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5 Tipps für erfolgreiches Meditieren
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5 Tipps für erfolgreiches Meditieren

Von Katharina Goßmann

1. Wissen, warum

Bevor du dich in das Projekt „Meditieren“ stürzt, beschäftige dich kurz mit deinen Motiven. Überlege dir genau, warum du meditieren lernen möchtest bzw. meditierst: Willst du geduldiger mit deinen Kindern umgehen, möchtest du deine Intuition zu einer anstehenden Entscheidung befragen oder dich im Umgang mit einer chronischen Erkrankung unterstützen? Je konkreter du deine Gründe oder Ziele formulierst, umso motivierter wirst du deine Meditationspraxis angehen. Und auch dann dabei bleiben, wenn du mit Anfangsschwierigkeiten kämpfst oder sich nicht sofort die erwünschte Wirkung einstellt.

Wenn du willst, schreib’ das Ziel, das du mit Hilfe der Meditation erreichen möchtest, auf ein Blatt Papier und hänge den als Motivationshilfe in deiner Meditationsecke auf.

2. Finde die passende Technik

Es gibt sehr viele verschiedene Meditationstechniken. Ob du täglich eine dynamische Kundalini-Meditation für ein starkes Herz übst, die Abendmeditation im buddhistischen Zentrum um die Ecke besuchst, oder dich einfach nur für einige Minuten auf deinen Atem konzentrierst – wichtig ist, dass du dich wohl fühlst bei deiner Meditation. Und zwar von Anfang an: du solltest die Technik wählen, die dir am leichtesten fällt und dir sofort schlüssig erscheint. Um die passende Methode zu finden, musst du vielleicht ein bisschen recherchieren: Meditationskurse besuchen, Bücher lesen, Apps ausprobieren... Vielleicht inspiriert dich ja die Kurz-Meditation in deinem Yoga-Studio? Oder du fandst schon immer ein bestimmtes Mantra, eine spezielle Tradition oder einen Lehrer toll?

Hör’ auf deinen Bauch – er wird dir den Weg zur richtigen Technik zeigen!

3. Ruhe, Ruhe, Ruhe

Um erfolgreich zu meditieren, musst du dich konzentrieren können. Als Meditations-Anfänger ist das aber gar nicht so leicht, wenn der Postbote klingelt, der Trockner piepst oder das Kind schreit (auch wenn es gerade bestens von Oma und Opa betreut wird).
Deshalb heißt das Motto für erfolgreiches Meditieren: „Ruhe, Ruhe, Ruhe“.
Wähle für deine Meditation eine Zeit, zu der du maximal ungestört bist: die Kinder aus dem Haus oder im Bett, die Türklingel und das Telefon aus, die Gardinen zu.
Gut geeignet sind die frühen Morgenstunden und die Phase direkt vorm Zubettgehen. Wenn du zu diesen Zeiten meditierst, reduziert das die Lärmbelästigung von außen (außer du lebst in New York/Rio/Tokio). Außerdem hat der Trubel des Tages dann noch nicht begonnen bzw. ist vorbei - das erleichtert es Körper und Geist auf die Meditation umzuschalten.

4. Erwarte erst mal: nichts

Alles geht leichter von der Hand, wenn es nicht mit allzu hohen Erwartungen belastet ist. „Erfolgreich“ meditieren zu wollen ist natürlich auch eine Erwartungshaltung. Deshalb unser Tipp: Um erfolgreich zu meditieren, musst du aufhören erfolgreich meditieren zu wollen...

Die meisten von uns schweben bei ihren ersten Meditationsversuchen eben nicht 10 Zentimeter über dem Boden. Das ist zwar ein bisschen schade - Schweben macht sicher total Spaß! -, aber glücklicherweise kein Beinbruch.

Erwartungshaltungen zu ignorieren hat zwei Vorteile: Zum einen setzt du dich nicht unter Druck und lauerst daher auch nicht die ganze Zeit auf irgendwelche außergewöhnlichen inneren Erfahrungen (oder deine Transformation zum voll-erleuchteten Ober-Yogi). Zum anderen kannst du so besser die Wirkung wahrnehmen, die deine Meditation tatsächlich auf dich hat. Vielleicht siehst du in stressigen Situationen jetzt ein bisschen klarer, nimmst dir auch unter Druck Zeit um durchzuatmen und reagierst nicht immer nur, sondern steuerst bewusst, wie du handeln möchtest? Viel besser als schweben!

5. Je regelmäßiger, desto einfacher

Zu guter Letzt: Kaum etwas erleichtert das Meditieren so sehr wie Regelmäßigkeit. Wenn du täglich zur selben Zeit am selben Ort meditierst, stellen sich Körper und Geist nach einer Weile automatisch darauf ein, dass jetzt meditiert wird. Du wirst dann merken, dass du schon eine Grund-Konzentration und -Fokussierung zur Meditation mitbringst und dir deshalb der Einstieg leichter fällt.

Such’ dir also das perfekte Plätzchen für deine Meditation (dort sollte immer alles bereit liegen, was du brauchst – Meditationskissen, Decke etc.) und lege die beste Zeit für deine Meditation fest. Und dann setz’ dich einfach hin. Jeden Tag. Und wenn auch nur für 5 Minuten - 5 Minuten täglich sind sinnvoller als 35 Minuten ein Mal pro Woche!

Zum Schluss noch zwei praktische Tipps:

  • Mit leerem Magen meditiert es sich deutlich leichter als mit vollem. Seit der letzten Mahlzeit sollten mindestens 2 Stunden vergangen sein.
  • Geh’ vor dem Meditieren noch mal kurz auf die Toilette – das erspart dir etliche störende Gedanken... ;-)

Zusammen mit Petros Haffenrichter haben wir übrigens ein Meditationsprogramm entwickelt, welches einen Meditationsanfänger innerhalb von 27 Tagen zum Erleuchteten macht...na ja fast. Los geht's ab den 07.11.2015. Ausprobieren lohnt sich! Hier geht's zur Anmeldung: Meditation.

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