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Bild: iStockphoto.com

Die 6 bekanntesten Meditationsarten

Von Katharina Goßmann

Grob geschätzt gibt es etwa 7 Milliarden Arten zu meditieren. Freie und angeleitete, körperlich passive (einfach sitzen) und aktive (z.B. Gehmeditation), mit Mantren, mit Atem, mit Achtsamkeit - oder ohne alles... Ganz schön verwirrend!

Deshalb stellen wir hier 6 bekanntesten Meditationsarten vor– woher sie kommen, wie sie ausgeführt werden und wie wirken.

Die Dynamische Meditation von Osho

Die dynamische Meditation ist eine aktive Meditationstechnik – eine sehr aktive.

Die von Osho (früher Bhagwan, 11.12.1931-19.01.1990) entwickelte Technik soll am besten morgens auf nüchternen Magen geübt werden. Sie dauert etwa eine Stunde und durchläuft mehrere Phasen: Zunächst wird tief und schnell geatmet (10 Minuten lang), dann folgt eine kathartische Phase, in der durch Schreien, Weinen, Lachen eine Befreiung und Entladung von aufgestauten Gefühlen stattfinden soll (10 Minuten), darauf folgt Hüpfen (beim Hochhüpfen wird „Huh!“ geschrien, 10 Minuten) und schließlich wird auf das Signal „Stop“ still gestanden und verharrt (15 Minuten). Danach wird noch mal 15 Minuten lang frei/befreit getanzt. Die Meditation ist emotional wie körperlich sehr anstrengend und wird häufig in der Gruppe gemacht, meistens zu der von Georg Deuter dafür komponierten Musik (zu finden u.a. bei Spotify).

Die dynamische Meditation führt zu besserer Durchblutung, weitere mögliche Effekte sind mehr Energie und Wachheit sowie ein therapeutischer Effekt durch die kathatische Phase. Durch ihren therapeutischen Ansatz hat sie sich auch außerhalb der Sannyasin-Bewegung (so heißen die Anhänger Oshos) etabliert und wurde vor allem in den 70ern auch im psychotherapeutischen Bereich genutzt.

Metta – buddhistische Meditation für liebende Güte

Im Buddhismus sind Meditationen traditionell auf einen speziellen Inhalt ausgerichtet. Mit verschiedenen konzentrativen Techniken wird der gesamte Geist auf diesen Inhalt ausgerichtet. 

Der historische Buddha, Siddharta Gautama, lehrte 40 Meditationsobjekte. Sehr bekannt ist dabei die Meditation auf „Metta“, übersetzt etwa: (selbstlose) Liebe, Freundlichkeit, Freundschaft. In der Metta-Sutta, einer seiner Lehrreden, beschreibt Buddha diese Art zu meditieren ausführlich.

Meditiert wird im Sitzen, mit geschlossenen Augen. Die Meditation findet regelmäßig statt, die Dauer der Meditation kann von einigen Minuten bis einigen Stunden (buddhistische Mönche etc.) reichen. Der Meditierende schickt zunächst liebende Güte an sich selbst und arbeitet sich dann langsam vom Menschen, die ihm nahestehen bzw. solchen, die er besonders schätzt, bis zu „Feinden“ bzw. Menschen in völlig fremden Kulturen und Ländern vor. Ziel ist es, am Ende in voller Konzentration Metta an alle Wesen in allen Welten auszusenden. Sätze wie „Mögen alle Wesen frei von Feindschaft, von Kummer und von Schmerz sein – mögen alle Wesen glücklich sein!“ unterstützen diesen Prozess.

In verschiedenen Studien wurden als Folgen der Metta-Meditation bessere Beziehungen zu anderen sowie ein besseres psychisches und körperliches Befinden festgestellt.

Die Transzendentale Meditation von Maharishi Mahesh Yogi

1967 erlangte Maharishi Mahesh Yogi weltweite Berühmtheit, als er „spiritueller Berater“ der Beatles wurde. Bereits 1955 aber fomulierte er die Grundregeln der Transzendentalen Meditation (TM). Die Theprie dahinter: Statt zu versuchen, den Geist mit verschiedenen Techniken ruhig zu stellen, muss man es ihm eigentlich nur leicht machen. Und zwar mit Hilfe eines individuellen, perfekt für den Meditierenden geeigneten Mantras – das der Schüler übrigens geheim halten soll. Die Technik ist zwar leicht zu erlernen und kann schon nach wenigen Tagen selbstständig praktiziert werden, lässt sich aber nur von Lehrer zu Schüler weitergeben – so jedenfalls sieht es die "Maharishi Weltfriedens-Stiftung". Und die ist ziemlich umstritten. Denn wer die TM erlernen möchte, muss einen Kurs der Vereinigung besuchen. Wenn er es sich leisten kann: Der TM-Kurs kostet 1.170 Euro. Dafür verspricht die Stiftung auf ihrer Website unter anderem lebenslangen beruflichen und finanziellen Erfolg.

