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Leckere Ayurveda-Rezepte für herbstliche Tage
Shutterstock, Nick Hopper

Leckere Ayurveda-Rezepte für herbstliche Tage

Von Jasmine Hemsley

1. Congee mit Feigen, Zimt und Kardamom

Dieser Reisbrei basiert auf dem chinesischen „Frühstück für ein langes Leben” und ist perfekt, um die Verdauung am Morgen in Schwung zu bringen. Er ist sehr leicht und gut verdaulich – und für einen Detox-Tag bestens geeignet.

Ich habe Congee zum ersten Mal vor 15 Jahren in Hongkong gegessen. Es handelte sich um einen dünnen Reisbrei mit Knoblauch, Ingwer, Shiitake-Pilzen und Frühlings­zwiebeln - für uns ziemlich ungewöhnlich als Frühstück, deshalb diese süße Version. Congee ist mein liebster Über-Nacht-Brei. Sämtliche Zutaten stammen aus dem Vorratsschrank. Ich gebe sie am Abend in meinen Schongarer (Slowcooker) und hole sie am nächsten Morgen als fertigen Brei heraus. Der Brei lässt sich natürlich auch auf dem Herd zubereiten, braucht dann aber mindestens zwei Stunden, denn je länger er gart, desto mehr Heilwirkung hat er. Der Brei ist eine gute Möglichkeit, braunen Reis zu essen, weil er durch das lange Garen bereits aufgespalten ist, aber trotzdem noch etwas Textur hat. Denken Sie aber dran, den Reis vor dem Garen über Nacht einzuweichen.

 

Rezept für drei Portionen: Zutaten

  • 55 g weißer Basmatireis, abgespült und abgetropft
  • 55 g brauner Basmatireis, über Nacht eingeweicht, abgespült und abgetropft
  • 3 Kardamomkapseln, zerdrückt
  • 3 getrocknete Feigen, halbiert
  • 1 Stück Ingwerwurzel (ca. 2,5 cm), halbiert, oder 1 TL Ingwerpulver
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • ½ TL gemahlener Koriander

Zum Servieren:

  • frische Feigen oder Birnenspalten, in Ghee, Butter oder Kokosöl gebraten
  • 2 EL Creamed Coconut, Sahne oder Mandeldrink (optional)
  • Ahornsirup, zum Beträufeln
  • ½ TL gemahlener Zimt

Tipp: Sie können den Brei mit einer Handvoll Rosinen, gehackten getrockneten Aprikosen oder Äpfeln garnieren.

  1. Alle Zutaten mit 750 Milliliter Wasser in einen Schongarer (Slowcooker) geben (wenn er ein großes Fassungsvermögen hat, am besten in einer hitzebeständigen Schale) und auf niedriger Stufe 8 Stunden garen.
  2. Alternativ alle Zutaten mit 750 Milliliter Wasser in einen Topf mit dicht aufliegendem Deckel füllen (wichtig, damit möglichst wenig Wasserdampf entweicht), zum Kochen bringen und den Deckel aufsetzen. Die Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren und den Brei 2 bis 6 Stunden garen. Regelmäßig prüfen, gegebenenfalls etwas Wasser zufügen.
  3. Vor dem Servieren Kardamomkapseln, getroclmete Feigen und Ingwer entfernen (sie haben vermutlich ihren Geschmack abgegeben, können aber auch mitgegessen werden). So viel kochendes Wasser einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den Congee in Servier­schalen füllen. Mit gebratenen Früchten sowie Creamed Coconut, Sahne oder Mandeldrink garnieren, mit Ahorn­sirup beträufeln und mit Zimt bestreuen.

