Nacken oder Kehlkopf verspürst. Bei ruhiger Atmung können Geübte den Schulterstand, auch Königin der Asanas genannt, mehrere Minuten lang halten. Bewege niemals den Kopf zur Seite, wenn Du im Schulterstand stehst, das kann zu Verletzungen führen! Schaue mit entspannten Augen auf deine Füße oder schließe die Augen, wenn dir das möglich ist.

Übt bitte stets – und besonders bei Temperaturen wie diesen – innerhalb der Grenzen eures Körpers, so dass ihr entspannt ein- und ausatmen könnt.

Generell sind im Sommer eher ruhigere oder exaktere Yogastile angebracht, mit denen man gleichzeitig seine Technik verfeinern kann. Sie bieten die Chance, aufmerksamer in der eigenen Praxis zu werden – aber auch, durch lange gehaltene Dehnübungen einzelnen Körperregionen (wie den oft recht unflexiblen Hüften) eine größere Aufmerksamkeit zu widmen.

Wir haben natürlich noch ein paar Video-Tipps für euch:

Wenn ihr abends nach Hause kommt und ihr schnelle Entspannung braucht ist die Yin Yoga Sequenz mit René Hug genau das Richtige für euch. 

Ihr übt lieber morgens? Sehr gut – dann ist die Luft klarer und die Temperaturen noch nicht ganz so hoch. Mit dieser Sequenz von Kathleen Kloss wacht ihr langsam auf und geht konzentriert und klar in den Tag.  

Falls ihr etwas mehr Zeit habt und evtl. einen "schiefen Steg", dann ist diese Long Slow Deep Klasse von Kimberley Steeb perfekt. Einfach ein schattiges Plätzchen suchen und schon kann es losgehen.  

Kleiner Tipp:

Und wenn trotzdem zwischendurch der Kreislauf Achterbahn fährt, sich alles dreht oder einem schwindelig wird, bietet die Kindeshaltung (in den Vierfüßlerstand gehen, Gesäß auf die Fersen schieben und die Stirn auf den Boden legen, die Arme leicht neben den Unterschenkeln ablegen) den idealen Rückzugsort. Alternativ, wenn die Vorbeuge zuviel ist, einfach im Fersensitz sitzenbleiben und die Augen schließen.

Sensibler für das Wetter zu werden und darauf mit einer angepassten Praxis zu reagieren, ist ein erster großer Yogaschritt.

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