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Jungfrau, Stier, Waage... Yoga nach Sternzeichen
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Jungfrau, Stier, Waage... Yoga nach Sternzeichen

Von Birgit Feliz Carrasco

Diese Frage taucht öfter in Yogaklassen oder auch bei Workshops für Yogalehrende auf: „Ergibt es Sinn, die Asana-Praxis nach astrologischen Sternzeichen auszurichten, und wenn ja, wie?” Meine Antwort: Ja, es ist sinnvoll, die beiden Lehren des Körper-Yoga und der Astrologie miteinander zu kombinieren und dies sogar in mehrerlei Hinsicht. Mit ein wenig Hintergrundwissen wird klar, warum.

Yoga-Praxis nach Sternzeichen: Eine sinnvolle Paarung

Die Yogalehre als auch die Astrologielehre entspringen beide sehr altem und traditionsreichem Wissen, die auf Beobachtungen und über Jahrtausende gesammelten Erfahrungen beruhen und sich über lange Zeitepochen neben- und miteinander entwickelten. Was alt ist, was von unzähligen Menschen über lange Zeitperiode erfahren, gelebt und für hilfreich empfunden wurde, ist zweifelsohne auch für die Zeit der Moderne eine mehr als wertvolle Hilfe zur Lebensgestaltung und als Ergänzung wohltuend für tägliche Belange des Körpers und des Geistes.

Die Astrologie (aus dem altgriechischen „astron” für Stern und „logos” für Lehre) ist dabei keinesfalls eine alt-europäische Erfindung, sie wurde mit Beginn der Sternbeobachtung am Himmel in vielen alten Kulturen wie China, Indien (vedische Astrologie), Ägypten und im gesamten Morgenland als Entscheidungshilfe für große wie kleine Themen betrieben. Die Mayas in Mittelamerika entwickelten über Jahrhunderte auf Basis ihres hohen astronomischem und mathematischen Wissens das Prinzip der Zeitqualität, bei der feinstoffliche Energien zu spezifischen Zeiten genutzt werden, um Vorhaben (ob es nun Aussaat oder Ernte, Familienfeste oder Ruhezeiten sind) von den Schwingungen der Zeitqualität tragen und fördern zu lassen. Zeitzyklen und feinstofflichen Qualitäten in Kombination wurde von den Mayas mit ihrem Maya-Kalender sozusagen zum Kult erhoben.

Wie wäre es, auch heute unseren Kalender und das Timing im Leben, statt einer rein rechnerischen Kumulation von Tagen, Monaten und Jahren, mit feinstofflichen Qualitäten der Zeit zu erfüllen und sich somit nicht anhand der wöchentlichen Agenda durch das Leben zu hetzen? Auch der traditionelle Mond-Kalender unserer Vorfahren, der sich heute zunehmender Popularität erfreut, ist altes Wissen um Feinstofflichkeit und energetische Prinzipien, das auf den Erfahrungen und Beobachtungen beruht, wann was in Koordination mit naturgegebenen Zyklen besser oder schlechter gelingen wird. Genau diese Koordination ist es, die Yoga in Kombination mit astrologischen Sternzeichen interessant macht, weil unter Einbindung vorherrschender feinstofflicher Energien die individuelle Asana-Praxis veredelt wird.

Astrologie: Sternbilder beeinflussen Geist und Körper

Als Sternzeichen einer Person (auch Geburtszeichen genannt) wird das astronomische Sternbild (visuelle Sternenansammlung oder -konstellation, auch Tierkreiszeichen genannt) bezeichnet, das zum Zeitpunkt der Geburt in einer Achse mit der Sonne steht (aus Sicht der Erde, was mitunter je nach Position auf Nord- und Südhalbkugel des Planeten differiert). Die Ausprägung der persönlichen charakterlichen Eigenschaften eines Menschen unter den üblichen zwölf astrologischen Sternzeichen ist weitgehend bekannt und auch die Beeinflussung des sogenannten Lebensschicksals oder spezifischer Lebensumstände ist mehr oder weniger geachtet. Weniger bekannt ist jedoch die Zuordnung zwischen Körperzonen und Sternzeichen, die die jeweilige Region oder die Organe in allgemeinem Befinden oder Funktionstüchtigkeit beeinflussen. 

Das astrologische Jahr der Tierkreiszeichen beginnt stets mit der Tag-und Nachtgleiche im Frühjahr und somit dem Sternzeichen des Widders.