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2. Knusprige Gewürz-Quinoariegel

Das sind meine Müsliriegel: herzhaft, süß, knusprig und perfekt zu einer Tasse Tee. Die knusprigen Riegel sind auch super für unterwegs, weil sie nicht zerdrücken und nicht voller Zucker stecken. Es ist ein tolles Rezept, um gründliches Kauen zu üben und um sich an die feinen Aromen von Koriander und Kardamom zu gewöhnen. Bei Geschmackstests verlieben sich die Leute in die Riegel ... auf den zweiten Biss! :en und Sonnenblumenkerne sind gut für Vata und Pitta. Quinoa ist „tridoshi“. Die Riegel enthalten viele trockene Qualitäten und sind deshalb ein klasse Frühstück oder Snack für Kapha-Typen. Wenn Sie mögen, können Sie die Riegel auch süßer machen und, in kleinere Stücke geschnitten, als Desserts reichen.

Rezept für acht Riegel: Zutaten

  • 5 EL gemahlene Leinsamen
  • 100 g Quinoaflocken
  • 70 g Sonnenblumenkerne
  • 4 EL Ghee, Butter oder Kokosöl
  • 1 ½ TL Koriandersamen, zerdrückt
  • Samen von 15 Kardamomkapseln, gemahlen, oder ½ TL gemahlener Kardamom
  • 2 EL Ahornsirup
  • 70 g Rosinen
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Msp. Meersalzflocken
  • 110 g Haferflocken (Kleinblatt)

Außerdem:

  • 1 quadratische Backform (20 cm Seitenlänge)

Tipp für verstärktes Vata: Mehr Fett einarbeiten oder für weichere Riegel die Flocken erst mit Wasser zu einem dicken Brei garen.

Für weichere Riegel die Quinoaflocken ohne Rösten mit den Haferflocken in einem Topf mischen und mit 900 Milliliter Wasser bei mittlerer bis starker Hitze 15 Minuten unter ständigem Rühren zu einem Brei kochen. Weiter im Rezept fortfahren, dabei außerdem noch 2 Esslöffel Ghee, Butter oder Kokosöl einarbeiten und kein weiteres Wasser zufügen. Zusätzlich 15 Minuten im Ofen backen.

  1. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen. Die Leinsamen mit 120 Milliliter Wasser in einer Schale anrühren und quellen lassen.
  2. Die Quinoaflocken etwa 5 Millimeter dick auf ein Backblech streuen. Die Sonnenblumen ebenfalls 5 Millimeter dick auf ein zweites Blech streuen. Im vorgeheizten Ofen 5 Minuten rösten, wenden und weitere 5 Minuten rösten, bis sie leicht gebräunt und duftend sind.
  3. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die Ofen-temperatur auf 180 °C (Umluft 160 °C) reduzieren.
  4. Ghee in einem kleinen Topf zerlassen. Koriander und Kardamom darin 2 Minuten bei mittlerer bis starker Hitze braten, bis sie anfangen zu duften. Vom Herd nehmen.
  5. Die gequollenen Leinsamen in eine Schüssel geben und mit 2 Esslöffeln Wasser, Ahornsirup und Rosinen ver­rühren. Backpulver, Salz, Haferflocken, Quinoaflocken und zwei Drittel der Sonnenblumenkerne einarbeiten.
  6. Die Masse in die vorbereitete Form drücken. Die restlichen Sonnenblumenkerne darauf verteilen und mit einem Löffelrücken gut andrücken. Im heißen Ofen etwa 25 Minuten backen.
  7. In der Form abkühlen lassen, dann in acht Riegel schneiden. Die Riegel halten sich gut im Kühlschrank, aber auch ein paar Tage bei Zimmertemperatur.

3. Hirsotto mit Roter Bete und warmem grünem Salat

Hirse gehört zu meinen liebsten (Pseudo-)Getreidesorten. Sie enthält mehr Vitamine, Mineralien und Protein als Reis und hat einen milderen Geschmack als Quinoa, lässt sich aber ebenso vielseitig einsetzen wie andere Körner. Und den relativ günstigen Preis finde ich auch nicht von Nachteil! Die geröstete Rote Bete fügt diesem leckeren, wärmenden Hirsotto eine weitere tolle Geschmackskomponente hinzu. Das Gericht ist sehr Kapha-freundlich und großartig für den Winter, wenn man etwas Wohlig-Warmes braucht, sich nach der Mahlzeit aber nicht vollgestopft und träge fühlen will.

