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Asana des Monats: Purvottanasana – schiefe Ebene
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Asana des Monats: Purvottanasana – schiefe Ebene

Von Katharina Maurer

Purva bedeutet wörtlich Osten und Uttana ist eine intensive StreckungPurvottanasana bedeutet also soviel wie östlich ausgerichtete Dehnung. Eine Bewegung der aufgehenden Sonne entgegen und im übertragenen Sinne vielleicht ein Symbol des Neuanfangs. In dieser Übung wird die gesamte Vorderseite gestreckt und intensiv gedehnt und unter anderem auch der Brustkorb gedehnt und geweitet. Vielleicht ist das ein Grund, warum diese Asana auch mal als unangenehm empfunden wird. Manchmal sind wir so beschützend, was unser Herz anbetrifft, dass wir unsere Gefühle in einen Käfig sperren. Wir verschließen dadurch das Zentrum unserer Brust, um den heiligen Ort unserer Gefühle zu schützen. Meistens assoziieren wir Liebe mit dem Herzen, aber hier sitzen auch Gefühle wie Angst, Trauer, Verzweiflung; Gefühle, die es Wert sind losgelassen zu werden. Purvottonasana ist gewissermaßen die Gegenbewegung zu diesem Gefühl eines fragilen Herzens. Hier hebst du dein Herz in die Höhe, du zeigst es und gibst ihm Raum.

So geht die schiefe Ebene

  • Du sitzt im Langsitz und platzierst die Hände hinter deiner Hüfte auf der Matte. Diese kannst du so platzieren, dass die Finger zu dir zeigen, oder von dir weg. Im ersten Fall sind deine Schultern nicht ganz so stark geöffnet aber dafür werden deine Handgelenke intensiver gedehnt. Wenn die Finger zum Körper zeigen, achte gut auf deine Ellenbogen, sie neigen hier zur Überstreckung.
  • Platziere deine Fußsohlen auf dem Boden vor deinem Gesäß und schiebe deine Hüften in die Höhe, so dass dein Oberkörper parallel zum Boden in der Luft schwebt. 
  • Ohne in der Hüfte an Höhe zu verlieren, steckst du deine Beine nacheinander gerade aus. Die Fußsohlen sind vollständig auf dem Boden. Achte darauf deine Pomuskeln entspannt zu halten.
  • Indem du die Schulterblätter zusammenziehst, intensivierst du die Dehnung im Brustkorb.
  • Zum Schluss kannst du noch den Kopf in den Nacken sinken lassen. Achte aber darauf, dass es in den Wirbeln nicht zu einer unangenehmen Kompression führt. Das machst du am besten, indem du deinen Hals in die länge steckst bevor du ihn absenkst. Dadurch entsteht eine schöne weite Kurve, die im Nacken genügend Platz lässt.

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Häufige Fehler in Purvottanasana

Oft wird in dieser Haltung die Lendenwirbelsäule zu stark und die Hüften zu wenig in die Höhe gestreckt, so dass die Hüftgelenke absacken. Die Hauptstreckung sollte in der ischiokruralen Muskulatur sein. Ist diese zu schwach, springt der große Gesäßmuskel ein. Wenn du also dein Gesäß stark anspannen musst, um die Übung zu halten, weißt du, was zu tun ist: Versuche bewußt deine Beine mehr zu aktivieren und die Fersen in den Boden zu drücken.

Gegenanzeigen: Wann du vorsichtig sein solltest

  • Bei verletzten oder empfindlichen Handgelenken sollte die Übung nicht ausgeführt werden.
  • Bei Nackenverletzungen sollte der Kopf unterstützt werden, z.B. durch einen Stuhl.

Wirkungen:

Körperlich:

Purvottanasana dehnt die Arme, Handgelenke und Brustmuskeln, die Schultern und Vorderseite der Fesseln. Außerdem stärkt sie die Arme, Hand- und Fußgelenke, den Rücken und die Beine – vor allem die Oberschenkel. Sie stärkt die Schultergelenke, verbessert aber auch gleichzeitig die Beweglichkeit dieser und weitet die Brust. Purvottanasana ist gut für die Muskeln der Kniesehnen und hilft bei Ischias-Beschwerden.  

Energetisch

Purvottanasana wirkt aktivierend und nimmt die Müdigkeit, die durch Vorbeugen entstehen kann und ist daher eine gute Gegenbewegung zu Pashimottanasana. Außerdem wirkt sie sich belebend auf den Lendenbereich und die Wirbelsäule aus.

Geistig:

Purvottanasana befreit den Geist und hilft neuen Möglichkeiten offen entgegenzublicken. Außerdem ist es eine gute Gegenbewegung für jede Art von Vorbeuge und Chaturanga Dandasana.

Variante: der Tisch

Wenn dir die Asana mit den ausgestreckten Beinen heute nicht gelingen will, kannst du als Variante auch die Knie anwinkeln. Dann ist es leichter in der Hüfte nicht durchzuhängen.

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