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10 Fragen an Anna Trökes
Nela König

10 Fragen an Anna Trökes

Von Kristin Rübesamen

Sie unterrichtet seit 1974 Yoga, ist Autorin von mehr als 30 Yoga-Büchern. Seit 1984 leitet sie außerdem Yogalehrer-Ausbildungsgänge für den BDY und diverse andere Institutionen. Sie ist die Expertin für Hatha Yoga, Pranayama, Meditation, Yoga-Philosophie (besonders Patañjali), medizinische Grundlagen, Neuro-Yoga und Didaktik. Vor allem aber ist sie eine der leidenschaftlichsten Yoginis, die wir kennen, mit einem äußerst scharfen Verstand, einem riesigen Herzen und einer ausgeprägten Schwäche für Sonnenbäder.

1. Auf einer Skala zwischen 1 und 10: Wie glücklich bist du jetzt gerade?

8.

2. Wie war dein erster Kontakt mit Yoga?

Als Kind mit meiner Mutter an einer Berliner Volkshochschule. Bei einem indischen Lehrer, der mit uns (nach meiner kindlichen Meinung) immer tolle Sachen machte, zum Beispiel Lachyoga (1961!!!). Ich spürte damals genau, dass Yoga meiner Mutter guttut. Und mir hat es einfach nur Spaß gemacht. :-))

3. Wie ehrgeizig bist du? Leidest du unter den Ansprüchen, die du dir selbst stellst?

Ich bin sehr ehrgeizig. Da ich immer die Hauptverdienerin für meine Familie war, war mir klar, dass ich nur durch besondere Leistungen Chancen hatte, unter den vielen, die Yoga unterrichten, genug zu verdienen. Viel wichtiger ist aber, dass Yoga zu unterrichten – so glaube ich – meine einzig wahre Berufung ist! Und deswegen ersetzt schon seit vielen Jahren meine Begeisterung (mein tapas) den Ehrgeiz.

4. Warum hast du dich entschieden, Yoga auch zu unterrichten? Was ist das Besondere an deinem Unterricht?

Ich habe schon mit Anfang 20 gemerkt, dass Unterrichten mein einziges wirkliches Talent ist. Aber nicht Deutsch und Geschichte am Gymnasium (so wie ich es studierte), sondern Yoga. Ich habe schon mit knapp 22 Jahren an den Berliner Unis meine ersten Kurse gegeben. Seit dieser Zeit hat sich mein Unterrichtsstil sehr verändert. Heute ist er extrem achtsamkeitsbasiert, entschleunigt, sehr genau und in die Tiefe gehend.

5. Welchen irdischen Besitz schätzt du am meisten?

Mein Haus – mein Zuhause! Es ist mein Ruhepol, ganz wichtig, da ich so viel unterwegs bin.


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6. Was bedeutet das erste Sutra aus Patanjalis Yoga Sutra, Atha Yoga-anushasanam, für dich?

Dass alles seine Zeit braucht und dass „der richtige Moment“ – der „gegebene” Moment (le moment donné, wie meine LehrerInnen ihn immer nannten) entscheidend ist.

7. Was hat Yoga mit Liebe zu tun (und warum sind Beziehungen manchmal so schwierig)?

Vielleicht können wir überhaupt erst liebesfähig werden, wenn wir vermittelt durch Asana, Pranayama, Mudra und Meditation eine achtsame und wohlwollende Beziehung zu uns selbst etabliert haben!?!

8. Wann bist du zuletzt vom Yogaweg abgekommen?

Bin ich nie!!! Ich habe immer alles, was mir im Leben begegnet ist, in mein „Yogaleben” integriert.

9. Welche Tugend würdest du am liebsten besitzen?

Güte.

10. Was kann Yoga – und was kann Yoga nicht?

Die Frage kann man so nicht stellen, weil ja nicht „der Yoga” etwas kann oder nicht, sondern vielmehr die Menschen, die ihn vermitteln. Und was die können – oder nicht – hängt sehr von ihren Motivationen, ihren Absichten und der Qualität ihrer Ausbildung und Herzensbildung ab.

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