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6 Tipps für eine gute Verdauung

Von Katharina Goßmann

Eine gute Verdauung ist nicht nur die Voraussetzung dafür, Nährstoffe aus dem Essen optimal zu verwerten und zu entgiften, sondern auch die Basis für ein gutes Immunsystem und eine ausgeglichene Psyche. Leider haben viele Menschen aufgrund von schlechter Ernährung, Stress und falschen Gewohnheiten Probleme mit ihrer Verdauung. Hier 6 Tipps, die schnell und effektiv die Verdauung verbessern.

1. Mehr Trinken

Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme ist eine der Hauptursachen für eine schlechte Verdauung: Wer ausreichend trinkt, stellt sicher, dass die Ballaststoffe im Stuhl aufquellen und der Stuhl so gegen die Darmwand drückt. Dadurch wird die Darmwand angeregt, sich zusammenzuziehen und den Stuhl voranzuschieben. Außerdem braucht der Darm das Wasser, um den Stuhl weich und gleitfähig zu machen – trockener Stuhl kann beim Ausscheiden durchaus schmerzhaft sein.

Pro Tag sind also mindestens 1,5 Liter Wasser, Kräutertee und andere neutrale Getränke (optimalerweise kein(e) Kaffee, schwarzer Tee, Energy Drinks, Softdrinks etc.) Pflicht. Sorge dafür, dass immer eine Tasse Tee, eine Saftschorle (höchstens 1/3 Saft) oder ein Glas Deines Lieblingswasser für Dich bereit steht! Leitungswasser tut es natürlich auch.

2. Stress abbauen

Stress aktiviert den Sympathikus und somit den Teil des Nervensystems, der den Körper für Flucht und Kampf bereit macht. Der Sympathikus fährt deswegen die Verdauungsfunktionen auf ein Minimum zurück – auf der Flucht oder während eines Kampfes sind die schließlich unwichtig. Wer also unter Dauerstress leidet, bei dem arbeitet auch die Verdauung dauerhaft auf Sparflamme. 

Also: Nimm Dir Zeit für die Mittagspause, gönn Dir in Deinem Alltag Phasen der Erholung und Entspannung und bau mit Bewegung an der frischen Luft, Yoga und Meditation Stress ab.

3. Bewegung

Wer regelmäßig Sport treibt und dann für einige Zeit aussetzt, kann es bestätigen: Bewegung unterstützt eine aktive Verdauung. Das liegt vor allem daran, dass die Muskelbewegungen und die Entspannung nach körperlicher Aktivität die Darmmotorik anregen. 

Die perfekte Sportart, um den Darm anzuregen, ist übrigens Yoga: Vor allem durch Drehhaltungen werden die Verdauungsorgane aktiviert – und die Schlussentspannung aktiviert den Parasympathikus im vegetativen Nervensystem und damit die Darmtätigkeit!

4. Kauen, kauen, kauen

Eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um die eigenen Verdauung zu regulieren, ist es jeden Bissen bewusst und ausreichend lang zu kauen. Denn wer bewusst und langsam kaut, isst nicht zu schnell,- Blähungen durch geschluckte Luft entfallen so. Zudem wird das Essen durch das eifrige Kauen so gut eingespeichelt und zerkleinert, dass Magen und Darm nicht mehr so viel zu tun haben. Das reduziert vor allem bei bestehenden Magen- und Darmproblemen Folgebeschwerden. 

Toller Nebeneffekt: Wer gründlich kaut, merkt schneller, wenn der Magen voll ist und isst nicht mehr zu viel. Schließlich hat der Körper Zeit dem Gehirn zu melden „Genug gegessen!“, bevor die dritte Portion verdrückt wurde!

5. Das Richtige essen

Jeder Mensch verträgt je nach Konstitution - aber auch je nach Jahreszeit und den aktuellen Anforderungen - einige Lebensmittel ganz wunderbar und andere überhaupt nicht. Viele Menschen können etwa Milchprodukte und Weizenerzeugnisse bzw. Glutenhaltige Lebensmittel nicht gut verdauen. Auch eine Überdosis an Kaffee und anderen aufputschenden Getränken verhindert eine gesunde Verdauung, obwohl der kurzfristige Effekt das Gegenteil verspricht. 

Deshalb ist es wichtig, dass Du Dein Essverhalten analysierst und Dir bewusst machst, welche Lebensmittel Dir gut tun und welche Dein Wohlbefinden reduzieren. Natürlich kann dabei herauskommen, dass Du Deine geliebte Eiscreme nicht verträgst – dann such einfach nach einer verträglicheren Alternative, die Du genau so gut findest!

6. Gewürze, Tees und Flohsamen

In vielen Kulturen werden Gewürze und Kräuter und andere natürliche Lebensmittel genutzt, um es Magen und Darm einfacher zu machen: In Bayern wird zum blähenden Sauerkraut Kümmel gemischt, in Indien wird nach jedem Essen ein kleiner Löffel mit Fenchelsamen und anderen verdauungsfördernden Kräutern gekaut. Im Ayurveda wird das Verdauungsfeuer „Agni“ mit Ingwersud angeregt, in aller Welt kauen Schwangere bei Sodbrennen Mandeln und Babies trinken bei Blähungen Fencheltee. Bau diese Gewürze langsam in Deinen Alltag ein – und freu Dich, wie viel schmackhafter sie Dein Leben machen!

Und wenn gar nichts mehr hilft: Besorge Dir aus der Drogerie oder dem Reformhaus Indische Flohsamenschalen. Diese Samen helfen sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung, sind optimal verträglich und sollen sogar das Wachstum darmfreundlicher Bakterien fördern!

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