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Schwanger werden mit Yoga

Von Katharina Goßmann

Es gibt vielleicht keine tiefere Sehnsucht als der Wunsch nach einem Kind. Deshalb rennen Paare, bei denen es nicht klappen will, den Fruchtbarkeitskliniken weltweit die Türen ein. Das kann nicht nur Unmengen an Geld kosten, körperlich und psychisch belasten, auch die Beziehung zum Partner und das Liebesleben leiden häufig. Wie auch nicht, wenn Lust, ihrer Natur nach unreglementiert, plötzlich auf Ansage entstehen soll. Der mitleidige Blick von Freunden und Familie macht es nicht leichter. Doch wenn sich nur noch alles ums Schwangerwerden dreht, sorgt dieser wachsende Druck dafür, dass die Chancen sinken– ein Teufelskreis.

Diagnose „Unfruchtbar“?

Statistisch gesehen gibt es immer mehr Paare, die als unfruchtbar eingestuft werden. Unter Medizinern gilt die Faustregel: Ein Paar, das über ein Jahr lang erfolglos versucht schwanger zu werden, ist „unfruchtbar“. Nun kennt aber jeder mindestens ein Paar, das für ihr erstes Kind länger als 12 Monate üben musste. Der Stempel „unfruchtbar“ ist daher meist wenig aussagekräftig – eigentlich ist er nur für eines gut: die verzweifelte Stimmung bei zeugungswilligen Paaren anzuheizen.

Tatsächlich unfruchtbare Paare gibt es nämlich sehr selten. Auch wenn die Spermienqualität seit Jahrzehnten abnimmt - nur sehr wenige Männer können keine oder keine funktionellen Samenzellen bilden. Schwere funktionelle Fruchtbarkeitsstörungen bei Frauen kommen noch seltener vor. Und wenn etwa die Eileiter durch eine unerkannte Chlamydien-Infektion verklebt sind, oder eine Störung der Eireifung vorliegt, kann die Schulmedizin häufig gut helfen.

Warum aber gibt es dann so viele Menschen, deren Kinderwunsch so lange unerfüllt bleibt? Definitive Untersuchungen gibt es hierzu nicht, aber als Schuldige werden immer wieder folgende Faktoren genannt: Statistisch gesehen werden Frauen immer später Mütter, der Stresslevel in der modernen Gesellschaft steigt vor allem für Frauen an und auch bestimmte Formen der Umweltverschmutzung (Plastik, Medikamente in tierischen Produkten etc.) stehen im Verdacht, sich ungünstig auszuwirken.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Frauen sind am fruchtbarsten im Alter von etwa 20 bis 29 Jahren. Den Zenit der Fruchtbarkeit haben sie mit 27 Jahren erreicht. Durchschnittlich sind Frauen aber heute 29 Jahre, wenn sie zum ersten Mal Mutter werden – also schon am Ende der fruchtbaren Phase angekommen. Und der Trend geht Richtung Spätgebärende. Würde es also helfen, früher im Leben Kinder zu bekommen? Theoretisch ja. Denn ab 35 nimmt die Häufigkeit eines Eisprungs und somit die Fähigkeit schwanger zu werden ab.

Praktisch entscheiden sich viele Frauen sehr bewusst dafür, später Mutter zu werden. Und die Gründe dafür sind nicht nur egozentrischer Natur oder einem übertriebenen Sicherheitsdenken geschuldet – erst mal Karriere, erst mal Spaß und Freiheit, erst mal exotische Reisen, erst mal das Häuschen abzahlen. Viele Menschen wollen zuerst bei sich ankommen, wollen sich sicher sein, dass sie auch wirklich ein Leben mit Kind(ern) wollen. Gute Gründe, von denen auch der Nachwuchs später profitiert.