Die körperlichen Zuordnungen der Sternzeichen

  1. Das Sternzeichen des Widders beeinflusst Kopf und Sinnesorgane.
  2. Das Sternzeichen des Stiers beeinflusst Hals, Nacken und Schultergürtel.
  3. Das Sternzeichen der Zwillinge beeinflusst Arme, Bronchien und Lungen.
  4. Das Sternzeichen des Krebs' beeinflusst Brustkorb und Bauchorgane.
  5. Das Sternzeichen des Löwen beeinflusst Rückenmuskeln, Wirbelsäule und Zwerchfell.
  6. Das Sternzeichen der Jungfrau beeinflusst Darm und Lymphsystem.
  7. Das Sternzeichen der Waage beeinflusst Beckenraum, Nieren und Blase.
  8. Das Sternzeichen des Skorpions beeinflusst Beckenbodenmuskeln und Geschlechtsorgane.
  9. Das Sternzeichen des Schützen beeinflusst Hüften und Oberschenkel.
  10. Das Sternzeichen des Steinbocks beeinflusst Knochen und Gelenke.
  11. Das Sternzeichen des Wassermanns beeinflusst Unterschenkel und Venen.
  12. Das Sternzeichen der Fische beeinflusst Zehen und Füße.

Bedenkt man, dass sich zum Beispiel ein Widder mit seinen Artgenossen harte Kopfkämpfe liefert oder Stiere über einen sehr muskulösen Nacken verfügen, ein Krebs einen festen Brustpanzer zum Schutz hat, ein Löwe einen langen kräftigen Rücken besitzt, erschließen sich die Zuordnungen nach Sternzeichen einfacher. Erfahrungswissen zeigt exemplarisch, dass Wassermann-Geborene eher zu Unterschenkel- und Venenproblemen neigen und Fische-Geborene eher kleine oder „problematische” Füße haben. Beobachte dich einfach im Selbstversuch! Wo sind deine körperlichen „Schwachstellen”, und zu welchen Zyklen treten sie auffallend auf?

So kannst du deine Yoga-Praxis in Kombination mit Sternzeichen verfeinern

Es gibt drei Möglichkeiten die Asana-Praxis in Kombination mit dem Wissen um Sternzeichen effektvoll zu vertiefen:

1. Yoga nach Geburtszeichen

Körperzonen spezifisch mit Yoga fordern und fördern, die dem persönlichen Geburtszeichen zugeordnert sind (Du bist Waage? Dann praktiziere viele Asanas für den Beckenbereich und Hüften.).

2. Yoga nach Sternzeichen-Zyklen

Alle Yoga-Praktizierenden können ihre Asana-Praxis optimieren, indem sie im Zyklus des Sternzeichens entsprechende Übungen intensivieren (beispielsweise vom 22. Dezember bis 20. Januar unter dem Sternbild des Steinbocks Gelenke flexibilisieren und Knochen durch Muskeltraining stabilisieren).

3. Yoga nach Mondphasen

Abwechslungsreiche und optimierte Asana-Praxis bietet die Einbeziehung des Mond-Kalenders, der zeigt wann der Mond für jeweils cirka 2-3 Tage innerhalb eines Monats durch das jeweilige Sternbild wandert (ausführlich in meinem Buch „Mond-Yoga” beschrieben, erschienen beim Verlag MensSana Knaur).


Meinen Yoga-Unterricht für Gruppen gestalte ich nach den vorherrschenden Sternzeichen-oder Mond-Perioden und meinen Yoga-Touch© Einzelunterricht stimme ich auf das Geburtszeichen des Klienten ab. Dies hat sich durch jahrzehntelange Beobachtung entwickelt und bewährt, denn es ist meist deutlich spürbar, dass beispielsweise Schultern und Schultergürtel verspannter und fester sind in Zeiten, in denen der Einfluss des Sternzeichens Stier stärker ist oder bei Stier-Geborenen generell. Zu Zeiten des Fische-Sternzeichens sind spezifische Fußübungen besonders wirkungsvoll. Seitliche Dehnungen der Flanken wirken besonders intensiv zu Krebs-Zyklen.

Gerade, wenn bestimmte Körperzonen zu bestimmten Zeiten besonders spürbar oder auffallend steif wirken, ist eine Praxis der Asanas mit den spezifischen Heilwirkungen, zum Beispiel für Kopf und Sinnesorgane im Zyklus des Widders, doppelt wirkungsvoll und umso verblüffender. Dein besonderes Augenmerk richte auf die Tage und Nächte um Vollmond. Das jeweils vorherrschende Tierkreiszeichen ist dann besonders intensiv in der jeweiligen Körperregion zu spüren. Mein Rat: Beobachte dich, beobachte deine Schüler und du wirst über einige Monate Erstaunliches über die Zusammenhänge zwischen Sternzeichen und Körperzonen erfahren und außerdem spürem, wie sich deine Yoga-Praxis verfeinert.

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