Zu diesem Hirsotto schmeckt ein warmer grüner Salat. Roher Salat ist ja manchmal schwer zu verdauen. Durch leichtes Garen aber werden die Pflanzenfasern aufgespalten und lassen sich leichter verdauen. Außerdem finde ich es spannend, wie grüner Salat durch Erwärmen ein neues Geschmacksprofil gewinnt. Die leicht bitteren Noten werden abgerundet und der nussige Geschmack betont.

Wenn Sie die Rote Bete nicht von Hand zerkleinern wollen (wenn, dann benutzen Sie bitte Handschuhe, denn die Verfärbungen an Ihren Händen bekommen Sie schlecht weg), können Sie sie auch in einer Küchenmaschine raspeln - und wenn der Ofen eh schon heiß ist, garen Sie die Bete auch gleich darin. Noch ein Tipp: Die erste Hälfte der Brühe auf einmal zum Hirsotto gießen und den Hirsotto unter gelegentlichem Rühren eindicken lassen. Dieser Schritt ist wichtig für eine perfekte Textur.

Rezept für drei bis vier Portionen: Zutaten

  • 500 g Rote Bete, geschält und gewürfelt
  • 1 l Bouillon oder Knochenbrühe
  • 3 TL Fenchelsamen + 1 TL mehr, zum Garnieren
  • 3 EL Ghee
  • 1 kleine weiße Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 200 g Hirse, über Nacht eingeweicht, abgespült und abgetropft
  • 4 EL frisch geriebener Parmesan (optional)
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, zum Abschmecken

Für den Salat:

  • 1 EL Ghee
  • 1 Schalotte oder ½ Porreestange, in feinen Ringen
  • 2 EL Dijon-Senf
  • ½ EL Apfelessig
  • ½ roter Chicoree, in Blätter zerteilt
  • 3 Handvoll gemischte grüne Salatblätter, z.B. Spinat, Romana, Rucola
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, zum Abschmecken

Tipp für verstärktes Vata: Der Hirsotto sollte eher feucht sein. Reichlich kalt gepresstes Olivenöl zufügen und mit einem kleinen Salat servieren. Reis oder eingeweichte gut gegarte Hafergrütze verwenden.

  1. Die Bete mit Bouillon oder Knochenbrühe und 250 Milliliter Wasser in einen Topf geben und 10 Minuten weich garen.
  2. Inzwischen für die Garnierung 1 Teelöffel Fenchelsamen in einem großen Topf ohne Fettzugabe rösten, bis sie anfangen zu duften. Auf einen Teller geben.
  3. Nun das Ghee in einem Topf zerlassen und die restlichen Fenchelsamen darin einige Minuten duftend anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten. Die Hirse zugeben und 2 Minuten unter Rühren anbraten.
  4. Von der Rote-Bete-Kochbrühe 500 Milliliter angießen und unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Wenn fast die gesamte Flüssigkeit absorbiert ist, so viel weitere Brühe kellenweise zugießen und unter häufigem Rühren insgesamt 12 Minuten garen, bis die Hirse weich und die gewünschte Textur erreicht ist.
  5. Inzwischen für den Salat das Ghee in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen. Schalotte oder Poree zugeben und 3 Minuten andünsten. Senf und Essig, Salz und Pfeffer zugeben und 1 Minute weitergaren. Die Salatblätter zugeben und etwa 2 Minuten unter ständigem Wenden mit einer Küchenzange leicht zusammenfallen lassen.
  6. Den Hirsotto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Rote- Bete-Würfel aus der Brühe nehmen und mit dem Parmesan, falls verwendet, sowie die Petersilie unter den Hirsotto heben. Sofort mit dem warmen Salat servieren.

 

 

Die Rezepte sind aus dem Buch „East by West” von Jasmine Hemsley, erschienen im ZS Verlag.

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