Und dann gibt es da noch das Problem des richtigen Partners. Viele Frauen erwarten mittlerweile von potentiellen Kindsvätern, dass sie ebenfalls einen eindeutigen Kinderwunsch haben. Und nicht nur gnädig eine Schwangerschaft abnicken, um dann später zu sagen „Du wolltest doch das Kind, also bist du auch zuständig!“. Und nicht wenigen Frauen steht die gänzliche Zeugungsunwilligkeit ihrer Männer im Weg – Männer hören schließlich ihre biologische Uhr nicht beziehungsweise deutlich schwächer als Frauen ticken. Wenn der Partner sich aber erst zum Kinderkriegen überreden lässt, wenn die Frau bereits die 40 überschritten hat, ist der Druck, dass es nun aber schnell klappen muss, immens.

Frauen schätzen ihre Fruchtbarkeit falsch ein

Die meisten Frauen schätzen ihre Fruchtbarkeit zu hoch ein, auch deshalb, weil die Medien immer wieder glänzende Beispiele vorführen, in denen erfolgreiche Frauen über 40 noch problemlos schwanger werden, auch wenn es dann oft Zwillinge sind, was auf künstliche Befruchtung schließen lässt, die niemals, auch nicht in Hollywood, problemlos ist. Dahinter steht die Ideologie, dass Frauen alles haben können, was sie wollen (und wenn sie dafür bezahlen).

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer in jungen Jahren schon weiß, dass er Kinder will und den richtigen Partner an der Seite hat, der sollte sich nicht durch rationale Bedenken abhalten lassen. Alle anderen sollten sich nicht unter Druck setzen lassen. Viele Frauen sind heute im Gegensatz zu früheren Frauengenerationen auch um die 40 körperlich in so guter Verfassung (da sie auf ihre Ernährung achten, Sport treiben, sich Auszeiten gönnen) – dass biologisch einer problemlosen Schwangerschaft nichts im Weg steht, wenn sie schwanger werden.

Auch gegen die zwei anderen Hauptursachen für Fruchtbarkeitsprobleme –  Stress und Umweltgifte – lässt sich einiges tun. Und es gibt noch mehr Möglichkeiten, wie Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sich aus der Opferrolle befreien können und damit dem ersehnten Nachwuchs den Weg ebnen können!


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Der Weg zum Kind

Schulmedizin ist ok

Alle Paare, die sich nach einer Weile Sorgen machen, ob aus medizinischer Sicht alles in Ordnung ist, sollten den Weg zum Schulmediziner nicht scheuen. Das kann der Gynäkologe des Vertrauens sein, oder ein auf Fruchtbarkeit spezialisierter Arzt. Im Regelfall wird die Nachricht, dass alles in Ordnung ist und einer natürlichen Schwangerschaft nichts im Wege steht, für Entspannung sorgen und die Wartezeit auf den Nachwuchs erträglicher machen.

Falls kleine Probleme festgestellt werden, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die Schulmedizin ohne große Eingriffe die Fruchtbarkeit ankurbeln kann: etwa durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen (denn auch eine geringe Schilddrüsenunterfunktion kann Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben) oder die Gabe des Gelbkörperhormons Progesteron, das die Einnistung der befruchteten Eizelle fördert. Vielleicht steht auch eine Zyste oder ein Myom dem Glück im Weg, dann kann eine Hormonbehandlung oder eine Operation helfen.

Möglicherweise liegt auch die fruchtbare Phase ganz anders als gedacht – bei der Suche nach den fruchtbaren Tagen können so uninvasive Methoden wie die Temperaturmessmethode bzw. speziell dafür entwickelte Geräte helfen. Allerdings: Inwieweit allerdings das Liebesleben einem Fruchtbarkeitsplan folgen sollte – das sollten Paare gemeinsam gut überlegen. Denn schwanger werden Paare immer noch am besten, wenn sie den Sex genießen und nicht als notwenige Turnübung empfinden.

Wer sich überlegt, seine Eizellen einfrieren zu lassen, sollte das möglichst früh tun, und nicht erst mit Ende 30 mit dem Gedanken daran spielen. Was es bedeutet, seinen Kinderwunsch bei minus 196 Grad in Stickstoff zu legen, im Alter von 27 Jahren, wenn der Zenit der Fruchtbarkeit erreicht ist und die Eizellen am besten dazu geeignet, darüber streiten sich gerade Wissenschafler, Feministinnen und Philosophen.

