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Was dein Körper dir sagen will...
Bildquelle: Istockphoto.com

Was dein Körper dir sagen will...

Von Birgit Feliz Carrasco

 

Was unser Körper uns sagen will und wie wir auf ihn hören können

Wir spüren Hunger durch Magenknurren, wir spüren Durst über einen trockenen Mund und wir spüren Müdigkeit, wenn die Augenlider schwer werden oder gar zufallen. Wir spüren auch Muskelkater, wenn beispielsweise unsere Yogasession einmal vom Ehrgeiz dominiert wurde. Aber darüber hinaus? Welche Sprache spricht der Körper und wie können wir sie verstehen lernen?

Tatsächlich nehmen wir unseren Körper meist erst wahr, wenn etwas weh tut. Im Alltag des Lebens erwarten wir, dass der Organismus im Rahmen seiner Bestimmung funktioniert: Das Blut zirkuliert, die Organe erfüllen ihre spezifischen Aufgaben und alle Stoffwechselvorgänge sowie Herzschlag und Atmung passieren ohne das wir darüber nachdenken müssen oder diese Funktionen als Punkte auf unseren allgegenwärtigen To-Do-Listen auftauchen. Allein für dieses Wunder gilt es bewusst und liebevoll dankbar zu sein.

Hatha-Yoga ist ein Gespräch mit dem Körper

Dass Hatha-Yoga auch heute nach Jahrhunderten seiner Existenz sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut, ist zweifelsohne Teil einer Kommunikation die Yoga-Praktizierende mit ihrem Körper zelebrieren. Einerseits vermitteln wir dem eigenen Körper durch Asana und Pranayama bewusste Wahrnehmung und Anerkennung, andererseits ist Yoga-Praxis auch eine respektvolle Kommunikationsform zwischen Körper und Geist, denn der Körper vermag dem Geist in aufmerksamer Ruhe während der Zeit auf der Yogamatte zu vermitteln, was oder wo es heute aktuell oder generell etwas zwickt, wo energetische Blockaden sind, wo es wehtut oder wo mitunter Vorgänge vonstattengehen, die intensiver betrachtet werden müssen. Erkenntnisse der psychosomatischen Lehre zeigen auf, wie erst der Geist bzw. feinstoffliche Energiekanäle im Menschen blockieren und in Folge dessen der Körper zeitnah und zeitverzögert auf feinstofflicher Ebene nicht mehr »korrekt arbeitet«, was wir allgemein hin als Erkrankung oder als Krankheitssymptome bezeichnen. Ist regelmäßige Praxis von Hatha-Yoga mit Hineinhorchen in den Körper gar ideale Prävention für Psychosomatische Beschwerdebilder?

Psychosomatik ist die Sprache, die Geist und Körper miteinander verbindet

Medizinisch betrachtet wird der Körper krank, wenn Viren oder Bakterien das Immunsystem attackieren (zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten) oder wenn Zellen Fehlkonstruktionen aufweisen (zum Beispiel bei Krebserkrankungen) oder autonome Vorgänge sich gegen das eigenen Immunsystem richten (zum Beispiel bei Allergien oder anderen autoimmunen Erkrankungen) oder wenn Muskeln, Gelenke und Knochen des Bewegungsapparates durch Fehlnutzung, Überforderung oder Unterforderung durch Schmerzen Warnsignale senden. Psychosomatisch betrachtet beginnt jede Erkrankung mit seelisch-mentalen Dysbalancen in Folge dessen körperliche Dysfunktionen auftreten, so die Signale des mentalen Unwohlseins oder gar Gefühlen des Unglückseins nicht wahrgenommen werden. Wie oft unterdrücken wir solche Signale? Zu oft vermutlich angesichts der zahlreichen Erkrankungen die zeitweilig in unserem individuellen Leben auftreten.

