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Mit Yoga die Lebensgeister wecken

Von Merle Blankenfeld

Der Winter ist traditionell eine Zeit des Rückzugs. Wir verbringen viel Zeit zu Hause mit unseren Lieben und gönnen uns gemütliche Stunden. Wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne an Kraft gewinnt, wachen auch wir langsam aus unserem Winterschlaf auf. Neue Projekte und Themen stehen an. Vielleicht wollen wir unsere guten Vorsätze für das neue Jahr endlich umsetzen. Dafür brauchen wir Energie! Und genau hier steht uns leider häufig die berühmte Frühjahrsmüdigkeit im Weg. Schuld daran sind die häufigen Wetterumschwünge und unser Hormonhaushalt, der sich erst an die neue Jahreszeit gewöhnen muss.

Wir können aber einiges tun, um Körper und Geist dabei zu unterstützen, unsere Lebensgeister zu wecken. Yoga, Meditation und Atemübungen zum Beispiel. Eine regelmäßige Yoga-Praxis versorgt deinen Körper nicht nur durch die Bewegung und Mobilisierung mit neuer Energie. Bestimmte Asanas wirken zusätzlich reinigend und aktivierend – und eignen sich so perfekt, um deinen Energiehaushalt anzukurbeln. Diesen Effekt kannst du mit Pranayama, also yogischen Atemübungen, noch verstärken. Darüber hinaus kannst du deinen Geist mit Meditation schulen und Ruhe und Stabilität schaffen.

Rege deinen Energiefluss an

Yogis bezeichnen die Lebensenergie oder Lebenskraft mit dem Sanskrit-Begriff Prana. Alles Lebendige um dich herum ist diese universelle Kraft – Menschen, Tiere, die Natur und auch alles andere, das sich nicht greifen lässt. Prana ist das Fundament allen Lebens. So wie es in unserem physischen Körper Nervenbahnen oder Blutadern gibt, fließt das Prana im Energiekörper durch die sogenannten Nadis. Das Wort stammt ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeutet „Stängel“ oder auch „Flöte“. Unser gesamter Körper wird vom Scheitel bis zur Fußsohle von Tausenden Nadis durchzogen, die drei wichtigsten heißen Ida, Pingala und Shushumna. An sieben Knotenpunkten münden besonders viele dieser Kanäle ineinander: in den Chakren. Das Wort Chakra kommt auch aus dem Sanskrit und heißt so viel wie „Rad“ oder „Kreis“. 

Gibt es Blockaden an einem oder mehreren dieser Chakren, ist der Energiefluss in unseren Nadis unterbrochen. Je nach Chakra und Art der Blockade können die Folgen ganz unterschiedlich sein, Müdigkeit und Erschöpfung gehören aber häufig dazu. Regelmäßiges Yoga-Üben mit aktivierenden Asanas bringt unser Prana wieder in den Fluss. Darüber hinaus steigert die Bewegung dein Körpergefühl, sie setzt Glückshormone frei und hilft dir, dich selbst positiver wahrzunehmen. Beste Voraussetzungen also, um voller Energie in den Frühling zu starten!

Deine anregende Yoga-Praxis sollte idealerweise aus mehreren Teilen bestehen: Elemente des Detox Yoga – also entgiftende Übungen – helfen deinem Organismus dabei, Giftstoffe abzutragen und Ballast loszuwerden. Und zwar sowohl körperlichen als auch seelischen. Eine wichtige Basis, um Platz für Neues zu schaffen. Zu diesen Detox-Übungen gehören der Drehsitz, Vorbeugen oder die Schulterbrücke. Sie massieren und dehnen die Bauchorgane. Im Anschluss wirken etwa die Kriegerhaltungen anregend und verleihen dir Kraft. Sie mobilisieren deine Energie und Willenskraft. Dynamische Bewegungsfolgen aktivieren das Herz-Kreislauf-System und versorgen die müden Zellen mit neuem Sauerstoff. Umkehrhaltungen wie der Schulterstand oder der Pflug wirken beruhigend und eignen sich daher sehr gut, um eine mobilisierende Yoga-Sequenz abzuschließen.

Yoga für mehr Energie: Neue Kraft für Körper und Geist

Aber nicht nur die reinen Körperübungen in der Yoga-Praxis verhelfen dir zu mehr Energie und wecken so deine Lebensgeister. Atemübungen – auch Pranayama genannt – können deren Wirkungen noch verstärken. So etwa Kapalabhati, was auf Deutsch „leuchtender Schädel“ bedeutet: Diese Übung mit verstärkter Ausatmung reinigt und energetisiert deinen Organismus – perfekt für den Start deiner Yoga-Einheit. Dein Kopf fühlt sich nach dem Üben klar und frisch an.

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Auch regelmäßiges Meditieren kann dir dabei helfen, deine Lebensenergie zu aktivieren. Schon zehn bis 15 Minuten täglich beruhigen deinen Geist und schenken dir Kraft und Ruhe. Du kannst dich leichter konzentrieren und lernst, negativen Gedanken nicht so viel Raum zu geben. Das schafft Freude und neue Energie!

Generell gilt: Höre gut auf dich und deinen Körper. Wenn du müde und erschöpft bist, gönne dir eine Pause. Achte darauf, dass du genug schläfst, dich ausgewogen ernährst und viel Wasser trinkst. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee sorgen zwar für einen kurzfristigen Energieschub, gesünder und nachhaltiger fit wirst du aber mit natürlichen Wachmachern wie Ingwer oder grünem Tee. Letzterer enthält zwar auch Koffein, aber in viel geringeren Dosen als Kaffee, und die enthaltenen Antioxidantien pushen zusätzlich dein Immunsystem. Viel frische Luft wirkt außerdem Wunder. Und jetzt, wo die Tage wieder länger werden und die Sonnenstrahlen uns sanft wärmen, gibt es doch nichts Schöneres, als Zeit draußen zu verbringen. Die Natur hält eben die besten Energiespender für uns bereit!

 

Dieser Artikel erschien zuerst in der „Happy Way”, Ausgabe 02/2018.

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