Emotionale Blockaden abbauen

Manchmal ist der Wunsch nach einem Kind groß, und trotzdem sind die inneren Weichen noch nicht wirklich auf Empfängnis eingestellt. Im Ayurveda heißt es, dass ein Kind dann kommt, wenn im Leben der Eltern Raum für dieses Kind ist. Diesen Raum können Paare ganz bewusst schaffen.

Als erstes heißt das: Stress abbauen. Denn wenn die potentiellen Eltern, vor allem die Mutter, schon jetzt kaum über die Runden kommen, wird der Körper sich auf seine aktuellen Anforderungen konzentrieren und kein Großprojekt wie eben eine Schwangerschaft zulassen. Am besten analysiert das Paar den aktuellen Lebensstil: Welche Aktivitäten/welche Menschen tun uns wirklich gut – und welche Aspekte unseres Lebens sollten wir aussortieren? Kann ich weniger Geschäftsreisen machen oder Aufgaben delegieren? Was fehlt uns, um uns wirklich fit und voller Energie zu fühlen? Am besten ist es, einen dreiwöchigen Erholungsurlaub zu buchen – mit viel Ruhe, viel Schlaf, gutem Essen, Bewegung in schöner Natur und viel Zeit für die Partnerschaft.

Das Thema Partnerschaft ist sowieso bedeutend. Wie sicher, wie geborgen fühlst du dich in der Partnerschaft? Gibt es unausgesprochene Probleme, die immer wieder für gedrückte Stimmung sorgen? Haben wirklich beide einen Kinderwunsch, oder zieht einer nur mit, weil er denkt, er muss? Und, am wichtigsten: Möchte ich wirklich mit diesem Partner ein Kind haben? All diese Themen sollte man ehrlich für sich beantworten, denn unterbewusste Befürchtungen und Ängste behindern eine Schwangerschaft manchmal mehr als körperliche Faktoren.

Ebenso hinderlich sind unverarbeitete Themen aus der Kindheit. Wenn ich Angst habe, die Fehler meiner Eltern zu wiederholen, wenn ich fürchte, dass ich keine gute Mutter sein werde, kann das großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Aber auch andere Überbleibsel aus der Kindheit können dem Kinderwunsch im Weg stehen: Wer sich nicht sicher ist, ob es gut ist, dass er existiert, wer keine wirkliche Freude am Leben hat, sondern sich nur als Spielball von Zwängen erlebt – der zweifelt vielleicht auch unterbewusst daran, ob das eigene Kind glücklich werden kann. Manchmal hilft in solchen Fällen schon, sich diese Themen bewusst zu machen und sie mit dem aktuellen, erfüllten, positiven Leben abzugleichen, bei tiefergehenden Problemen kann aber auch eine Therapie nötig werden.

Körper und Geist stärken

Eigentlich sollte die Phase eines Kinderwunsches wunderschön sein – voller Vorfreude, Aufregung, Träume und Romantik. Deshalb ist es wichtig, Körper und Geist so gut wie möglich zu unterstützen, wenn es mit dem schwanger werden nicht gleich klappt. Um den Körper der Mutter optimal auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, unnötigen Zusatzstress zu vermeiden, und dieser Phase ihren Zauber zurückzugeben.

Die zwei wichtigsten Faktoren sind ein gesunder Lebensstil, vor allem eine passende Ernährung, und Yoga.

Ayurvedische Ernährung

Spermien brauchen etwa 30 Tage, um gebildet zu werden – der Mann muss sich also eigentlich nur während der kurzen Phase des Kinderwunsches gesundheitsförderlich verhalten, um eine optimale Spermienqualität zu gewährleisten (weite Hosen, nicht Rauchen, keinen Alkohol). Da bei Frauen seit der Geburt alle Eizellen angelegt sind, ist hier der gesamte bisherige Lebensführung relevant. Durch eine Entgiftung können aber alte Sünden ausgebügelt werden.