Blockierende Emotionen kennen wir alle: Unzufriedenheit, Gefühle wie getrieben oder wie ferngesteuert zu sein oder subjektive Wahrnehmung wie in einem Hamsterrad festzusitzen und keine innere wie äußere Freiheit genießen zu dürfen. Erfahrungen aus ganzheitlicher Therapie offenbaren, wie heilsam es sein kann, sich mit den tiefen Gefühlswelten ehrlich und bewusst auseinander zu setzen, nach innen zu horchen und mentale Signale sowie seelisches Befinden wahrzunehmen bevor es zu Erkrankungen kommt. Zweifelsohne ist Yoga ein pragmatischer Weg, Heilungskommunikation zu betreiben ... wir benötigen nur etwas neues Vokabular für ein fließendes Gespräch zwischen Körper und Geist.

Das sagt uns unser Körper bei Schmerzen oder Krankheiten

Zehn ausgewählte Beispiele zeigen das subtile Zusammenspiel zwischen Körper und Geist. Oft tauchen augenblickliche Assoziationen mit den Informationen zu den symbolischen Verbindungen von Körperzonen und Lebensthemen auf – manchmal bedarf es ein längeres Hineinspüren, um was es momentan in den persönlichen Lebensumständen geht. Spezifische Meditationen sind dann hilfreich (siehe und höre unten). In jedem Fall trägt bereits eine liebevolle Kommunikation zwischen Körper und Geist kombiniert mit Assoziationen zu den psychosomatischen Themen zum Beginn eines Heilungsprozesses ein.

  1. Zehen, Füße und Beine stehen für das Voranschreiten in die Zukunft. Beschwerden in diesen Bereichen (auch Zerrungen oder Unfälle) signalisieren mentale Angst vorm nächsten notwendigen Schritt oder signalisieren willentliches Verharren in jetzigen Lebensumstände, obwohl das Seelenherz sich anderes wünscht.
     
  2. Knie symbolisieren das Ego-Ich.
    Beschwerden in den Kniegelenken stehen psychosomatisch betrachtet für Selbstbezogenheit, Unbeugsamkeit und mangelnde Flexibilität dem echten Lebenssinn und -ziel gegenüber.
     
  3. Beckenraum ist Heimat für Lebenskraft und Lebensbalance.
    Beschwerden in dieser Körperregion deuten psychosomatisch auf mangelndes Urvertrauen, nicht ausgelebte Emotionen und starres Festhalten an Altem hin.
     
  4. Magen ist ein Barometer für Sympathie und Antipathie.
    Er reagiert empfindsam gegenüber Ideen oder Personen. Beschwerden in diesem Bereich deuten auf Ablehnung hin, die man manchmal nicht wahrhaben will, mit denen man überfordert ist oder lange unterdrückt.
     
  5. Lungenflügel verbinden Mensch, Erde und Himmel.
    Sie sorgen für Lebendigkeit des Körpers durch den Atemaustausch mit der Atmosphäre der Erde und dem göttlichen Atemhauch. Metaphorisch stehen die Lungenflügel für partnerschaftliche Beziehungen. Bei Erkrankungen in diesem Bereich ist die Betrachtung kurzweiliger oder tiefgreifende Belastungen der privaten Lebensumstände angezeigt.
     
  6. Arme, Hände und Finger sammeln Lebenserfahrungen.
    Mit ihnen ergreifen und begreifen wir das Leben und alles was uns im Lebenszyklus auf der Erde prägt. Beschwerden in diesen Körperzonen weisen auf zwanghaftes Festhalten hin (z.B. an Beziehungen) oder zeugen von Ablehnung eines nötigen Richtungswechsels im Lebensstil.
     
  7. Hals und Kehlkopf stehen für Wahrhaftigkeit und Authentizität.
    Über diese Körperregion finden wir unseren individuellen Ausdruck und einen kreativ-schöpferische Befähigung unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Der Hals ist die Verbindung zwischen Herzenswunsch und Verstandesdiktat und so lassen Erkrankungen in dieser Region auf symbolische Sprachlosigkeit bzw. gefühlte Machtlosigkeit sowie Ablehnung spezifischer Lebenssituationen schließen, in denen man nicht auf sich selbst hört oder sich bei Mitmenschen kein Gehör verschaffen kann.
     