Wer mehr wissen möchte: In der unterhaltsamen Dokumentation „David wants to fly“ ist Filmemacher David Sieveking auf den Spuren von Maharishi Mahesh Yogi und dessen wohl populärstem Fan, dem Filme-Macher David Lynch, unterwegs.

Zazen – Meditieren im Zen-Buddhismus

Zen ist eine im Westen populäre Strömung des Buddhismus, die sich im 12. Jahrhundert in Japan formierte. Der Zen-Buddhismus misstraut Dogmen, festen Strukturen und intellektuellen Theorien und favorisiert stattdessen die aktive Erfahrung.

Zazen ist eine Meditation im Sitzen. Die Augen sind halboffen oder offen, trotzdem soll der Meditierende nicht „aktiv schauen“. Der Schüler wird angehalten Körper und Geist zu beobachten und wahrzunehmen, aber nicht auf Gedanken und Gefühle zu reagieren – d.h. die grundsätzliche Meditationstechnik im Zazen ist die der Achtsamkeit. Eine weitergehende Anleitung gibt es nicht. Die Meditation kann 20 Minuten dauern, oder mehrere Stunden – in letzterem Fall kann sie von einer Geh-Meditation unterbrochen werden.

In mehrere Studien zeigten sich als Effekt von Zazen verbesserte Aufmerksamkeit, reduziertes Stressempfinden und größere emotionale Stabilität.

Vipassana – die 10-Tage-Intensiv-Meditation nach S.N. Goenka

Die Vipassana-Meditation ist eine alte indische Meditation, die auf den Schriften der buddhistischen Theravada-Traditon basiert. Vipassana wird traditionell von Lehrer zu Schüler weitergegeben. 

Vipassana nach S.N. Goenka (30.01.1924 – 29.9.2013) wird in Zehn-Tages-Kursen gelehrt: In diesen zehn Tagen verlassen die Teilnehmer das Kursgelände nicht – sie lesen und schreiben nicht, sie trinken keinen Alkohol, sprechen nur das Nötigste. Der Großteil des Tages wird mit Meditation verbracht, unterbrochen von Geh-Meditationen und einem kurzen täglichen Gespräch mit dem Kursleiter. Ziel des Vipassana ist die Auslöschung aller störenden Gedanken und damit die Befreiung von allem menschlichen Leid (sprich: Erleuchtung). Erster Schritt ist das Einlassen auf die Kurs-Regeln, dann kommt die Konzentration auf den Atem, danach liegt der Fokus darauf, Gedanken und Gefühle zuzulassen, ohne darauf zu regieren. Nach dem Zehn-Tages-Kurs soll der Meditierenden am besten täglich weitermeditieren. Vipassana-Kurse nach S.N. Goenka sind kostenlos und werden nur von Spenden der Teilnehmer nach dem Kurs finanziert.

Neben der Vipassana-Tradition nach S.N.Goenka gibt es noch viele andere Vipassana-Techniken und Lehrer.

Langfristig sind Vipassana-Meditierende zufriedener und empfinden weniger Stress.

Achtung: Diese Technik ist äußerst anspruchsvoll und nur für psychisch stabile Menschen zu empfehlen! 

Meditationen im Kundalini Yoga von Yogi Bhajan

Zuletzt wollen wir noch die Meditationen im Kundalini Yoga vorstellen. Sie nehmen unter den yogischen Meditationen eine Sonderrolle ein. Wie bei vielen yogischen Traditionen umfasst auch jede Kundalini Yogastunde eine Meditation, allerdings meistens am Ende der Stunde. Die Besonderheit im Kundalini Yoga ist, dass der Gründer, Yogi Bhajan (26.8.1929-6.10.2004), hunderte von Meditationsanleitungen hinterlassen hat - diese Meditationen haben immer ein klar definiertes Ziel, etwa die Überwindung von Wut oder die Heilung eines gebrochenen Herzens. Außerdem werden die Kundalini-Meditationen meist für eine klar definierte Zeitdauer ausgeführt - für 3, 22, 11, 31, 62 Minuten oder für 2,5 Stunden. Yogi Bhajan postulierte, dass die Wirkung der Meditation je nach Zeitdauer zunimmt: Eine 3-Minuten-Meditation etwa hat Auswirkungen auf das elektromagnetische Feld und den Kreislauf, eine 62-minütige dagegen soll bereits die graue Masse des Gehirns verändern können.

Die Meditationen im Kundalini Yoga können aktiv sein und rhythmische Bewegungen oder Atemtechniken beinhalten, können aber auch klassische, passive Meditationen im Sitzen sein. Sie arbeiten immer mit Mantren.

Wer täglich eine spezielle Meditation übt, dem versprach Yogi Bhajan folgendes: Nach 40 Tagen hat sich eine Gewohnheit geändert, nach 90 Tagen hat sich die neue Gewohnheit verfestigt - und nach 120 Tagen bist du die neue Gewohnheit!

Achtung: Die Meditationen im Kundalini Yoga nicht mit der Kundalini Meditation von Osho verwechseln.

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