Konkret rät die indische Heilkunst Ayurveda Frauen mit Kinderwunsch zu einer entschlackenden und aufbauenden Pancha-Karma-Kur. Eine Pancha-Karma-Kur ist allerdings teuer und aufwändig. Grundsätzlich sind alle Maßnahmen, die entgiften und entschlacken, als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft geeignet: Kein Alkohol, keine Zigaretten, möglichst nur unverarbeitete Bio-Lebensmittel zu sich nehmen, gut kauen, viel stilles Wasser und Kräutertee trinken, in die Sauna gehen, basische Bäder machen, kein Stress etc. 

Ayurveda empfiehlt einen geregelten Tagesablauf mit regelmäßigen, in Ruhe eingenommenen Mahlzeiten. Ausreichend Schlaf ist wichtig. Die Ernährung sollte zudem dem ayurvedischen Typ und der Jahreszeit entsprechen. Sehr empfohlen wird auch das indische Spargelgewächs Shatavari, da es die weiblichen Schleimhäute auf eine Schwangerschaft vorbereitet und hormonregulierend wirkt. Folgende Nahrungsmittel sollten dagegen vermieden werden: Fisch, Meerestiere, Meersalz, unverdünnte Obstsäfte und alles, was irritierend auf die Schleimhäute wirkt (Chili, Rettich, Schimmelkäse etc.). Milchprodukte dürfen nicht mit Fisch und nicht mit frischen Früchten kombiniert werden, denn das vermehrt Schlacken (Ama).

Fruchtbarkeits-Yoga

Yoga eignet sich allgemein hervorragend als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft. Wer regelmäßig Yoga praktiziert, verbessert die Durchblutung im ganzen Körper, löst Verspannungen und Blockaden auf, baut Stress ab, entgiftet, kommt zu Ruhe und in Balance. Es gibt aber auch spezielle Übungen, die sich positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken können.

1. Die Schulterbrücke

Durchblutet und entspannt den Unterleib.

Leg dich auf den Rücken, stell die Füße hüftbreit möglichst nahe am Po auf. Mach deinen Nacken lang, indem du das Kinn leicht nach unten ziehst. Die Arme liegen neben dem Körper. Spanne jetzt den Beckenboden an und dann hebe langsam deine Hüfte. Lass die Knie nicht auseinanderfallen, sondern halte deine Beine parallel. Presse die großen Zehen fest in den Boden und aktiviere die Oberschenkel. Der untere Rücken sollte sich zu keinem Moment verspannt oder blockiert anfühlen. Halte die Position so lange du möchtest und dann gehe auf die Zehenspitzen, bevor du dich dein Becken langsam wieder absenkst. Wiederhole die Übung zwei Mal.

Den YogaEasy-Asana-Clip zur Brücke findest du hier.

2. Der Schmetterling

Wirkt hüftöffnend und kräftigt den Unterleib.

Setz dich mit aufrechtem Rücken auf den Boden. Winkle deine Beine an und führe die Fußsohlen zueinander. Lege deine Hände um die Füße und ziehe sie näher an den Körper heran. Wippe dann ein paar Mal sanft mit den Knien, um die Hüfte zu öffnen. Dann lass los. Entspanne mit jedem Atemzug mehr und spüre, wie deine Knie immer weiter zum Boden sinken. Du kannst dich auch in dieser Position mit geradem Körper nach vorne lehnen, wenn du das angenehm findest.

Einen Schmetterling zeigt René Hug in seiner hüftöffnenden Yogapraxis.

3. Der Schulterstand

Fördert die Blutzufuhr zum gesamten Oberkörper und stimuliert u.a. die Schilddrüse, die auf die Hormonbalance und den Stoffwechsel wirkt.

Der Schulterstand ist eine anspruchsvolle Übung, die bei falscher Ausführung leicht zu Nackenproblemen führen kann, so dass sie nur mit Hilfe eines Yogalehrers erlernt werden sollte.

Du kannst den Schulterstand u.a. im Video „Hormonyoga” von Lalleshvari Turske (zum Ende) sehen – aber Achtung! Unbedingt die Warnhinweise zum Video beachten! 