  8. Herz sehnt sich nach heiliger Wahrheit.
    Wahrheit und Heiligkeit sind die spirituellen Themen des körperlichen wie symbolischen Herzens. Existenz- und Verlustängste können das Herz krank machen und aus dem Takt geraten lassen, so das Vertrauen an die feinstoffliche Göttlichkeit in uns selbst nicht mehr vorhanden ist. Im Herz ist die ursprüngliche, reine Lebensfreude verankert sowie das heilige Wissen und die kosmische Wahrheit, wer wir wirklich sind und woher wir kommen.
     
  9. Darm symbolisiert Verwandlung und Befreiung.
    Der Darm trennt nicht nur grobstofflich die zugeführte Nahrung in verwertbare und auszuscheidende Bestandteile, er reagiert auch empfindsam auf äußere Lebensumstände. Manifeste Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen oder Überreizung deuten auf ein mangelndes Wohlfühlen in spezifischen Lebensumständen und/oder am Arbeitsplatz hin. Wenn die Intuition, das »Bauchgefühl« anhaltend unterdrückt wird, rebelliert der Darm und verlangt nach Befreiung.
     
  10. Sinnesorgane vereinen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
    Augen, Ohren, Nase, Mund (und auch die Haut) nehmen die Umwelt und unsere Interaktion mit der Umwelt wahr, die das Gehirn speichert und interpretiert. Krankheitssymptome der Sinnesorgane deuten auf Zukunfts- und Erkenntnisangst (Augen-Probleme) oder auf beispielsweise Bedürfnis nach Stille und Gedankenruhe (Ohrenschmerzen) oder auf Unfähigkeit im Jetzt zu handeln (verstopfte Nase) hin. Mund und Zähne drücken psychosomatische Zusammenhänge aus, wenn metaphorisch Zuviel geschluckt werden muss, wenn man auf Problemen herumkaut oder die Persönlichkeit keinen Ausdruck mehr findet.

Mit Meditation den inneren Arzt konsultieren

»Ein Arzt verbindet deine Wunden.

Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden.

Bitte ihn darum, sooft du kannst.«

Paracelsus

Mit dieser Weisheit des alchemistischen Arztes Paracelsus ist eigentlich alles gesagt. Die Sprache des Körpers ist eindeutig und die Intelligenz des Körpers heilig. Wir können uns recht leicht angewöhnen auf die Signale des Körpers zu hören statt einem unbewussten Muster des Verstandes zu folgen welches sich »Du musst immer funktionieren, topfit und verfügbar sein« ausdrückt. Ich finde es wundervoll dem Körper täglich mit einem liebevollen Ritual des Dankes für seine Herrlichkeit und überwiegende Vitalität zu danken. Abendlichen Duschen beispielsweise kann nicht nur eine körperliche Säuberung sondern auch energetische Reinigung von den mitunter herausfordernden Schwingungen des Tages sein. Die Visualisation, wie das Duschwasser auch energetischen Staub in sich aufnimmt und zu den Ursprüngen zurück transportiert, wirkt befreiend wie auch belebend.

Für eine tiefere Kommunikation zwischen Körper und Geist ist diese Meditation liebevoll und heilsam für uns alle (Audioanleitung gesprochen von Birgit Feliz Carrasco, nach einer Inspiration von Barbara Bessen. 15 Minuten):

"Je heiler jeder Einzelne ist,
desto heiler wird die Welt. "

 

Birgit Feliz Carrasco: Zeitreisen. Heilung für Körper und Geist. Wie Sie Krankheitsursachen mental auflösen.
Verlag: Trinity
Taschenbuch, inkl. Meditations-CD

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