4. Meditation

Setz dich bequem auf den Boden oder einen Stuhl – wichtig ist nur, dass der Rücken aufrecht ist und die Schultern entspannt. Dann schließe die Augen und beginne tief und langsam. Forciere nichts, sei ganz entspannt und genieße die tiefe Atmung. Und dann suche dir ein positives Bild, das du für einige Minuten visualisierst. Das kann ein Baby sein, das in deinem Arm liegt. Oder vielleicht stellst du dir eine Eizelle vor, die sich ganz fest in deiner Gebärmutter einnistest. Wichtig ist nur, dass es sich um eine durch und durch positive Vision handelt und du das Bild genau vor dir siehst. Vielleicht wird diese Meditation sogar ein tägliches Paar-Ritual?

Eine enstpannende und stressabbauende Meditation findest Du zum Beispiel hier.

Was, wenn kein Kind kommen will?

Was aber tun, wenn trotz fehlender medizinischer Ursachen, trotz regelmäßiger Yogapraxis, toller Ernährung, entspannter innerer Haltung und glücklicher Sexualität einfach kein Kind kommen will?

Einschneidende Maßnahmen wie Hormonspritzen, In-Vitro-Fertilisation, das frühzeitige Einfrieren von Eizellen zur späteren Verwendung oder eine Leihmütterschaft ziehen teils massive körperliche Konsequenzen nach sich, sind meist sehr teuer, im rechtlichen Sinne oftmals problematisch und schlimmstenfalls mit längeren Auslandsaufenthalten verbunden. Ob ein Paar einen oder mehrere dieser Wege beschreiten möchte und nach welcher Zeit, diese Entscheidung sollte gut abgewägt werden. Das Wunschkind sollte nicht durch den Ruin von Körper, Partnerschaft und Konto herbeigezwungen werden. 

Wenn alle Möglichkeiten ohne Erfolg ausgeschöpft sind, dann beginnt ein hartes Stück Arbeit: der Abschied vom Kinderwunsch. Dieser Prozess des Loslassens braucht Zeit. Eine Therapie kann helfen. Viele Gespräche mit dem Partner über die neue Lebensrealität. An schlimmen Tagen hilft vielleicht eine Liste von allen Aspekten des Lebens, für die du dankbar bist.

Diese Phase kann anstrengend sein, sie kann aber auch eine Fülle von neuen Möglichkeiten aufdecken. Denn manchmal ist es ein Geschenk, kein Kind zu bekommen. Vielleicht stellt sich heraus, dass dein Kind schon geboren wurde und darauf wartet, dass du es adoptierst oder als Pflegekind aufnimmst. Vielleicht kommt irgendwann das vernachlässigte Nachbarskind täglich zum Essen, und bleibt dann immer häufiger zum Hausaufgaben machen. Vielleicht ermöglicht es die Kinderlosigkeit ein Hilfsprojekt für Kinder zu gründen, dich jahrelang mit Leib und Seele zu engagieren – so dass am Ende nicht ein oder zwei, sondern hunderte von Kinder von deiner Liebe profitieren. Es gibt viele Wege mit Kindern und für Kinder zu leben.

Natürlich, selbst in Kriegen und unter schlimmsten Umständen können Frauen schwanger werden und selbst bei den weitesten Hosen und der teuersten Ayurvedakur werden sie es manchmal nicht. Das Leben ist ungerecht und trotzdem schön und das Beste, was wir haben.


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Und dann gibt es natürlich noch die Fälle, wo endlich die Adoption klappt und Wochen später der Schwangerschaftstest überraschend zwei Striche anzeigt. Alles ist möglich. Manchmal muss man nur die Vorstellung davon loslassen, wie es zu sein hat.

Buchtipps:

Kerstin Leppert: Fruchtbarkeitsyoga. Natürlich schwanger werden, Nymphenburger

Neuerscheinung am 16. März 2015: Magret Madejsky: Das alternative Kinderwunschbuch. Die besten Naturheilkonzepte für die Fruchtbarkeit, Arkana

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